Winterreifentest des ADAC: Teuer ist nicht gleich gut

Der ADAC testete Winterreifen. © Wolfgang Grube/ADAC

Der Oktober naht. Und damit wird es Zeit, sich über den Kauf von Winterreifen Gedanken zu machen Der ADAC hat eine Vielzahl von Reifen getestet.

Dabei ging es den Testern bei der Bewertung der Winterreifen unter anderem um das Verhalten der Reifen bei Aquaplaning, ihrer Fahrstabilität und Haltbarkeit. Dabei glänzten im Test in der Kleinwagendimension (175/65 R14) die Reifen der Marken Continental (Winter Contact TS 860) und Dunlop (Winter Response 2) mit einem „gut“. In der Kompaktklasse bei der Dimension 205/55 R 16 neben Continental (Winter Contact TS 860) und Dunlop (Winter Sport 5) auch noch Goodyear (Ultrgrip 9).


Am Ende der Wertung in der Kleinwagenklasse mit Fahrzeugen wie dem Renault Twingo, Ford Fiesta oder VW up! landete der chinesisch-taiwanesische Hersteller Nankang: wegen Schwächen auf nasser und schneebedeckter Fahrbahn erhielt deren Reifern ein „mangelhaft“kassiert. Wie die Prüfer erklärten würde das Gesamturteil eines Reifens dann abgewertet, wenn er in den Einzelprüfungen Trocken, Nass, Schnee, Eis, Verbrauch, Verschleiß und Schnelllauf nur mit einem „befriedigend“, „ausreichend“ oder „mangelhaft“ abschneidet.

Preis kein Indiz für Qualität

Dass der Preis ein Indiz für die Qualität eines Reifens ist, trifft auch nicht immer zu, wie man in der Klasse der Kompaktfahrzeuge wie einem Ford Focus, einer Mercedes A-Klasse oder einem VW Golf sieht: hier landeten die sich in der Premiumklasse bewegenden Michelin Alpin 5 und der Pirelli Cinturato Winter im Test von 16 Modellen nur im mittleren oderhinteren Bereich. Am Tabellenende landet der Laufenn, eine Zweitmarke des bekannteren Herstellers Hankook. Er erhielt ein „mangelhaft“ wegen seiner Performance vor allem bei Nässe.

Die Tester mahnen beim Online-Kauf übrigens zur Vorsicht, denn nicht immer bekommt der Verbraucher hier ein fabrikneues Produkt. Aufgrund der Vielzahl der vom Handel gelagerter Reifen würden auch abgelagerte Reifenüber über den Tresen gehen. Doch bei den Tests des ADAC hätte sich gezeigt, dass frischer Gummi am besten greift. „Älter als drei Jahre sollte ein Reifen beim Kauf nicht sein. Das Produktionsdatum lässt sich auf der Reifenseitenwand ablesen: Die ersten beiden Ziffern der vierstelligen Nummer im Oval zeigen die Produktionswoche, die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr“, so der ADAC.