VW-Kunden sollten auf Gewährleistungsansprüche achten

Verpflichtende Umrüstung

Die EU macht der Branche nur geringe CO2-Vorgaben.
Die EU macht der Branche nur geringe CO2-Vorgaben. © dpa

Kunden von VW sollten sich mit Blick auf die verpflichtenden Umrüstungen im Abgasskandal ihre Gewährleistungsansprüche sichern. Darauf macht die Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam.

Mit Blick auf die verpflichtenden Umrüstungen im VW-Abgasskandal sollten betroffene Kunden unter Umständen bis Jahresende aktiv werden, wenn ihr Auto älter als zwei Jahre ist. Denn dann läuft die von VW 2015 bis zum 31. Dezember 2017 verlängerte Gewährleistungsfrist aus. Darauf macht die Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam.

Schriftliche Zusicherung einholen

Wer bis dahin nicht klagt oder via Gericht ein Mahnverfahren einleitet, verliere Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verkäufer. Wer aber nicht klagen oder es sich noch offen halten will, sollte sich vom Verkäufer des Autos schriftlich zusichern lassen, dass dieser auf Einrede dieser Verjährung verzichtet, möglichst bis zum 31. Dezember 2021.

Die Vierjahres-Frist deshalb, weil es in der Regel diese Zeitspanne brauche, bis höchstrichterliche Entscheidungen in solchen Belangen vorlägen, so Katja Henschler von der Verbraucherzentrale. So hätten die Kunden Zeit, die Entwicklung der Rechtsprechung abzuwarten.

Kunden sollten sich außerdem schriftlich zusichern lassen, dass die Nachrüstungen keine negativen Folgen für ihr Autohaben werden, etwa bei Leistung, Haltbarkeit und Verbrauch. Diese Erklärung müssten die Händler jedem Kunden vor der Umrüstung geben, fordert Henschler. Musterbriefe zu den zwei Vorgängen sind auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale Sachsen abrufbar. (dpa)