28. August 2017

Chef Stadler weiter mit Rückendeckung Audi benennt vier neue Vorstände

Audi-Chef Rupert Stadler bleibt von den erneuten Personalwechseln unberührt
Audi-Chef Rupert Stadler bleibt von den erneuten Personalwechseln unberührt © dpa

Audi tauscht vier Vorstände aus. Aufgrund von Fehlplanungen und des Verkaufsrückgangs besetzt die VW-Tochter die Stellen für Finanzen, Vertrieb, Produktion und Personal mit neuen Mitarbeitern.




Audi stellt sich zum 1. September auf der obersten Ebene neu auf. Gleich vier Chefwechsel in den Ressorts Finanzen, Vertrieb, Produktion und Personal stehen an. Neben Axel Strotbek und Dietmar Voggenreiter müssen auch Thomas Sigi und Hubert Waltl ihre Plätze räumen.

„Die bisherigen Vorstände haben die positive Entwicklung von Audi mitgestaltet. Zuletzt ist Audi durch eine schwierige Phase gegangen, hat aber alle Voraussetzungen, auch in der Mobilitätswelt von morgen erfolgreich zu sein. Das neue Team im Vorstand wird gemeinsam mit der Belegschaft die Transformation von Audi in Richtung Zukunft konsequent vorantreiben", sagte VW-Chef Matthias Müller nach der Aufsichtsratssitzung am Montag in Ingolstadt.


Fehler in Planung und nicht gehaltene Zusagen

Allerdings wurden den abgelösten Vorständen wurden intern Fehlplanungen, nicht eingehaltene Zusagen und der weltweite Rückgang der Verkäufe vorgeworfen. Von den Wechseln weiterhin unberührt bleibt Rupert Stadler. Der ebenfalls in der Kritik stehende Audi-Chef kann weiterhin auch den Zuspruch der VW-eigner-Familien Porsche und Piëch bauen.

Das Finanzressort übernimmt Alexander Seitz von Strotbek. Der 55-Jährige ist seit 2005 auf verschiedenen Positionen im VW-Konzern unterwegs. Bram Schot löst Voggenreiter im Vertrieb ab. Der Niederländer war seit 2012 auf identischem Gebiet für Volkswagen Nutzfahrzeuge tätig.

Müller-Vertrauter wird Personalvorstand

Wendellin Göbel kehrt als Personalvorstand zu Audi zurück und wird Nachfolger von Thomas Sigi. Der 53-Jährige gilt als Vertrauter von Müller und war bis 2007 rund 20 Jahre bereits bei Audi tätig. Peter Kössler löst übernimmt das Ressort Produktion und Logistik von Hubert Waltl. Kössler war bislang Chef von Audi Hungaria und leitete von 2007 bis 2015 das Stammwerk in Ingolstadt.

Mit den neuen Chefs soll laut Stadler vor allem die Strategie 2025 weiter vorangetrieben werden. „Die vergangenen Wochen zeigen, dass der offene und kritische Dialog eine wesentliche Basis für die Zukunft von Audi ist. Deutlich wurde dabei, dass es um eine konsequente Ausrichtung des Unternehmens geht. Dazu gehört auch die optimale Auslastung der Werke. Die anstehende Transformation muss so gestaltet werden, dass sowohl unternehmerischer Erfolg als auch die Belange der Belegschaft nachhaltig ausbalanciert werden." (AG/TF)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Audi

Musterknabe beim TÜVAudi TT: Nicht nur schön, auch zuverlässig

Der Audi TT ist nicht nur ein schickes Auto, sondern es ist als Gebrauchter auch ein zuverlässiges. Beim TÜV ist er unauffällig.


Gute GeschäftszahlenAudi geht gestärkt in anstehende Modelloffensive

Audi kommt so langsam wieder in Fahrt. Die VW-Tochter konnte im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn deutlich zulegen.


Weltpremiere in IngolstadtAudi A7: Anders sein als die Geschwister

Audi hat in Ingolstadt den neuen A7 vorgestellt. Im Gegensatz zu früheren Modellen ist er auch wieder deutlich von anderen Modellen der Marke zu unterscheiden.



Mehr aus dem Ressort

200 Millionen Euro InvestitionBMW will Batterie-Zelle besser verstehen

BMW investiert 200 Millionen Euro in ein Kompetenzzentrum Batteriezelle. Es gehe darum, die Zelle für Elektroauto-Batterien besser zu verstehen.


Die App von Uber
Schlecht geschützte DatenbankUber verschweigt Daten-Diebstahl bei über 50 Millionen Kunden

Uber tapst von einem Skandal in den nächsten. Der Fahrdienst-Vermittler verschwieg den Angriff von Hackern auf Daten von Millionen Kunden und Fahrern.


Firmensitz Takata in Aisho neu Aufmacher dpa
Sicherheit für europäische ArbeiterAutozulieferer KSS übernimmt Takata

Der chinesisch-japanische Autozulieferer KSS übernimmt Takata. Vom Kaufpreis kann der insolvente Airbag-Hersteller seine Milliardenstrafe in den USA bezahlen und Schulden tilgen.