7. Januar 2014

Zunächst nur in Kalifornien Toyota startet ins Brennstoffzellenalter

Der Toyota FCV als Prototyp.
Der Toyota FCV als Prototyp. © Toyota

Toyota wird im kommenden Jahr ein erstes Brennstoffzellen-Fahrzeug in den Markt einführen. Ein mit Wasserstoff voll getanktes Auto könnte eine Woche lang auch den Haushalt mit Energie versorgen.




Toyota wird 2015 ein erstes Brennstoffzellen-Auto für Verbraucher auf den Markt bringen. Der Verkaufsstart ist zunächst nur im US-Staat Kalifornien geplant, wie der japanische Konzern auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas ankündigte. Das Auto hat einen Elektro-Antrieb und der Strom dafür wird mit Brennstoffzellen-Technologie erzeugt. In den Tank kommt Wasserstoff. In Las Vegas wurde am Montag (Ortszeit) ein Prototyp mit dem Namen FCV in schimmerndem Blau gezeigt.


Kostensenkungen um 95 Prozent

Der Vorteil der Brennstoffzellen-Technik ist, dass in die Umwelt nur Wasserdampf ausgestoßen wird. Deshalb bietet sich der Start in Kalifornien als Region mit besonders strengen Abgaswerten an. Toyota weist auch darauf hin, dass der Wasserstoff für den Antrieb in großem Stil mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt werden könne. Und ein vollgetanktes Auto würde im Notfall auch eine Woche lang ein Haus mit Energie versorgen können.

Die Technologie, an der schon seit langem auch andere Autokonzerne forschen, wurde gelegentlich als nicht effizient genug kritisiert. Toyota ließ schon seit 2002 Prototypen in den USA fahren. In dieser Zeit seien unter anderem die Kosten für Tank und Getriebe um 95 Prozent gedrückt worden, hieß es. Das Fahrzeug könne in drei bis fünf Minuten vollgetankt werden und beschleunige von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (96,5 km/h) in zehn Sekunden.

Toyota FCV mit knapp 500 Kilometern Reichweite

Die Reichweite mit einer Tankfüllung liege bei 300 Meilen (gut 480 km), erklärte Toyota. Nach Berechnungen des Konzerns wären für San Francisco, das Silicon Valley sowie im Süden Kaliforniens bei Los Angeles und im Orange County 68 neue Tank-Anlagen notwendig. Schon damit könnten rund 10.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge bedient werden. Die Behörden des Staates hätten bereits 200 Millionen Dollar lockergemacht, um 100 Stationen bis 2024 zu bauen. (dpa)



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