23. Juni 2017

Wegen zu hoher Einfuhrzölle Tesla prüft Autoproduktion in China

Tesla plant eine Autoproduktion in China.
Tesla plant eine Autoproduktion in China. © dpa

Der US-Elektroautobauer Tesla denkt über eine Produktion in China nach. Grund dafür sind die hohen Einfuhrzölle. Der Großteil der Produktion soll aber in den USA verbleiben.




Der Elektroauto-Pionier Tesla will künftig auch Autos im weltgrößten Markt China bauen. Hintergrund sind die hohen Einfuhrzölle, die die Wagen verteuern. Derzeit laufen Gespräche mit der lokalen Regierung von Shanghai zur Ansiedlung einer Produktion in der Metropolregion.

Ende des Jahres wolle das von Elon Musk geführte Unternehmen die Produktionspläne konkreter machen, teilte Tesla am Donnerstag mit. Zwar soll der größte Teil der Produktion in den USA verbleiben. Aber Tesla brauche Fabriken vor Ort, um die Autos in den bedienten Märkten erschwinglich zu machen.


China Vorreiter bei Elektroantrieben

China ist nicht nur der größte Automarkt insgesamt, sondern auch Vorreiter bei Elektroantrieben. Im vergangenen Jahr wurden im Land laut nationalem Herstellerverband CAAM rund 507 000 Fahrzeuge mit E-Antrieb verkauft - ein Wachstum von mehr als 50 Prozent. Die chinesische Regierung hat - auch wegen der smoggeplagten Megacities des Landes - Elektroautos als strategischen Eckpfeiler ihrer Industriepolitik auserkoren.

Tesla hat im vergangenen Jahr etwas mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz in China gemacht - nach Analystenschätzungen sind das rund 11 000 verkaufte Autos. Auf importierte Fahrzeuge entfallen in China Einfuhrzölle von 25 Prozent, die die Autos teurer machen als lokal gefertigte Fahrzeuge. Fällt dieser Zoll weg, kann Tesla besser mit Elektromodellen aus China konkurrieren. Dazu braucht der US-Hersteller im Land aber noch einen lokalen Partner für ein Gemeinschaftsunternehmen.

Derzeit haben die Kalifornier ihre Sportwagen-Limousine Model S sowie den SUV Model X im Angebot. Im Juli soll aber die Produktion des Model 3 starten, mit dem Musk den Massenmarkt bedienen will. (dpa)



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