Renault-Nissan-Allianz: Synergie-Effekte in Milliardenhöhe

9,6 Millionen Fahrzeuge verkauft

Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn
Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn © Renault

Die Renault-Nissan-Allianz hat im vergangenen Jahr seine Einsparungen auf insgesamt fünf Milliarden Euro erhöhen können. Zudem ist die französische-japanische Partnerschaft auf dem Weg zum weltgrößten Automobilhersteller.

Die Renault-Nissan-Allianz hat im Vorjahr die Synergieeffekte um weitere 700 Millionen im Vergleich zu 2015 erhöhen können. Die Einsparungen betrugen fünf Milliarden Euro.

„Skaleneffekte und gemeinsam genutzte Innovationen verschaffen allen Allianzpartnern deutliche Vorteile”, so Carlos Ghosn, Präsident und CEO der Renault-Nissan Allianz. „Wir sind auf dem besten Weg im Jahr 2018 durch Synergien 5,5 Milliarden Euro einzusparen. Dabei ist der Beitrag durch unseren Allianzpartner Mitsubishi Motors noch nicht berücksichtigt.”

Gemeinsame Plattform sorgt für Synergieeffekte

Mitsubishi wurde im vergangenen in die Allianz eingegliedert, nachdem zahlreiche Manipulationen des japanischen Herstellers bekannt wurden. Mitsubishi hatte die Verbräuche der für Nissan gefertigten Pkw manipuliert. Nissan selbst hatte die Manipulationen aufgedeckt und im Zuge des Skandals 34 Prozent der Mitsubishi-Anteile erworben.

Mit Mitsubishi nimmt die Allianz den Titel des weltgrößten Autoherstellers in Visier. 2016 verkauften die Partner weltweit 9,6 Millionen Fahrzeuge in fast 200 Ländern. Den Titel sicherte sich im vergangenen Jahr Volkswagen mit 10,31 Millionen verkauften Einheiten vor Toyota. Die Japaner, zuvor lange Jahre weltgrößter Hersteller, verkauften lediglich 10,17 Millionen Fahrzeuge.

Die Skaleneffekte werden sich auch mit Mitsubishi auswirken. Renault und Nissan benutzen seit 2013 in der Fahrzeugproduktion die gemeinsame Plattform CMF (Common Module Family), die eine vielseitige Produktpalette in Kombination mit einer hocheffizienten Gleichteilestrategie vereint, wie Renault mitteilte. Auch Mitsubishi ist im Produktionsverbund vertreten, wodurch Werkskapazitäten gegenseitig genutzt und die Auslastung der Standorte optimiert werden können. (AG/TF)