22. März 2016

Nach Freisprüchen im Porsche-Prozess Staatsanwaltschaft Stuttgart legt Revision ein

Wendelin Wiedeking ist freigesprochen worden.
Wendelin Wiedeking ist freigesprochen worden. © dpa

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat nach den Freisprüchen für die Ex-Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter Revision eingelegt. Ob es wirklich zu einem erneuten Aufrollen des Falles kommt, ist aber nicht sicher.




Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat nach den Freisprüchen im Porsche-Prozess gegen den früheren Vorstandschef Wendelin Wiedeking und den früheren Finanzvorstand Holger Härter Revision eingelegt. Ein Behördensprecher bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag). Den beiden Managern war Marktmanipulation bei der VW-Übernahmeschlacht 2008 vorgeworfen worden. Damals schwankte der VW-Börsenkurs, Anleger verloren Milliarden. Laut Urteil vom Freitag ließen sich die Angeklagten aber nichts zu Schulden kommen.

"An den Vorwürfen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist nichts dran, nichts - weder vorne, noch hinten, noch in der Mitte", hatte der Vorsitzende Richter Frank Maurer am Freitag am Stuttgarter Landgericht geurteilt.


Zunächst ein formaler Schritt

Die nun eingelegte Revision ist eher ein formaler Schritt, die Frist für die Rechtsmittel wäre Ende März abgelaufen. Es gehe zunächst einmal um die Fristwahrung und darum, sich die Revision vor dem Bundesgerichtshof offenzuhalten, sagte der Sprecher. Wohl bis Anfang Juni liegt die schriftliche Urteilsbegründung der Stuttgarter Richter vor. "Wir möchten erstmal die schriftliche Urteilsbegründung prüfen", sagte der Sprecher der Ankläger. Nach Zustellung des Urteils haben die Ankläger einen Monat Zeit, um definitiv über ihren Revisionsantrag zu entscheiden.

Der Anwalt von Wiedeking, Hanns Feigen, sagte am Montag, er hoffe, dass die Staatsanwaltschaft nach Lektüre der Urteilsbegründung endlich Einsicht zeige und von weiteren Schritten absehe. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Porsche

Dritte Generation des SUVPorsche Cayenne: Hilfe von der Sportwagenikone

Porsche hat den neuen Cayenne dynamischer gestaltet. Damit das SUV agil die Kurven nehmen kann, erhielt der sportliche Geländegänger Hilfe aus dem eigenen Stall.


SUV in der Gunst ganz obenLangfinger bewahren Vorlieben

Die Geschmäcker beim Autodiebstahl bleiben stabil. Auch im vergangenen Jahr waren Modelle der Marken Porsche und Land Rover bei den Langfingern sehr beliebt – mit steigender Tendenz.


Häufigste Unfälle mit LanciaPorsche-Fahrer fleißige Punktesammler

Fahrer von Porsche werden beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg häufiger registriert als die Fahrer von anderen Pkw. Auch die Fahrer einer nicht mehr existierenden Marke häufen verstärkt Punkte an.



Mehr aus dem Ressort

Streit eskaliertHändler fühlen sich von VW im Stich gelassen

Die VW- und Audi-Händler liegen mit dem Autobauer im Streit. Sie fühlen sich wegen der Dieselkrise im Stich gelassen.


Renault-Nissan-Präsident Carlos Ghosn
Neue Strategie «Alliance 2022»Renault-Nissan-Allianz strebt in Richtung weltgrößter Autohersteller

Die Renault-Nissan-Allianz will bis 2022 14 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Gemeinsam mit Mitsubishi sollen in diesem Zeitraum zehn Milliarden Euro an Synergien pro Jahr eingespart werden.


VW Wolfsburg
Plus acht ProzentVW-Konzern mit starkem Absatzplus im August

Der VW-Konzern konnte im August seinen weltweiten Absatz deutlich steigern können. In Deutschland gab es indes Verluste, trotz Umweltprämie.