Daimler weist Anschuldigungen der DUH zurück

Umwelthilfe verklagt Autobauer

Die C-Klasse ist das Streitobjekt
Die C-Klasse ist das Streitobjekt © Mercedes

Die Daimler AG schaut der von der Deutschen Umwelthilfe angestrebten Klage gelassen entgegen. Während die DUH falsche Stickoxid-Werte anprangert, vertraut der Hersteller auf die laufenden Prüfungen der Behörden.

Die Daimler AG blickt der bevorstehenden Klage durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit großer Gelassenheit entgegen. Der Verein verklagt den Autobauer, falsche Qualitätsversprechen abgegeben und damit die Kunden getäuscht zu haben.

„Daimler täuscht die Verbraucher in Modellkatalogen und auf der Konzern-Homepage weiterhin mit falschen Aussagen zu angeblich minimalen NOx-Emissionen des Diesel-Modells Mercedes-Benz C 220 BlueTEC CDi (Euro 6). Die DUH wird deshalb vor dem Stuttgarter Landgericht Klage gegen die Daimler AG einreichen, um die Fortsetzung der Verbrauchertäuschung für alle von den Abgasmanipulationen betroffenen Fahrzeugen gerichtlich untersagen zu lassen“, heißt es in einer Pressemitteilung der DUH.

Daimler gelassen

Daimler selbst weist die Anschuldigungen zurück. „Die angekündigte Klage entbehrt jeder Grundlage und wir sehen ihr mit Gelassenheit entgegen. Wir weisen den Vorwurf der DUH e.V. auf das Schärfste zurück, dass unsere Kunden mit falschen Qualitätsversprechen getäuscht würden“, heißt es aus Stuttgart.

Die DUH hatte im Februar Messungen aus den Niederlanden veröffentlicht, die bei Temperaturen unter zehn Grad plus einen 28-fachen höheren NOx-Wert als erlaubt ergeben hatten. Im Labor wurde dagegen eine 90-prozentige Abgasreinigung gemessen, auf die sich Daimler stützt.

„Die wiederholten, nicht belegten Vorwürfe und eine irreführende Darstellung des Vereins DUH verstehen wir als Versuch, das Unternehmen Daimler zu diskreditieren. Wir vertrauen in die professionelle Arbeit der öffentlich legitimierten Behörden und ihre laufenden Prüfungen und werden diese auch weiterhin vollumfänglich unterstützen“, heißt es weiter. (AG/TF)