3. Januar 2017

Ford verzichtet auf Fabrikbau in Mexiko Trump attackiert General Motors

Donald Trump twittert gerne
Donald Trump twittert gerne © dpa

Donald Trump hat über Twitter General Motors scharf angegriffen. Der größte amerikanische Autobauer solle seine Produktion ganz in die USA verlegen oder hohe Einfuhrsteuern zahlen - Ford hat daraufhin erste Konsequenzen gezogen.




Donald Trump hat den größten US-Autohersteller General Motors (GM) wegen Importen aus Mexiko attackiert. "General Motors schickt in Mexiko gefertigte Modelle des Chevy Cruze steuerfrei über die Grenze zu US-Händlern. Produziert in den USA oder zahlt hohe Einfuhrsteuern!", twitterte der künftige US-Präsident am Dienstag.

Die Opel-Mutter stellt die meisten Chevrolet Cruze im Bundesstaat Ohio her, einige Modelle werden jedoch aus Mexiko importiert. Das Unternehmen äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht. Eigentlich gilt Trumps Verhältnis zu GM bislang aber nicht als belastet. Von Vorstandschefin Mary Barra lässt er sich in Wirtschaftsfragen beraten. Zudem hat Trump eine Vorliebe für die GM-Marke Cadillac.


Ford expandiert in Michigan

Trump, dessen Wahlkampf-Slogan "Amerika zuerst" lautete, ist die Produktion von US-Unternehmen im Ausland ein Dorn im Auge. Auch den GM-Rivalen Ford hat er schon wegen der Verlagerung von Jobs ins Niedriglohn-Nachbarland Mexiko angegriffen, woraufhin der Autohersteller nun die Pläne für eine 1,6 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro) teure Fabrik in San Luis Potosi gestoppt worden seien, wie das US-Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Stattdessen sollten 700 Millionen Dollar in eine bestehende Fertigungsstätte in Flat Rock im Bundesstaat Michigan investiert werden. Die Expansion werde 700 neue Jobs schaffen, teilte Ford mit. Das Werk solle für den Bau von selbstfahrenden und elektrischen Autos erweitert werden. Um die Profitabilität des Konzerns zu steigern, wird Ford allerdings nach eigenen Angaben die neue Generation des Modells Focus in einem bereits bestehenden Werk im mexikanischen Hermosillo herstellen. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Opel

Rainer Bachen, leitender Ingenieur des Opel Ampera-e«Elektrisch laden ist wie Bier zapfen»

Mit dem Ampera-e bringt Opel den derzeitigen Reichweiten-Champion auf den Markt. Das Beladen der großen Batterie wird laut dem leitenden Ingenieur Rainer Bachen die Kunden vor keine allzu großen Probleme stellen.


Technisch verwandt mit Peugeot 3008Opels drittes X: Grandland X feiert Premiere auf der IAA

Opel fährt auf der IAA in Frankfurt im Herbst das bisher größte Mitglied der X-Familie vor. Der Grandland X ist weniger auf das Gelände als für Fahrten auf dem Boulevard vorgesehen.


Betriebsversammlungen an deutschen StandortenNach Übernahme: Opel bündelt europäische Geschäfte

Opel organisiert sich nach der vollzogenen Übernahme durch PSA Peugeot Citroen neu. Wie es nach dem Auslaufen der Job- und Standortgarantien aussehe, ist noch nicht klar – Optimismus herrscht aber vor.



Mehr aus dem Ressort

Nach nur sechs Monaten gibt es die ersten Veränderungen in der Führungsriege von PSA Deutschland
Umstrittene LeasingaktionPSA Deutschland trennt sich von drei Managern

PSA Deutschland beendet das kurze Engagement von drei ranghohen Managern. Dem Trio könnte der Deal mit Sixt Leasing und dem Internetprovider 1&1 zum Verhängnis geworden sein.


Daimler-Chef Dieter Zetsche vor einem Mercedes EQ Concept
Nach starkem ersten QuartalDaimler hebt Gewinnprognose an

Ein kräftiger Gewinnsprung hat Daimler einen glänzenden Jahresauftakt beschert. Dank des guten Absatzwachstums der Mercedes-Modelle werden die Verluste der Truck-Sparte mehr als ausgeglichen.


Faurecia mit gutem GeschäftPSA legt noch vor Opel-Übernahme zu

PSA Peugeot Citroen hat das erste Quartal mit steigen Um- und Absätzen absolviert. Die künftige Opel-Mutter profitierte von Preiserhöhungen und dem guten Geschäft von Tochter Faurecia.