30. September 2013

400 Tankstellen bis 2023 Startschuss für Wasserstoff-Infrastruktur

Das Tanken mit Wasserstoff dauert nur drei Minuten.
Das Tanken mit Wasserstoff dauert nur drei Minuten. © dpa

Sechs Industrieunternehmen haben sich auf den Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes verständigt. Mindestens alle 90 Autobahn-Kilometer soll es in zehn Jahren eine Möglichkeit zur Betankung geben.




Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total treiben den Aufbau eines landesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes voran. Die sechs Partner der "H2 Mobility"-Initiative wollen in den kommenden zehn Jahren rund 400 Tankmöglichkeiten eingerichtet haben. Derzeit existieren in Deutschland 15 Stationen zur Betankung von Wasserstoff-Autos. "Damit schaffen wir für die alltagstaugliche Brennstoffzellen-Technik Schritt für Schritt eine flächendeckende Infrastruktur", sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung am Montag.


Investitionen über 350 Millionen Euro

Neben dem Tankstellenaufbau soll auch die Beschaffung und der Vertrieb strukturiert werden. Nach der geplanten Gründung eines entsprechenden Joint Ventures (vorbehaltlich der Erteilung etwaiger erforderlicher, behördlicher Genehmigungen), startet der stufenweise Ausbau des nationalen Tankstellennetzes bereits im kommenden Jahr, teilte Shell mit. So sollen in den kommenden vier Jahren 100 Tankstellen entstehen.

Als Ziel nehmen sich die Partner vor, alle 90 Autobahn-Kilometer eine Möglichkeit zur Betankung anzubieten. Als Gesamtinvestitionsbedarf gehen die sechs Unternehmen von rund 350 Millionen Euro aus. (AG/TF)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Daimler

Verdacht auf Abgas-BetrugStaatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt bei Daimler

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat mehrere Standorte bei Daimler durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen bekannte und unbekannte Mitarbeiter wegen des Verdachtes auf Manipulationen bei der Abgasnachbehandlung.


Batteriefabrik von Daimler-Tochter AccumotiveBundeskanzlerin Merkel glaubt an Durchbruch der Elektromobilität

Das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 hat Angela Merkel erst kürzlich gekappt. Die Bundeskanzlerin glaubt trotzdem an den Durchbruch der Elektromobilität, sagte sie bei der Grundsteinlegung der Batteriefabrik von Daimler-Tochter Accumotive.


Internet-Konferenz re:publicaDaimler-Zukunftsforscher glaubt nicht an Zukunft von Carsharing

Alexander Mankowsky sieht kaum Chancen für einen Carshring-Markt der Zukunft. Der Zukunftsforscher von Daimler Research & Development sieht eher, dass künftig Fahrzeuge für spezielle Zwecke unterwegs sein werden.



Mehr aus dem Ressort

Zur Vermeidung von FahrverbotenBMW und Audi wollen EU5-Diesel umrüsten

Zur Abwendung von Fahrverboten wollen BMW und Audi EU5-Diesel umrüsten. Nähere Einzelheiten zu den Kosten wurden nach einem Treffen mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Aigner indes nicht gemacht.


Abgas Ausouff neu Aufmacher dpa
Zu hohe Stickoxid-WerteDiesel-Gipfel sucht Lösungen zur Nachrüstung

Am 2. August kommen Bund, Länder und die Autobranche zur Klärung der Nachrüstung von Dieselfahrzeugen zusammen. Damit soll auch ein EU-Verfahren gegen Deutschland abgewendet werden.


Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt
Zwei Diesel-Modelle im VisierVerkehrsminister Dobrindt plant neues Messinstitut

Verkehrsminister Alexander Dobrindt will ein neues Institut zum Messen von Emissionen einrichten. Bei zwei von derzeit 19 getesteten Modellen ergaben sich derweil höhere CO2-Ausstöße.