Startschuss für Wasserstoff-Infrastruktur

400 Tankstellen bis 2023

Wasserstoff als Energieträger ist in Zukunft alternativlos. © dpa

Sechs Industrieunternehmen haben sich auf den Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes verständigt. Mindestens alle 90 Autobahn-Kilometer soll es in zehn Jahren eine Möglichkeit zur Betankung geben.

Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total treiben den Aufbau eines landesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes voran. Die sechs Partner der "H2 Mobility"-Initiative wollen in den kommenden zehn Jahren rund 400 Tankmöglichkeiten eingerichtet haben. Derzeit existieren in Deutschland 15 Stationen zur Betankung von Wasserstoff-Autos. "Damit schaffen wir für die alltagstaugliche Brennstoffzellen-Technik Schritt für Schritt eine flächendeckende Infrastruktur", sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung am Montag.

Investitionen über 350 Millionen Euro

Neben dem Tankstellenaufbau soll auch die Beschaffung und der Vertrieb strukturiert werden. Nach der geplanten Gründung eines entsprechenden Joint Ventures (vorbehaltlich der Erteilung etwaiger erforderlicher, behördlicher Genehmigungen), startet der stufenweise Ausbau des nationalen Tankstellennetzes bereits im kommenden Jahr, teilte Shell mit. So sollen in den kommenden vier Jahren 100 Tankstellen entstehen.

Als Ziel nehmen sich die Partner vor, alle 90 Autobahn-Kilometer eine Möglichkeit zur Betankung anzubieten. Als Gesamtinvestitionsbedarf gehen die sechs Unternehmen von rund 350 Millionen Euro aus. (AG/TF)