23. Juli 2017

Statement des Autobauers «Fahrzeuge der BMW Group werden nicht manipuliert»

BMW-Chef Harald Krüger.
BMW-Chef Harald Krüger. © dpa

Es hat gedauert. Doch nun äußert sich auch BMW zum jüngsten Kartellvorwurf. Zugleich weist der Autobauer den Vorwurf der Abgasmanipulation zurück.




BMW hat seine eigenen Dieselmodelle gegen Vorwürfe der Abgasmanipulation verteidigt und die jüngsten Kartellvorwürfe im Zusammenhang mit den Reinigungssystemen zurückgewiesen. In einer Mitteilung des Konzerns vom Sonntag hieß es: «Fahrzeuge der BMW Group werden nicht manipuliert und entsprechen den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen.» Auch für Dieselautos treffe dies zu.


Kartell mit Preis- und Technikabsprachen

Der «Spiegel» hatte berichtet, dass deutsche Autobauer unter dem Verdacht eines Kartells mit Preis- und Technikabsprachen stehen. Dabei soll es auch um kleinere, billigere Tanks für das Mittel AdBlue gegangen sein, mit dem schädliche Stickoxide aufgespalten werden. BMW stellte klar: «Den Vorwurf, dass aufgrund zu kleiner AdBlue-Behälter eine nicht ausreichende Abgasreinigung in Euro-6-Diesel-Fahrzeugen der BMW Group erfolgt, weist das Unternehmen entschieden zurück.»

Allgemein erklärten die Münchner zudem: «Wir suchen auch in der Abgasreinigung den Wettbewerb. Diskussionen mit anderen Herstellern über AdBlue-Behälter zielten aus Sicht der BMW Group auf den notwendigen Aufbau einer Betankungsinfrastruktur in Europa ab.» Man verwende in den eigenen Abgas-Reinigungssystemen mehrere Komponenten - neben der AdBlue-Technik unter anderem auch sogenannte Speicherkatalysatoren für Stickoxide. «Dadurch werden alle gesetzlichen Emissionsanforderungen erfüllt (...). Deshalb erübrigt sich für die Euro-6-Diesel-Pkw der BMW Group ein Rückruf oder eine Nachrüstung.» Am 2. August wollen Autobauer, Bund und Länder in Berlin über konkrete Maßnahmen gegen die Stickoxid-Belastung beraten. (dpa)



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