15. März 2017

Zweistelliges Wachstum in Nordamerika Chinesischer Markt hält Audi weiter im Minus

Der Audi Q7 legte besonders in Nordamerika zu
Der Audi Q7 legte besonders in Nordamerika zu © Audi

Audi hat auch den zweiten Monat des Jahres im roten Bereich abgeschlossen. Allerdings konnte die Absatzschwäche im stärksten Einzelmarkt stark eingedämmt werden.




Audi bleibt nach den ersten beiden Monaten des neuen Jahres im Minusbereich hängen. Allerdings konnte die VW-Tochter aus Ingolstadt das im Januar weltweit erzielte Minus von 13,5 Prozent stark eindämmen. So schloss Audi den Februar bei 125.100 Neuzulassungen mit einem geringen Minus von 1,1 Prozent ab, liegt aber kumuliert bei 249.100 Verkäufen mit 7,7 Prozent unterm Strich.

Dabei wirkt sich noch die Schwäche auf dem chinesischen Markt zum Jahresauftakt aus. Aufgrund einer strategischen Veränderung mit dem chinesischen Partner FAW hatten die chinesischen Händler vorsichtig disponiert. Knapp 20.000 Fahrzeuge wurden weniger verkauft als im Januar 2016, was einem Minus von 35,3 Prozent entsprach. Im Februar konnte das Minus bei 32.155 Verkäufen auf 5,8 Prozent gesenkt werden.


Zweites Joint Venture in China in Vorbereitung

„Wir sehen in China als globalem Leitmarkt bei Absatz, Digitalisierung und E-Mobilität enorme Chancen für die Zukunft", sagte Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter. „Darauf bereiten wir unser Geschäftsmodell vor und wollen zu umfassenden, langfristig tragfähigen Entscheidungen mit unseren Partnern kommen. Damit gehen wir einen anspruchsvollen, aber wichtigen und richtigen Schritt."

Audi prüft dabei ein weiteres Joint Venture mit SAIC, um weitere Potenziale zu erschließen und rechnet nicht mit einem kurzfristigen Aufschwung im Reich der Mitte. „Diese Phase umfassender struktureller Weichenstellungen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Oberste Priorität hat für uns, das China-Geschäft für alle Beteiligten profitabel weiterzuentwickeln", so Voggenreiter weiter.

Erfolgreiche Q-Familie in Nordamerika

Dagegen legte die Marke mit den vier Ringen in Europa und Nordamerika zu. In Europa wurde ein Wachstum von 1,9 Prozent bei 66.400 Euro erzielt. In den USA kauften 13.741 Kunden einen Audi, was einem Wachstum über 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Besonders der neue Q7 war gefragt und legte bei 2477 Einheiten um 49,8 Prozent zu. Insgesamt kletterte der Q-Absatz um 35,8 Prozent auf 6874 Neuzulassungen zu, fast die Hälfte der Gesamtverkäufe in den Staaten.

Durch die Einführung des A5 Coupés in den USA und Kanada im März erwarten die Verantwortlichen neuen Schwung. Für die erste Generation des Modells waren die Vereinigten Staaten der größte Absatzmarkt weltweit, wie der Hersteller mitteilte. (AG/TF)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Audi

Schaeffler-Piloten ohne Punkte in ParisTeamchef Abt: Hoffe, dass wir Pech für diese Saison aufgebraucht haben

Sebastien Buemi hat beim sechsten WM-Lauf der Formel E der Konkurrenz einmal mehr die Rücklichter gezeigt. Daniel Abt und Lucas di Grassi vom Team Abt Schaeffler Audi Sport blieben ohne Punkte.


Vereinbarung unterzeichnetAudi legt Streit mit chinesischen Händlern bei

Der Absatz von Audi war auf dem so wichtigen chinesischen Markt in den vergangenen vier Monaten eingebrochen. Nun hat die VW-Tochter ihren Streit mit den Händlern beendet und hofft wieder auf bessere Absatzzahlen.


Hauptversammlung in NeckarsulmKritik an Millionen-Boni für Audi-Chef Stadler

Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von Audi-Chef Stadler gerade verlängert – und ihm das Vertrauen ausgesprochen. Von den Aktionären gab es indes auf der Hauptversaammlung Kritik – auch an den Millionen-Boni für den Manger.



Mehr aus dem Ressort

Größter Wachstumsmarkt für ElektroautosChina öffnet VW Weg in die Elektromobilität

Volkswagen kann auf dem chinesischen Markt groß in die Elektromobilität investieren. Eine chinesische Behörde genehmigte das mit dem chinesischen Hersteller Jianghuai gemeinsame Projekt zur Herstellung günstiger Elektroautos.


US-Präsident Donald Trump
Nach Trumps verbalen AngriffenDeutscher Marktanteil auf US-Automarkt sehr gering

US-Präsident Donald Trump hat sich über Millionen Autos deutscher Hersteller in den USA beklagt. Dabei liegt der Marktanteil von VW, Mercedes, BMW und Co im einstelligen Bereich – und gebaut wird in den Staaten.


GM Detroit Opel neu Aufmacher dpa
Wegen Abgas-ManipulationDer Nächste bitte: Sammelklage gegen GM

Nach VW und Fiat Chrysler befindet sich in den USA mit General Motors erstmals ein einheimischer Hersteller wegen Abgas-Manipulationen im Visier der Justiz. Zugleich gerät mit Bosch ein Autozulieferer immer stärker unter Druck.