Toyota Aygo: Auch als Gebrauchtwagen solide

Der Toyota Aygo. © Toyota

Der Toyota Aygo ist ein ideales Stadtfahrzeug. Wer Interesse an dem kleinen Japaner als Gebrauchtwagen hat, trifft damit keine schlechte Wahl.

Rund fünf Jahre ist Toyotas Aygo in der zweiten Generation auf dem Markt. Entsprechend finden sich in bereits größerer Zahl Gebrauchtexemplare zu günstigen Preisen. Fahrzeuge mit gehobenem Kilometerstand werden schon unter 5000 Euro angeboten. Immerhin bekommt man für dieses Geld einen technisch modernen, sympathischen Kleinstwagen, der auch mit ein paar Jahren auf den Buckel als solide gilt.


Zwar kommt der neue Aygo im Vergleich zum Vorgänger deutlich lifestyliger daher, doch handelt es sich um einen unvermindert kurzen Autozwerg. Das hat unter anderem Vorteile bei der Parkplatzsuche, denn mit 3,46 Meter Länge reichen kleine Lücken, der Wendekreis ist mit 9,6 Meter ebenfalls bescheiden. Vorne bietet der Aygo noch ausreichend gute Bein- wie auch Kopffreiheit. Hinten wird es kuscheliger, wenn auch nicht dramatisch eng.

Erwartbar kleiner Kofferraum

Wirklich klein fällt der Kofferraum aus, dessen 168 Liter für zwei kompakte Trolleys in aufrechter Position reichen. Dank umklappbarer Rückbanklehne kann der Stauraum auf über 800 Liter wachsen. Den Aygo II kann man mit zwei oder vier Einstiegstüren bekommen. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, sollte nach Exemplaren mit Fondtüren Ausschau halten, da die Zusatzportale das Anschnallprozedere erleichtern. In Hinblick auf Qualitätsanmutung und Ausstattung sollte man keine allzu hohen Ansprüche stellen. Trotz stellenweise sogar schicker Details bleibt der Aygo ein rundum kostenoptimiertes Auto.

Bescheidenheit ist auch bei den Antrieben angesagt. Eigentlich gibt es nur einen Einliter-Dreizylinder, den mittlerweile allerdings in zwei Leistungsstufen. Die ersten vier Baujahre waren es 69 PS, seit dem Facelift im Sommer 2018 leistet der Benziner 72 PS. In beiden Fällen ist der Vortrieb ähnlich bescheiden wie der Verbrauch, der laut Toyota bei rund vier Litern liegen soll. Praktisch wird man eher einen Liter mehr verfeuern. Wer keine Lust auf Schaltarbeit hat, kann den Aygo auch mit Automatik bekommen. Allerdings hat diese Variante auf dem Gebrauchtmarkt Seltenheitswert.

X-Play gute Alternative

Zur Basisausstattung eines jeden Aygo gehören ESP, sechs Airbags und Projektionsleuchten. Eine attraktivere Alternative zum ansonsten spartanischen Grundmodell ist die Version X-Play Touch, idealerweise ergänzt durch das X-Smart-Paket, das neben dem Infotainment-System X-Touch mit 7-Zoll-Touchscreen noch eine Klimaautomatik umfasst.

Das Heck des Toyota Aygo. Foto: Toyota

Trotz der üppigen Zahl an Airbags ist der Aygo kein Musterschüler in Sachen Sicherheit. Beim EuroNCAP-Crashtest gab es 2017 für die einfache Variante nur drei Sterne. Ist das Sicherheitspaket Safety Sense an Bord, ist ein Kollisionsverhinderer dabei, den EuroNCAP seinerzeit mit einem Extra-Stern belohnte.

Bislang beim TÜV unauffällig

Bislang gilt der Aygo II in Hinblick auf Langzeitqualitäten und Fehleranfälligkeit als unauffällig. Ähnlich wie der Vorgänger kommt auch die aktuelle Generation mit einer durchschnittlichen Fehlerquote durch die TÜV-Untersuchungen. Gehäufter Probleme machen lediglich Beleuchtung und Bremsen. Auch die Pannenstatistik des ADAC weist den Toyota als sichere Bank aus.

Wer ein günstiges und modernes Automobil für die Stadt sucht, ist mit dem Toyota Aygo II bestens bedient. Die Gebrauchtpreise haben bereits ein mittleres vierstelliges Niveau erreicht, was ihn angesichts seiner Langzeitqualitäten zu einer durchaus attraktiven Option im Kleinstwagensegment macht. (SP-X)

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