SAIC-Studien: Blick auf das Auto von übermorgen

SAIC-Studien: Blick auf das Auto von übermorgen
Ziemlich sicher befinder sich der E-Antrieb beim Ryzr zwischen oder in den beiden Hinterrädern © SAIC Design

Auch in Europa will Chinas größer Autokonzern SAIC endlich punkten. Die Concept-Cars R Ryzn und MG Maze zeigen, was möglich sein könnte.

Der chinesische Autokonzern SAIC betreibt in London ein eigenes Design-Center, das nun zwei futuristische Konzeptfahrzeuge für die Konzernmarken MG und R vorgestellt hat. Die Maze und Ryzr getauften Mobile fallen durch eigenwilliges Design und viele außergewöhnliche Details auf.


Der R Ryzr hätte das Zeug, als Filmauto in einem Science-Fiction-Streifen mitzuspielen. Allerdings stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt um ein Auto im eigentlichen Sinn handelt. Mittig wird das zweispurige Fahrzeug von einer Konstruktion überspannt, die an ein Flugobjekt erinnert, allerdings nicht die Funktion eines Daches übernimmt. Ein solches ist schlicht nicht vorhanden. Stattdessen sind links und rechts von der schmal bauenden Mitte zwei freischwebende Sitze montiert, auf denen die Insassen den Elementen weitgehend ungeschützt ausgesetzt sind.

Die Vorderachse soll das Auto agil machen wie ein Motorrad

Die breite Vorderachse zeichnet sich durch eine besondere Neigungstechnik aus. Foto: SAIC Design

Im Heck, wo sich vermutlich der Antrieb befindet, gibt es zwei breite und eng beieinander liegende Räder. Vorne hingegen ist die Spur zwischen den beiden schmalen Rädern wesentlich breiter. Laut SAIC Design soll die Fahrwerksgeometrie dem Fahrzeug die Agilität eines Motorrads und zugleich eine autoähnliche Stabilität verleihen. Wer den Ryzr fahren will, braucht keinen Schlüssel, Signalgeber oder ein Smartphone – stattdessen legitimiert sich der Fahrer mit einer speziell auf das Fahrzeug zugeschnittenen Jacke.

Kompakter Elektro-Zweisitzer MG Maze

Mehr wie ein Auto kommt der ebenfalls futuristische MG Maze daher. Foto: SAIC Design

Definitiv als Auto identifizierbar ist der ebenfalls futurisch inszenierte Elektro-Kleinwagen MG Maze. Es handelt sich um einen kompakten Zweisitzer mit weit in die Ecken der Karosserie gerückten Rädern. Der Maze soll sich durch eine für den Einsatz im urbanen Umfeld ausgelegte Agilität und Funktionalität auszeichnen.

Mit seiner transparenten Hülle orientiert sich der kleine Flitzer an das Design von Gaming-Computern, die Einblick auf das Innere der sonst verborgenen Technik geben. Unter der teilweise transparenten Polycarbonat-Hülle zeigen sich neben GPU, CPU und Kühlung auch verschiedene LED-Leuchteinheiten.

Klappe hoch – Schwebesitze nach vorn

Türen gibt es nicht. Stattdessen öffnet sich die transparente Kuppel nach oben. Foto: SAIC Design

Wollen Gäste einsteigen, klappt der obere transparente Teil des Maze nach hoch, während die von beweglichen Armen von hinten gehaltenen Schwebesitze nach vorne rücken. Nach dem Einsteigen werden die Gäste in Position gebracht. Ein Lenkrad gibt es nicht, der Maze wird stattdessen mit einem Smartphone gesteuert.

Dabei soll die Welt der Mobilität mit der digitalen Gamingwelt verschmelzen. Den Gaming-Aspekt soll ein „unterhaltsames und angenehmes“ Fahrerlebnis verstärken, Angaben zum E-Antrieb oder zur Größe der austauschbaren Batterie werden keine gemacht. (SP-X)

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