Warten beim Neuwagenkauf zahlt sich aus

Rabattstudie des CAR

Die Lust am Neuwagenkauf geht laut Aral zurück. © dpa

Das Rabattniveau im November ist auf einen neuen Tiefpunkt im bisherigen Jahresverlauf gerutscht. Doch das bleibt nach einer Studie des Center Automotive Research (CAR) nur eine Momentaufnahme.

Dafür sorgen die ab dem kommenden Jahr geltenden CO2-Grenzwerte der EU. Nur mit effizienten Antrieben wie Elektroautos und Plug-in-Hybriden werden die Hersteller in der Lage sein, einen CO2-Flotttenverbrauch von 95 g/km zu erreichen. Entsprechend müssen die Antriebe in den Markt gedrückt werden.


„Mit dem Jahr 2020 kommen die CO2-Rabatte. Neuwagen mit geringem Verbrauch werden mit höheren Rabatten im Markt platziert“, stellt die Rabattstudie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen fest. Als Beispiel nennen die Autoren das Beispiel Peugeot. Dessen Händler müssten ab dem kommenden Jahr zusätzliche Elektro- und CO2-Ziele erfüllen. „Reißt ein Händler die Verkaufsvorgaben für Elektroautos, wird sein Bonus empfindlich gekürzt. Peugeot erhöht damit enorm den Druck auf seine Händler.“ Gleiches dürfte auch auf Citroen und Opel zutreffen, mutmaßen die Wissenschaftler.

Deutliches Nachlass beim Seat Mii

Aber auch andere Hersteller würden hier deutliche CO2-Rabatte gewähren. Als Beispiel wird Seat mit seinem Elektro-Kleinstwagen Mii electric genannt. Er kann für eine Monatsrate von 145 Euro bei einer Anzahlung von 2000 Euro über drei Jahre bei einer Laufleistung von 10.000 Kilometer geleast werden. Bezogen auf den Listenpreis ergäbe sich ein Rabatt von 33,2 Prozent.

Unabhängig vom kommenden CO2-Rabatt konnten Kunden aber auch im Vormonat hohe Rabatte beim Neuwagenkauf erzielen. Das trifft beispielsweise auf BMW zu, dessen Rabattniveau höher war als das von Audi. So vermarktet BMW den X1 mit einem Nachlass von 19,4 Prozent. Für einen Ford Kuga gibt es nur 18,7 Prozent, eine Hyundai Tucson wird mit einem Nachlass von 15,7 Prozent angeboten. Dass Volumenmarken weniger Rabatt bieten als Premiummarken, sei ungewöhnlich. „Die Entwicklung zu höheren Nachlässen ist bei BMW schon eine ganz Zeit zu erkennen. Die steigenden Rabatte bei BMW bergen die Gefahr von negativen Effekten auf den Markenwert“, so die Autoren.

Sie raten Autokäufern aufgrund der kommenden CO2-Rabatte mit dem Neuwagenkauf noch bis zum kommenden Jahr zu warten. Daneben werde ein schwächer werdender Automarkt dazu beitragen, dass das Rabattniveau wieder steigt.