Kleine Gebrauchte für Großstadtsingles

Luxus statt Platz

Der Mini ist der Klassiker unter den Kleinwagen © Mini

Großstadtsingles können bei Fahrzeugen häufig auf Länge und Größe verzichten. Dafür kann der ein oder andere Euro in Komfort oder Lifestyle investiert werden.

Singles können bei einem Gebrauchtwagen auf ein großes Platzangebot verzichten. Das gesparte Geld lässt sich dann in ein klein wenig Luxus investieren. Hier ein paar Vorschläge für alleinstehende Großstadtbewohner.

Klassiker Mini mit Schwächen

Klassischstes aller urbanen Single-Autos ist wohl das Mini Cabrio. Der offene Kleinwagen ist zwar alles andere als geräumig, dafür punktet er mit Fahrspaß, Wendigkeit und einem ordentlichen Flirt-Faktor. Ganz billig ist der Zweisitzer mit der kaum nutzbaren Fondbank allerdings nicht, mindestens 10.000 Euro müssen für ein zwei bis drei Jahre altes Modell investiert werden. Das ist vor allem seiner großen Popularität und dem guten Werterhalt geschuldet, an der Verarbeitung hingegen kann es nicht liegen.

Wassereinbrüche, platzende und undichte Scheiben und klappriges Interieur gehören zu den Schattenseiten des Lifestyle-Mobils. Auch Lenkung, Bremsen und Beleuchtung fallen beim TÜV ebenfalls überdurchschnittlich häufig negativ auf. Als Motorisierung empfiehlt sich der 90 kW/122 PS starke Benziner im Cooper, der am besten zum Charakter des kleinen Fronttrieblers passt.

Smart mit geräumigem Gepäckfach

Das Smart Cabrio ist auch gebraucht nicht günstig Smart

Vergleichsweise solide präsentiert sich das zweite prototypische Großstadt-Single-Auto, der Smart Fortwo. Trotz seiner geringen Länge von 2,70 Metern haben zwei Insassen ordentlich Platz und auch die Wochenendeinkäufe kommen in dem überraschend geräumigen Gepäckfach unter – inklusive Wasserkästen.

Technisch präsentiert sich der Daimler-Zögling ebenso solide, auch extremer Kurzstreckeneinsatz macht ihm kaum zu schaffen. Für Probleme sorgen eher Kleinigkeiten wie Lackfehler, hakelige Rückwärtsgänge oder pfeifende Gebläsemotoren. Wie schon als Neuwagen gehört auch ein gebrauchter Smart zu den teuren Kleinstwagen – rund 5500 Euro sollten für das Coupé investiert werden, das Cabrio ist noch etwas teurer. Beste Motorenwahl ist der Dreizylinderbenziner mit 52 kW/71 PS, der vernünftige Fahrleistungen mit geringem Verbrauch kombiniert.

Italienisches Flair mit dem Fiat 500

Der Fiat 500 erweist sich als zuverlässig Fiat

In Sachen Zuverlässigkeit hatte Fiat lange Zeit nicht den besten Ruf. Der Retro-Stadtflitzer Fiat 500 zeigt, dass die Italiener dazugelernt haben. In der ADAC-Pannenstatistik belegte der Viersitzer zuletzt den zweiten Platz in seiner Klasse. Kaufgrund dürften in der Regel aber weiche Faktoren wie das niedliche Äußere und das italienische Flair sein. Vor allem das Cabrio mit Rolldach ist ein Hingucker.

Kleine Schwächen wie die schlechte Rundumsicht und die stuckerige Federung fallen da kaum ins Gewicht. Beim Kauf sollten Interessenten aber auf eine rostfreie Auspuffanlage und ordentliche Stoßfänger achten. Dann sind die knapp 8900 Euro für die Limousine oder die rund 10.500 Euro für das Cabrio gut angelegt. Für den Stadtverkehr reicht der kleinste Benziner mit 51 kW/69 PS aus.

Fahrspaß im Mazda MX-5

Der Mazda MX-5 hat Kultcharakter Mazda

Für Fahrspaß und Zuverlässigkeit zugleich steht der Mazda MX-5. Der kleine Nippon-Roadster wartet mit Hinterradantrieb sowie knackigem Fahrwerk auf und landet in der TÜV-Mängelliste regelmäßig auf den vorderen Plätzen. Käufer sollten aber auf Rost an den Türfalzen achten – eines der wenigen bekannten Probleme.

Auf Gepäckraum und übermäßige Bewegungsfreiheit müssen Fahrer des schmal geschnittenen Zweisitzers allerdings verzichten. Als Motorisierung reicht der kleine Benziner mit 93 kW/126 PS vollkommen aus. Die Preise starten bei rund 10.000 Euro. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.