Mercedes Concept GLC Coupé: Jagd auf den BMW X4

Premiere in Shanghai

Der Mercedes GLC Concept wurde in Shanghai gezeigt.
Der Mercedes GLC Concept wurde in Shanghai gezeigt. © Daimler

Noch ist es eine Studie, doch im Jahr 2016 dürfte sie in Serie gehen: das Mercedes Concept GLC Coupé feiert gerade auf der Shanghai Auto Show Premiere. Der Standard GLC wird im Herbst auf der IAA in Frankfurt gezeigt.

Mercedes baut sein Angebot an SUV-Coupés aus. Noch bevor im Sommer die entsprechende Variante des M-Klasse-Nachfolgers GLE auf den Markt kommt, zeigen die Stuttgarter auf der Shanghai Auto Show mit dem Concept GLC Coupé, wie solch ein Mix aus Gelände- und Sportwagen eine Klasse tiefer aussehen könnte. Noch handelt es sich um eine Studie, das Serienauto wird 2016 folgen.

Zunächst debütiert auf der IAA im Herbst dieses Jahres der Standard-GLC. Gegenüber dem Vorgänger GLK ändert sich nicht nur der Name, sondern auch der Auftritt. Statt des an die kantigen Geländewagen der G-Klasse angelehnten Designs gibt es sportliche Linien im Stil von GLA und GLE. Besonders ausgeprägt sollen diese dann beim GLC Coupé sein, das mit angeschnittenem Heck, rahmenlosen Seitenfenstern und muskulösen Anbauteilen aufwartet. Die Studie trägt unter anderem Powerdomes auf der Motorhaube, zwei vertikal angeordnete Doppel-Endrohre und einen Unterfahrschutz mit Kühlschlitzen.

V6-Biturbo mit 367 PS

Passend zum sportlichen Auftritt wurde der Antrieb gewählt. Unter der Haube arbeitet der aus der Limousine C450 AMG bekannte V6-Biturbo-Benziner mit 270 kW/367 PS, der seine Kraft über eine Neunstufenautomatik an alle vier Räder verteilt. Für das Serienmodell wären aber auch die Vierzylinder-Turbobenziner und -Diesel aus der C-Klasse denkbar. Ebenso die beiden Hybridantriebe – mit und ohne Plug-in-Technik. Die Preisliste für den GLC dürfte bei etwas unter 50.000 Euro starten.

Antreten muss das GLC Coupé vor allem gegen den BMW X4. Die Münchner hatten die Klasse der SUV-Coupés 2008 mit dem großen X6 erfolgreich begründet, seit Frühjahr 2014 wirbt der kleinere X4 als schnittige Alternative zum X3 um Kunden. Auch Audi plant mittlerweile entsprechende Ausführungen seiner Q-Modelle. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.