Ford Transit Custom: Begehrtes Urgestein

Leichtes Nutzfahrzeug mit 130 PS

Der Ford Transit Custom. Foto: AG/Flehmer
Auch als abgelaufenes Modell kann der Ford Transit Custom noch mithalten. © AG/Flehmer

Der Ford Transit behauptet seine traditionelle Position unter den Lademeistern. Das Urgestein trotzt den etablierten Transportern ebenso wie der aufstrebenden Konkurrenz aus Stuttgart und Wolfsburg.

Das Urgestein hängt noch alle ab. In der umkämpften Ein-Tonnen-Liga führt der Ford Transit seit Jahren das Feld an. Analog zur Sprinterklasse müsste es bei den kleinen Nutzfahrzeugen Transitklasse heißen.


Damit dieser Name sich durchsetzen könnte, haben die Kölner dem Lastesel im vergangenen Jahr ein Facelift zukommen lassen. Zahlreiche Assistenten und komfortable Neuerungen im Innenraum führen den Transporter in die Moderne, was sich natürlich an den Preisen bemerkbar macht. Der Chef, der auf den Cent achten muss, kann aber immer noch auf das alte Modell zurückgreifen, das sich im Feld der modernen Transporter immer noch wacker hält.

Schmale Kost im Innenraum

Sicher, im Cockpit erwartet dann die drei Insassen schmale Kost. Anstatt einem großen Touchscreen ist dort noch das kleine Display verbaut, das nicht immer intuitiv zu bedienen ist. Auch bleiben moderne Fahrassistenzsysteme außen vor. Für einen Paketpreis von 2785 Euro netto gibt es den Fahrspurassistenten mit sensiblem Müdigkeitswarner, den Fernlichtassistenten sowie eine scharfe Rückfahrkamera, die den Einparkvorgang des 5,37 Meter langen Transit Custom (L2) sehr erleichtert.

Für den Fahrer gibt es einen verstellbaren Sitz, die beiden Beifahrer müssen sich mit einer nicht verstellbaren Bank begnügen. Besonders auf längeren Strecken wird dann öfters mal eine Pause eingelegt. Hier ist der Nutzfahrzeug-Gedanke im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar. Auch das in die Jahre gekommene Sync2-System erfüllt nicht alle Ansprüche, die ein Chef aktuell erfüllt haben möchte.

Ford Transit Custom schafft 1,4 Tonnen zusätzlich

Der Laderraum des Ford Transit Custom. Foto: AG/Flehmer
Dank niedriger Ladekante kann der Ford Transit Custom leicht beladen werden. Foto: AG/Flehmer

Ohne Abstriche aber punktet der Transit bei der Ladefläche. Bei einem Radstand von 3,30 Metern passt allerlei hinein. Dabei sollten 1,4 Tonnen nicht überschritten werden. Dank Ösen im Boden und an den Wänden kann das Gut gut verzurrt werden, nachdem es durch die seitliche Schiebetür oder die beiden hinteren Klappen dank einer niedrigen Ladekante bequem verladen werden konnte.

Als passendes Zugpferd bietet sich der zwei Liter große Turbodiesel mit 96 kW/130 PS an. 385 Newtonmeter stehen dann zwischen 1500 und 2000 Umdrehungen zur Verfügung. Damit beschleunigt der Kastenwagen ordentlich und schafft auf der Autobahn 155 km/h. Knappe acht Liter benötigt der Transporter, wenn er leicht beladen über Land kutschiert wird. Die Geräusche des Selbstzünders sind dabei vernehmbar, halten sich aber zurück. Doch ist der Transit ja auch kein Pkw, sondern ein leichtes Nutzfahrzeug, das seine Arbeit ordentlich verrichtet.

Ford Transit Custom 340 L2 Trend ab 32.400 Euro

Das Heck des Ford Transit Custom. Foto: AG/Flehmer
In zwei Längen gibt es den Ford Transit Custom. Foto: AG/Flehmer

32.400 Euro netto für den Kastenwagen 340 L2 Trend muss der Chef hinblättern. Kommen noch das bereits angesprochene Sichtpaket sowie weitere sinnvolle Accessoires wie Stopp-Start-System, ein 12 Volt-Anschluss, eine Hochleistungsbatterie sowie die Schutzmaßnahmen für den Laderaum hinzu, müssen weitere 5100 Euro netto investiert werden. Doch die Investitionen werden gemacht, sonst würde das Urgestein nicht von der Spitze grüßen.

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