Niedrige Spritkosten bremsen Elektroautos aus

SUV-Absatz zieht an

Ein BMW i3 an der Ladestation
Ein BMW i3 an der Ladestation © BMW

Der Absatz nach alternativen Antrieben ist verhalten. Nun bremsen die niedrigen Treibstoffkosten Elektro-und Hybridfahrzeuge weiter aus. Die Nachfrage nach SUVs steigt indes.

Die niedrigen Treibstoffpreise bremsen den ohnehin schwachen Absatz von Elektro- und Hybrid-Autos nach einer Analyse zusätzlich aus. «Billiges Benzin und Diesel treiben den Wunsch nach mehr PS und mehr SUV und lassen alternative Antriebe verkümmern», sagte Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer bei der Vorlage der Kurzstudie am Mittwoch in Duisburg.

Eine Auswertung der Neuzulassungen zeige, dass Autokäufer in Deutschland Elektroautos und Hybride - also Fahrzeuge, die Verbrennungsmotor und Elektroantrieb kombinieren - links liegen ließen, während die Nachfrage nach sportlichen Geländewagen (SUVs) brumme wie nie.

28 Modelle mit alternativen Antrieben

Die deutschen Hersteller haben nach den Angaben 2014 im Inland zusammen 1,88 Millionen Autos abgesetzt - davon seien die 28 Modelle mit Hybrid, Plug-in Hybrid oder reinem Elektroantrieb zusammen nur 8463 Mal verkauft worden. Fast die Hälfte davon sei zudem vom Hersteller oder Händler zugelassen worden, sagte Dudenhöffer: «Pro Modell haben die deutschen Autobauer im Jahr 2014 monatlich nur 14 Fahrzeuge an echte Endkunden - also ohne Eigenzulassungen - verkauft.» Das zeige, wie deprimierend das Geschäft mit alternativen. (dpa)