Blitzeis sorgt für Millionenschäden

Teile der A31 gesperrt

Blitzeis kann zur tödlichen Falle werden © Foto: dpa

Der Winter ist kurzzeitig zurückgekehrt. Auf den Autobahnen im Norden und Nordwesten der Republik gab es aufgrund von Blitzeis zahlreiche Unfälle – zum Glück ohne Todesfolge.

Blitzeis und Schnee haben in der Nacht zum Mittwoch im Norden Deutschlands für zig Verkehrsunfälle gesorgt. Meist blieb es nach Polizeiangaben bei Blechschäden. Der beträgt allein in Nordrhein-Westfalen nach Polizeiangaben insgesamt etwa 2,2 Millionen Euro. Zwischen 20.00 Uhr und 4.00 Uhr zählten die Beamten 487 witterungsbedingte Unfälle. Dabei wurden 12 Menschen schwer und 58 leicht verletzt.

Familie aus dem Auto befreit

Am stärksten betroffen war nach ersten Angaben das Münsterland. Bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 31 (Dorsten-Emden) in Höhe Legden wurden vier Menschen schwer verletzt. Teile der A31 waren zwischenzeitlich gesperrt worden. Bei einer Schleuderpartie in Münster wurden drei Menschen verletzt, darunter ein 39 Jahre alter Mann schwer. Auf derselben Straße befreite kurz darauf ein Familienvater nach einem Unfall seine Frau und drei Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren aus dem Auto, das auf dem Dach gelandet war.

In Bochum rutschte laut Feuerwehr ein Lastwagen in den Graben, wobei der Fahrer leicht verletzt wurde. Vier Männer im Alter von 21 bis 24 Jahren wurden bei der Kollision zweier Autos im Oberbergischen Kreis verletzt.

Fahrer passen Geschwindigkeit schnell an

Die niedersächsische Polizei zählte Dutzende Unfälle. In Melle im Kreis Osnabrück schleuderte eine 30-Jährige mit ihrem Auto gegen einen Baum. Dank des Seitenairbags wurde sie nur leicht verletzt. «Als es nach dem Regen anfing zu scheinen, haben die Leute schnell ihre Geschwindigkeit angepasst», sagte ein Polizeisprecher in Hannover. Ein Kollege aus Bremen kommentierte die Belchschäden: «Das ist das ganz Normale Hin-und-Hergerutsche bei Glatteis.»

In Hamburg verunglückten mehrere Autofahrer auf glatten Straßen. Im Osten der Hansestadt sei es zu einer «leichten Häufung» von Unfällen gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Auch ein Sprecher des Lagedienstes in Kiel sagte: «Es ist glatt überall.» Schwere Unfälle gab es in Schleswig-Holstein zunächst jedoch nicht.