ADAC: Kraftstoffpreise müssten stärker sinken

Kritik an Mineralölkonzernen

Die Spritpreise sind gesunken.
Die Spritpreise sind gesunken. © dpa

Der ADAC übt Kritik an den Mineralölkonzernen wegen der Preispolitik. Für den Automobilclub hätten die Preise weitaus stärker zurückgehen müssen als bisher geschehen.

Deutschlands Autofahrer müssen an den Tankstellen weiter zu tief in die Tasche greifen. Deshalb hat der ADAC die Mineralölkonzerne wegen ihrer Preispolitik kritisiert. Nach Auffassung des Automobilclub hätten die Kraftstoffpreis an den Tankstellen weitaus stärker fallen müssen als bislang geschehen.

Ein Liter Super E10 nur 1,8 Cent günstiger

Nach der wöchentlichen Auswertung des ADAC sank der Preis für einen Liter Super E10 gegenüber der Vorwoche um 1,8 Cent und liegt damit derzeit bei durchschnittlich 1,522 Euro. Beim Diesel sank der Preis um 1,7 Cent und kostet aktuell im Schnitt 1,375 Euro. „Während Ölpreisanstiege stets unverzüglich über höhere Kraftstoffpreise an die Autofahrer weitergegeben werden, sehen die Ölmultis bei sinkendem Ölpreis dagegen meist keinen Anlass, Benzin und Diesel entsprechend günstiger anzubieten“, kritisiert der Club.

Der ADAC rät Autofahrern auf dem Weg in die Sommerferien zum Preisvergleich, vor allem auch im Ausland. So kostet beispielsweise in Österreich Benzin 1,439 Euro je Liter, in Luxemburg liegt der Preis für Ottokraftstoff bei 1,374 Euro, für Diesel bei 1,197 Euro. Noch günstiger sei das Tanken im Nachbarland Polen. Hier zahlt man für den Liter Diesel 1,294 Euro, für einen Liter Benzin werden 1,323 Euro aufgerufen. (AG)