27. Februar 2016

ADAC-Test Sommerreifen jedes Jahr ein Stück besser

Drei von 32 getesteten Sommerreifen fielen durch.
Drei von 32 getesteten Sommerreifen fielen durch. © ADAC

Die Sommerreifen nehmen kontinuierlich an Qualität zu. Beim Test des ADAC fielen nur drei von 32 getesteten Pneus ab.




Die Sommerreifen haben den diesjährigen Test des ADAC zumeist bestanden. „Im Ergebnis entwickeln die Hersteller ausgewogene Reifen ohne Spitzen in den einzelnen Kriterien – mit einer erfreulichen Qualitätssteigerung insgesamt über die Jahre hinweg“, sagte ADAC-Projektleiter Daniel Bott.

Dass die Spitzen ausfallen, liegt an dem Zielkonflikt, dem die Hersteller unterlegen sind. Vor allem das Nässeverhalten geht zu Lasten anderer Merkmale. Zwar verhindern tiefe Längsrillen ein das Aufschwimmen und im schlimmsten Falle Aquaplaning bei Nässe, doch gibt es dann Abzüge bei der Kurvenstabilität auf trockener Fahrbahn.


Vredestein und Continental Testsieger

Somit sind auch die 18 verteilten Noten mit „befriedigend“ zu verstehen, denen eine schwächere Leistung auf nasser Fahrbahn eine bessere Einstufung kostete. Besser machten es elf Hersteller, deren Pneus mit „gut“ abschnitten. Die in den Klassen Kleinwagen, Mittelklasse und untere Mittelklasse getesteten Reifen mussten sich den Kategorien Verschleiß, Kraftstoffverbrauch, Geräusch und Verhalten auf trockener bzw. nasser Fahrbahn unterziehen.

Als Testsieger bei den Kleinwagen überzeugte der Vredestein Sportrac 5 mit der Bestnote auf nasser Fahrbahn. In der größeren Dimension glänzte der Continental ContiSportContact 5 sowohl auf trockener wie auf nasser Fahrbahn mit Bestnoten, wie der Verkehrsclub mitteilte.

Drei Verlierer des Sommerreifentests

Dagegen fiel in der Kleinwagen-Dimension (185/65 R15) der Nankang Green-Sport-Eco2+ mit dem höchsten Kraftstoffverbrauch auf nasser Fahrbahn ab. In der Dimension 225/45 R17 erhielt der Maxxis Victra Sport VS01 wegen unbefriedigender Eigenschaften auf nasser Fahrbahn ebenfalls nur ein „ausreichend“.

Schlusslicht ist der GT Radials Champiro VP1, der schon auf trockener Fahrbahn deutliche Schwächen aufweist und auf nasser Fahrbahn als nicht wettbewerbsfähig eingestuft wurde und somit als einziger ein „mangelhaft“ erhielt. (AG/TF)



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