7. März 2017

Opel-Premieren in Genf «Mit dem neuen Insignia haben wir ein Statement gesetzt»

Opel setzt große Hoffnungen auf den neuen Insignia Fotos ▶
Opel setzt große Hoffnungen auf den neuen Insignia © AG/Mertens

Opel steht auf dem Autosalon in Genf im Mittelpunkt des Interesses - vor allem wegen der tags zuvor verkündeten Übernahme durch den PSA-Konzern. Aber nicht nur. Auch die in der Schweiz gezeigten Modelle Insignia und Crossland X lassen die Verantwortlichen positiv in die Zukunft schauen.




Von Frank Mertens

Opel schaut optimistisch in die Zukunft. Einen Tag nach der in Paris verkündeten Übernahme durch den französischen PSA-Konzern zeigte sich Opel-Chef Karl-Thomas Neumann am Dienstag auf dem Autosalon Genf zuversichtlich, dass diese Allianz den Rüsselsheimern neue Möglichkeiten eröffnet. "Wir haben jetzt die Chance, einen wirklichen europäischen Champion zu schaffen", sagte Neumann vor über 400 Journalisten auf dem Opel-Messestand.

Durch den Zusammenschluss mit PSA, der die europäische Autosparte mit Opel/Vauxhall für 1,3 Milliarden Euro übernimmt, werde man nicht nur von der neuen Größe profitieren, sondern "auch von einer gemeinsamen Fahrzeugentwicklung", fügte Neumann hinzu.


Crossland X feiert Messepremiere in Genf

Wie diese gemeinsame Fahrzeugentwicklung ausschaut, konnte man auch gleich auf der Bühne sehen. Dort stand neben dem neuen Flaggschiff Insignia auch der neue Crossland X. Es ist ein Fahrzeug, das auf der gleichen Plattform basiert, wie der neue Citroen C3 Picasso und dem B-CUV-Segment zugeordnet wird. Der Crossland X bringt es auf eine Länge von 4,21 Metern - und ist damit 16 Zentimeter kürzer als ein Astra. Das Fahrzeug bringt alles mit, um der Marke einen deutlichen Absatzschub zu verleihen. Die Passagiere sitzen nicht nur erhöht, sondern bekommen auch eine Vielzahl von Innovationen wie einem Head-up-Display, eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera, Opel OnStar oder LED-Scheinwerfer geboten.

"Der Crossland X wird unseren Absatz in diesem Jahr positiv beeinflussen und damit entscheidend zu unseren Wachstumszielen beitragen", sagte Opel-Vertriebschef Peter Christian Küspert der Autogazette. "Bislang konnten wir im SUV-Segment nur unseren Mokka X anbieten, jetzt kommt erst der Crossland X, dann der Grandland X, sodass wir drei Modelle in diesem stark wachsendem Segment anbieten können." Seinen Marktstart wird der Crossland X im Juni in Deutschland feiern, in den kommenden Tagen wird Opel die Preise seines neuen Modells bekanntgeben. Der Grandland X kommt im Herbst auf den Markt.

Auftakt der Modelloffensive

Opel wird in diesen Jahr allein sieben neue Modelle (Motto "7 in 17") auf den Markt bringen, wie Neumann sagte. Bis 2021 werden es insgesamt 21 Modelle sein, die der Marke zu weiterem Auftrieb verhelfen sollen.

Zu einem Hingucker ist der neue Insignia geworden, der das Design des vor drei Jahren in vorgestellten Monza Concept fortschreibt - und von dem Opel neben der Limousine auch einen Sports Tourer anbietet. In Deutschland, einem Kombi-Markt, erwartet Küspert einen Anteil von 70:30 zu Gunsten des Sports Tourers. Zwar wird der Insignia als Flaggschiff nicht in dem hohen Maße den Absatz beflügeln wie ein Crossland X oder Grandland X, "aber er ist das Aushängeschild, er definiert unsere Marke und zeigt, was wir zu bieten haben", so der Vertriebschef. Zudem weist er darauf hin, dass die Marge bei größeren Fahrzeugen wie dem Insignia natürlich höher ist.

Insignia speckt 200 Kilo ab

Der Opel Insignia garantiert eine hohe Marge
Der Opel Insignia garantiert eine hohe Marge © AG/Mertens

Zu bieten hat der Insignia dann neben einem wirklich attraktiven Auftritt vor allem eine Vielzahl von Innovationen, die man sonst nicht in der Mittelklasse erwartet. Dazu gehören eine Vielzahl von Assistenzsystemen wie einem Notbremsassistenten, einem aktiven Spurhalteassistenten und ein ausgereiftes Infotainmentsystem mit der neuen OnStar-Generation.

Zu den Neuerungen des Insignia, der im Vergleich zum Vorgänger um 200 Kilogramm abgespeckt hat, gehört auch ein neuer Allradantrieb. Die neue Architektur in Kombination mit dem Allradantrieb soll dem Insignia eine bislang ungekannte Fahrdynamik verleihen. "Mit dem neuen Insignia haben wir ein Statement gesetzt", ist Küspert überzeugt.

Hohe Nachfrage nach Ampera-e

Ein Statement hat Opel auch mit dem Ampera-e gesetzt. Das Elektroauto spielt in Genf nicht die Hauptrolle, ist aber trotzdem ein großes Thema. Denn mit einer Reichweite von 520 Kilometern setzt sich das E-Auto der Rüsselsheimer an die Spitze vergleichbarer Fahrzeuge. In Norwegen wird der Ampera-e im Mai auf den Markt kommen. "Seine Bestelleingänge übertreffen dort alle unsere Erwartungen deutlich", sagte Küspert, der indes keine konkreten Zahlen nennen will.

Küspert zeigt sich entsprechend zuversichtlich, dass der Ampera-e auch in Deutschland und den anderen Märkten entsprechende Resonanz hervorrufen wird. "Mit seiner Reichweite bieten wir ein alltagstaugliches Elektroauto an. Darauf haben die Kunden gewartet." Küspert glaubt zudem, dass das Thema Fahrverbote für Diesel die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben befördern kann. "Hinderlich ist dies sicherlich nicht."



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