Reifen-Reparatursets ersetzen keinen Ersatzreifen

Test der GTÜ

Nicht alle Reifenpannen-Reparatursets können überzeugen
Nicht alle Reifenpannen-Reparatursets können überzeugen © GTÜ

Der Ersatzreifen verschwindet immer häufiger aus den Kofferräumen und unter dem Blech. Doch die dafür einlagernden Reparatursets schaffen nicht immer die willkommene Hilfe.

Bei kleineren Reifenpannen mit dem Auto kann ein Reparaturset im Kofferraum für zügige Weiterfahrt sorgen. Doch nicht jedes Produkt überzeugt, wie die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in einem Test festgestellt hat.

Sieger des Vergleichs ist mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ das ResQ Tire Mobility Kit von Airman für knapp 50 Euro. Kompressor und Dichtmittel sind einfach zu benutzen und eignen sich für Schäden bis sechs Millimeter Durchmesser. Ebenfalls mit „empfehlenswert“ schneiden das Reifenpannenset von Elastofit (36 Euro) sowie das 1-2-Go Kit 2 Step Tire Repair von Terra-S (60 Euro) und Pannex – Die schnelle Hilfe bei Reifenpannen (40 Euro) ab.

Die Hälfte überzeugt nur bedingt

Vier der acht Testkandidaten konnten aber nur bedingt überzeugen – darunter auch das mit 8,70 Euro günstigste Produkt im Test. Die Spraydose mit Dichtmittel von Holts („Reifen Pilot“) baute nicht ausreichend Druck auf, gleiches gilt trotz externen Kompressors für das Reifenreparaturset von Dunlop (40 Euro). Beim Reifendichtmittel von Premium-Seal (50 Euro) blockierte mehrfachen nach wenigen Sekunden die Dichtmittelzufuhr, so dass sich der Reifen überhaupt nicht befüllen ließ.

Generell sind Dichtmittel im Pannenfall einem vollwertigen Ersatzrad unterlegen. Bei größeren Schäden an der Lauffläche geraten sie schnell an ihre Grenzen, zudem sollten die mit Dichtmasse reparierten Reifen schnellstmöglich gegen unbeschädigte Exemplare ausgetauscht werden. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.