Gefährliche Winterkleidung: Verletzungsrisiko steigt

Innere Blutungen möglich

Winterkleidung kann sich im Auto negativ auswirken.
Winterkleidung kann sich im Auto negativ auswirken. © ADAC

Warme Winterkleidung kann sich im Auto negativ auswirken. Wenn der Gurt nicht richtig anliegt, drohen den Angeschnallten schwere Verletzungen.

Dicke Winterkleidung kann im Auto die Wirksamkeit des Anschnallgurtes beeinträchtigen. Wenn der Gurt nicht eng genug am Körper anliegt, schneidet er beim abrupten Bremsen tief in den Bauchraum ein, wie ein aktueller Crash-Test des ADAC belegt. Folge können schwere Verletzungen der Organe im Bauch sein, sogar innere Blutungen sind möglich. Autofahrer sollten daher Mantel oder Jacke ablegen oder sie zumindest über den Gurt ziehen. Idealerweise umspannt der Gurt bei Erwachsenen eng die Hüftknochen, bei Kindern die Oberschenkel.

Gurtband schneidet sich ein

Im Test wurden ein Erwachsenen- und ein Kinderdummy in dicker Winterkleidung angegurtet. Anschließend simulierten die Tester einen typischen Auffahrunfall im Stadtverkehr. Die Geschwindigkeit betrug 16 km/h. Sowohl beim Erwachsenen als auch beim Kind schnitt das quer liegende Gurtband tief ein. Auch bei Notbremsmanövern kann es dem Club zufolge zu kleineren Verletzungen kommen.

Neben der Sicherheit bei abruptem Abbremsen beeinträchtigen dicke Winterjacken unter Umständen auch die Beweglichkeit des Fahrers. Bei plötzlichen Fahrmanövern kann er dann nicht adäquat reagieren. Zudem schränken die aktuell modernen großen Kapuzen die Sicht nach hinten beim Schulterblick ein. (SP-X)

Vorheriger ArtikelGelbe HU-Plakette läuft ab
Nächster ArtikelFahrassistenzsysteme senken Versicherungsprämien
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.