VW-Studie ID. Life: Mini-Stromer für kleines Geld

VW-Studie ID. Life: Mini-Stromer für kleines Geld
VW-Chef Ralf Brandstätter präsentiert am Messestand von VW den ID. Life. © dpa

VW will ab 2025 mit dem ID. Life E-Mobilität für 20.000 Euro bieten. Geplant sind 234 PS und 400 Kilometer Reichweite.

Volkswagen beschleunigt seine Elektrifizierungs-Offensive. Schon 2025 – und damit zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. – soll ein Fahrzeug der ID.-Familie im Kleinwagensegment auf den Markt kommen. Das hat VW-Chef Ralf Brandstätter auf der IAA Mobility erklärt. Der Einstiegspreis soll bei ungefähr 20.000 Euro liegen. Einen ersten Ausblick auf ein solches Fahrzeug gibt die Studie ID. Life, die heute in München präsentiert wurde.


„Der ID. Life ist unsere Vision der urbanen vollelektrischen Mobilität der nächsten Generation“, sagt Brandstätter. Und mit dem Preis werde E-Mobilität für noch mehr Menschen zugänglich. Das Design ist auffallend puristisch. Auf Zierelemente und Anbauteile wird ebenso verzichtet wie auf einen komplexen Materialmix. Ein abnehmbares Dach aus Luftkammer-Textil soll Open-Air-Feeling ermöglichen und obendrein das Fahrzeuggewicht senken.

In 6,9 Sekunden auf Tempo 100

Puristisches Design kennzeichnet den elektrischen Kleinwagen. Foto: VW

Der ID. Life basiert auf einer kleineren, speziell für das Kleinwagensegment entwickelten Variante des Modularen E-Antriebsbaukasten von Volkswagen. Erstmals allerdings verfügt ein solches MEB-Fahrzeug über Frontantrieb. Mit seinem 234 PS starken E-Motor beschleunigt der Wagen nach Unternehmensangaben in 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Die 57-kWh-Hochvoltbatterie ermöglicht eine Reichweite von rund 400 Kilometern (WLTP).

Der nachhaltige Charakter des ID. Life spiegele sich besonders in der Materialauswahl einschließlich der Lackierung wider, so der VW-Chef. Im Klarlack für die Karosserie würden Holzspäne als natürliche Farbgeber und ein biobasierter Härter verwendet. Das Luftkammer-Textil für das Dach und die Frontabdeckung bestünden zu 100 Prozent aus wiederverwerteten PET-Flaschen. Zudem dienten unter anderem Bio-Öl, Naturkautschuk und Reishülsen als Grundstoffe für die Reifen.

Offenes Lenkrad – Leinwand als Bildschirm

Ungewöhnliches Cockpit und maximal variable Sitz-Konfiguration. Foto: VW

Wesentliche Fahrfunktionen werden über ein Touch-Bedienfeld auf dem nach oben offenen Lenkrad gesteuert. Zusätzlich kann ein Smartphone in das Bediensystem eingebunden werden. Als Bildschirm dient eine Projektionsleinwand, die bei Bedarf aus der Armaturentafel ausfährt.

Maximal flexibel ist das Sitzkonzept geplant. Nach gegenwärtigem Stand kann die vordere Sitzbank komplett umgelegt werden. Gemeinsam mit der ebenfalls umlegbaren Rückbank sind so von Kinobestuhlung über ein rund zwei Meter langes Bett bis zu einer Cargo-Variante mit großem Kofferraum zahlreiche Varianten möglich.

Keine Beiträge vorhanden