Fragen an den Autopapst im Mai 2010

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit dem Auto? Der Autopapst hilft. Ihre Anfragen aus dem Monat Mai 2010.

Frage von Philipp Donner:

Hallo mein Golf 4 hat beim Kurvenfahren (speziell Rechtskurven) schlagende Geräusche hinten links. Leider kann man dieses Geräusch nicht simulieren, da es nur manchmal auftritt. Vermehrt tritt es allerdings auf wenn er hinten beladen ist bzw. wenn jemand auf der Rückbank sitzt. Was könnte das sein und über welche Summen reden wir hier, da der Kleine doch schon recht alt ist. Ich hoffe die Angaben genügen und freue mich über eine Antwort. Mit freundlichen Grüßen Philipp Donner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Phillip, hast Du gerade die Winter- gegen die Sommerschlappen getauscht? Dann würde ich noch mal das Radkreuz hervorholen (besser den Drehmomentschlüssel: 110 Nm ist das richtige Anzugsmoment!). Wahrscheinlich ist eine oder sogar mehrere Radschrauben nicht fest! Wenn das nicht der Fall ist, lohnt ein Besuch beim TÜV auf dem Stoßdämpferprüfstand.....

Frage von M. Bauer:

Hallo Herr Keßler, aus der Bedienungsanleitung meines Skoda Octavia 1.8 TFSI, 160 PS, März 2010 gekauft, geht nicht eindeutig hervor,wie der Motorölstand zweckmäßigerweise kontrolliert oder gemessen wird - bei kaltem Motor oder eher bei warmgefahrenen Motor, nachdem man ca. 5-10 Min. gewartet hat.Ich hatte vorher stets Opel, da sollte der Motorölstand nach dem Warmfahren gemessen werden. Ich würde mich freuen,bald eine Rückantwort von Ihnen zu erhalten. Danke. Mit freundlichen Grüßen M. Bauer, Chemnitz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich messe den Ölstand bei allen meinen Autos (sofern sie noch einen Peilstab haben, auch hier wird ja schon gespart...!) immer morgens vor dem Losfahren. Voraussetzung ist eine wirklich ebene Stellfläche. Dann hat das Öl über Nacht Zeit, in die Ölwanne zurück zu fließen. Und man braucht keinen Lappen, weil das Öl vom Peilstab über Nacht auch abgeflossen ist. Und der Niveauunterschied zwischen warmem und kalten Motoröl ist zu vernachlässigen!

Frage von Mario Schneider:

Hallo Hr. Keßler, an meinem Toyota Avensis Kombi, Bj 01/ 2000, ruckelt der Heckscheibenwischer im Intervallbetrieb. Der Dauerbetrieb funktioniert einwandfrei. Wenn ich ihn ausschalte, ruckelt er ebenfalls noch einige Male bevor er endlich still steht. Wo kann das Problem liegen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe! MfG M. Schneider


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf einen defekten Wischermotor bzw. einen Defekt an den Schaltkontakten im Wischermotor (die aber einzeln nicht repariert werden können....). Das dürfte eine teure Angelegenheit werden, weil sehr viel Montagearbeit zum Austausch des Motors erforderlich ist.

Frage von Paul Lungwitz:

Hallo, ich fahre seit 4 Jahren einen BMW 323i E46, Bj 1999. Seit einer Woche leuchtet die Motorkontrollleuchte. Mit Einsetzen der Leuchte, leuchteten gleichzeitig EML-Leuchte und die DSC-Leuchte auf. Zudem ruckelte der Motor. Ich stellte den Motor ab und startete ihn neu. Danach leuchtete nur noch die Motorkontrollleuchte. Aber der Motor läuft ohne Schwierigkeiten, also kein Ruckeln. Weil ich genau deswegen vor sechs Monaten schon mal in einer BMW-Werkstatt war und mir versprochen wurde, der Fehler liege beim Leerlaufdrehzahlregelventil, wurde dieses auch gewechselt. Dennoch ist genau dieser Fehler wieder aufgetreten. Da ich beim erneuten Besuch keine zufriedenstellende Antwort auf das erneute Auftreten des Fehlers bekam, hoffe ich, Sie können mir helfen. Mfg Lungwitz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Lungwitz, wechseln Sie die Werkstatt! Mit der Schilderung des Problems sollte man Ihnen schon recht konkret Auskunft geben können. Eine Ferndiagnose ist mir allerdings nicht möglich, weil ich den Diagnosecomputer nicht von hier aus in Ihr Auto stecken kann. Und ohne den geht es nun mal nicht. Allerdings scheint das Problem ein kleineres zu sein, weil es nur "temporär", also nicht ständig, auftritt. Mit Hilfe des Fehlerspeichers ist das defekte Bauteil aber sicher schnell gefunden....

Frage von Siegfried Klose:

Guten Tag Herr Kessler! Wir fahren ein Wohnmobil Fiat Ducato 2500 Bj. 1992. Die Dieselfilter-Wasseranzeige leuchtet ständig obwohl der Dieselfilter erneuert wurde, in einer Werkstatt. Ist es möglich den Sensor unten im Filter zu erneuern? Oder muss das ganze Gehäuse getauscht werden (ist nicht mehr lieferbar)? Mfg Siegfried Klose

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Klose, selbstverständlich kann man den Sensor erneuern, wenn man einen hat und den Wechsel bewerkstelligen kann. Dazu müsste man natürlich wissen, wie der Sensor aussieht (ihn also zunächst einmal ausbauen....). Wenn das nicht möglich ist (zu teuer, keine Zeit, keine Lust...), kann man auch nur den Stecker ziehen und den Filter einmal jährlich entwässern und alle drei Jahre wechseln. Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Thomas Dunkel:

Hallo Andreas, ich fahre einen Opel Astra G Caravan 1,6 Baujahr 9/2002 , 75.000 km, Benziner. Meine Frage: Mitten beim Fahren leuchtet die Kontrollleuchte für Abgas auf und der Motor hat keine volle Leistung mehr. Beim Gasgeben blinkt diese. Nachdem der Motor abgestellt war (ca.15 Minuten), läuft er wieder normal, nur die Kontrollleuchte leuchtet noch. Beim Fehlerauslesen wird Zündaussetzer Zylinder 4 mit Fehlercode P 0304 angezeigt. Es wurde die Zündspule (Zündelement) gewechselt. Nach ca. Drei Wochen war der selbe Fehler wieder da. Daraufhin wurde die Kerze vom Zylinder Vier mit der Kerze von Zylinder zwei getauscht, um festzustellen ob die Kerze ein defekt hat. Wieder nach einigen Tagen derselbe Fehler .Danach wurde die Einspritzdüse getauscht mit Zylinder eins. Er fuhr einige Wochen problemlos und jetzt wieder der selbe Fehler .Immer Zündaussetzer Zylinder vier. Der Fehler wird gelöscht und es geht weiter bis zum nächsten Mal. Fazit: Kerzen, Zündspule, Düse ist in Ordnung. Der Opelhändler ist jetzt auch ratlos und ich auch. Haben Sie einen Rat oder einen Tipp, um diesen Fehler auf die Spur zu kommen. Danke. Mit freundlichen Grüßen aus der Landeshauptstadt Thüringen Thomas Dunkel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Dunkel, die Werkstatt ist im "Low-Tech"-Bereich ganz gut und hat damit schon einige mögliche Fehler ausgeschlossen. Der Rest ist leider nicht so leicht zu finden. Grundsätzlich kann der Fehlercode P0304 einen oder mehrere der folgenden Punkte als Ursache haben: Defekte Zündkerze oder -kabel, defekte Zündspule, defekte Lambda-Sonde(n), defekte Einspritzdüse, verbranntes Auslassventil, defektes Abgasrückführungsventil, defekter Katalysator(en), Kraftstoffmangel, schlechte Kompression, defektes Steuergerät. Zündaussetzer werden nämlich auch "passiv" detektiert, also ohne das eine Fehlfunktion der relevanten Bauteile vorliegt. Der Zylinder zündet eben nicht, weil z.B. das Ventil verbrannt ist oder zu viel Abgas im Frischgas ist. Ich würde zunächst mal eine Kompressionsmessung machen lassen und ggf. mit Hilfe eines Endoskopes in den Brennraum sehen. Vielleicht ist das verbrannte Ventil dabei zu sehen....

Jay fragt:

Hallo, mein Papst, ich fahre einen Renault Megane Classic, Automatik, Baujahr 97. Habe ein echtes Problem und du bist eigentlich meine letzte Hoffnung....War schon in 5 Werkstätten, darunter die meines Vertrauens, größere, Discount, und sogar bei Renault. Keiner(!) konnte mir helfen. Mein Problem: Ich habe ein Brummen im Auto, alle Symptome deuteten auf Radlager rechts hin, denn beim Fahren von Schlangenlinien konnte man das gut annehmen( Lenken nach rechts, brummen weg, wieder gerade brummen da, lenken nach links brummen da) An sich einfach. Beide Radlager gewechselt, zudem musste noch die Spurstange gemacht werden. Aber das Brummen ist immer noch da!!! Um so schneller ich fahre, umso lauter wird es... Was kann ich machen??Was ist das? Habe soviel Pech mit Autos, und kann mir kein neues leisten... Sag mir, dass es reparabel ist.. Danke! Jay

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jay, das kann auch ein Lager im Differential der Automatik sein! Lass? doch mal versuchsweise das ATF wechseln. Dabei soll die Werkstatt das alte Öl (ATF = Automatiköl) auffangen und nach Abrieb suchen. Oft zeigen sich darin dann typische Späne, die das Problem erklären (aber leider nicht lösen!). Eine Reparatur wäre in diesem Fall leider nicht wirtschaftlich (weil teurer als der Wagenwert).

Bernd Tröger fragt:

Ich fahre einen Golf 4, Bj. 2000, km:110. 000. Beim Starten mit eingeschalteter Klimaanlage (Climatronik auf Auto eingestellt) läuft der Motor zunächst normal, dann gibt es ein Quietschgeräusch, anschließend läuft der Motor wieder normal.Die Werkstatt hat den Keilriemen gewechselt, das Quietschen ist noch vorhanden. Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte eine Spann- oder Umlenkrolle des Multiriemens sein. Wenn der Riemen noch der erste ist, steht ein Wechsel incl. Sämtlicher Rollen ohnehin an. Also, auf geht's.....

Jürgen Markert fragt:

Ich fahre einen Citroen C5 Benziner, Baujahr 2004. Kann ich den auch mit Bio-Ethanol (95 Okt) fahren? Besten Dank für Ihre Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch ist das möglich, allerdings hat der Hersteller das Auto für diesen Treibstoff nicht frei gegeben. Der Wagen würde sicher mit Bio-Ethanol fahren, aber mehr als vorher verbrauchen. Außerdem kann das Kraftstoffsystem bei längerer Beaufschlagung mit diesem Alternativtreibstoff beschädigt werden (Tankinnenbeschichtung könnte sich ablösen, Kraftstoffleitungen quellen, Dichtungen undicht werden, Filter verstopfen). Ich habe das mal spaßeshalber mit einem alten Käfer versucht (durch die antiquierte Vergasertechnik des Oldies ist das aber nicht vergleichbar!!): Das Auto war fast unfahrbar, mit Mischungen (1/3 Ethanol, 2/3 Benzin) war das dann gleich ganz anders....

Peter Theiler fragt:

Hallo! Habe einen BMW 320i Bj.96 mit 150PS. Seit kurzem ist da ein metallisches Klappern hinten links meine ich zu hören, wenn ich über Schlaglöcher fahre.Trete ich leicht auf die Bremse und fahre dann über die Schlaglöcher, so ist kein Klappern mehr zu hören. Als würde etwas lose sein. Könnt Ihr mir da helfen? Danke, Viele Grüße, Peter Theiler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Peter, das könnten die Spreizfedern der Bremsklötze in den Bremssätteln der Hinterräder sein. Wenn die erlahmen, klappern die Bremsbeläge in den Sätteln. Das leichte Bremsen legt die Beläge an die Scheiben an und stabilisiert das ganze etwas. Eine Kontrolle der Beläge / Bremssättel an der HA und ggf. Ersatz von verbrauchten / defekten Teilen dürfte das Problem lösen!

Canopener fragt:

Hallo habe ein Prolem mit meinem Mercedes 170CDI, Typ: W168 : Ab und zu, wenn ich den Motor starten will ,passiert nichts, nur die Kontrollleuchten leuchten. Sofort mit anderem Schlüssel probiert, was auch nicht funktionierte. Dann ausgestiegen mit der FB verriegelt und manuell aufgeschlossen, wonach sich das Auto wieder einwandfrei starten lies. Woran könnte das liegen? Ich hoffe doch, dass Sie mir bei diesem seltsamen Problem behilflich sein könnten. Mit freundlichen Grüßen, Canopener

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es könnte an der Wegfahrsperre liegen, die Steuergräte steigen manchmal aus. Wenn das wieder bzw. öfter auftritt, wird kein Weg an einer Vertragswerkstatt der Marke mit dem Stern vorbei führen. Die haben den einzigen Diagnosecomputer, der in der Lage ist, das Problem zu diagnostizieren (Stardiagnose, so heißt das Ding wirklich!). Wenn der dann das Steuergerät verantwortlich macht, keinesfalls ein neues kaufen, sondern das alte zur Reparatur einschicken -www.hitzpaetz.de oder http://rhelectronics.de/- Die A-Klasse ist leider manchmal katastrophal schlecht verarbeitet!

Christoph Wagner fragt:

Hallo Autopapst, mein Volvo V40 (BJ 2001, 100000km, 165PS, 2.0T) hat in den ersten paar hundert Metern nach dem Losfahren keine Lust, richtig zu beschleunigen und es fühlt sich an, als wäre das Gaspedal per Gummiband mit dem Motor verbunden. Da er außerdem manchmal nicht richtig anspringen will (Batterie ok, Anlasser dreht gut, er springt einfach nicht richtig oder etwas mühselig an, als wäre das Gemisch zu fett) wurden bei der letzten Inspektion die Zündkerzen gewechselt. Seitdem ist der Verbrauch im Stadtverkehr von 12 auf 14l gestiegen. Hängt das in irgendeiner Weise zusammen, oder was kann ich gegen beide Probleme machen? Vielen Dank und viele Grüße, Christoph Wagner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf eine defekte Lambda-Sondo oder einen defekten Fuftmassenmesser. Beide Bauteile müßten durch eine Auslesung des Fehlerspeichers mit "außerhalb der Toleranz" auffällig werden. Allerdings müßte die gelbe Motorkontroll-Leuchte schon darauf aufmerksam machen (müßte, muß aber nicht....). Wenn der Verbrauch so deutlich ansteigt, bleibt eigentlich nichts anderes übrig!

Frage von Thorsten Hering:

Hallo lieber Autopapst, ich habe folgendes Problem mit meinem Ford Focus, Bj. 2006, ca. 80.000 km. Beim Bremsen aus Geschwindigkeiten über 120 km/h tritt ein Ruckeln (li/re) auf, beim Abbremsen ca. 30 km/h - 0 km/h hat man das Gefühl, dass die Bremsscheibe wellig (lang) ist (nicht kurz wie bei ABS) dies überträgt sich auch auf das Bremspedal, scheinbar ist dies das erste Mal nach dem Radwechsel der Sommer- zu Winterrädern aufgetreten (durch Werkstatt). Ist es möglich, dass sich dadurch die Bremsscheiben verziehen? Ich dachte es liegt an den Winterrädern, aber das gleiche Problem bleibt auch, nachdem die Sommerräder drauf sind. Es sind immer noch die ersten Bremsscheiben und die ersten Bremsklötze im Einsatz, müssen aber lt. Ford Werkstatt noch nicht gewechselt werden. Welliges Bremsen ist lt. Ford Werkstatt auf Rost auf dem Bremsscheiben zurückzuführen (?) das "Wellige" bleibt aber auch nach mehrmaligem Bremsen. Dazu kommt das "Rattern" des Lenkrades beim Abbremsen aus hohen Geschwindigkeiten. In Erwartung einer baldigen Antwort Mit freundlichen Grüßen Thorsten Hering

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr deutlich nach verzogenen Bremsscheiben an. Ursächlich könnte der gefühllose Einsatz eines Druckluftschraubers beim "Anknallen" der Radschrauben sein: Die erzielbaren Momente können durchaus zum Verzug der Bremsscheiben führen. Mit neuen Scheiben ist das zwar wieder behoben (dann sollten die Radschrauben aber mit dem korrekten Drehmoment angezogen werden...), aber leider müssen Sie das bezahlen! Der Nachweis der Schuld dürfte nach der inzwischen verstrichenen Zeit nicht mehr möglich sein....

Frage von Nicole Walker-Olberding:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen VW Touran 2,0 TDI, Bj 2003. Das Fahrzeug hat 155.000 km Laufleistung. Fahre in der Woche kurze Strecken bis 20 km, am Wochenende schon bis 150-200 km. Habe nun festgestellt, dass der Dieselverbrauch von 6,5 l auf bis zu 8 Liter hochgeht. Gleiche Fahrweise, keine Ruckeleien oder Leistungsabfall. Motor läuft sehr ruhig. Wagen in die Fachwerkstatt gebracht, keine Fehler oder falsche Messwerte ausgelesen. Der Vorschlag der Werkstatt, die Düsen der Einspritzpumpe reinigen und neu einsetzen. Kann der hohe Dieselverbrauch noch ein andere Ursache haben? Der Zahnriemen wurde bei 135.000 km gewechselt und auch sonst ist der Wagen regelmäßig zur Inspektion gewesen. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ist der Mehrverbrauch zeitlich mit dem neuen Zahnriemen zusammen gefallen? Dann könnten minimal falsche Steuerzeiten (= ein nicht völlig korrekt aufgelegter Zahnriemen) die Ursache sein. Wenn sich allerdings auch bei der Computerdiagnose keine Abweichungen vom Sollzustand feststellen lassen, dürfte die Ursachenforschung kompliziert werden.....

Kathrin Dobers fragt:

Hallo Andreas! Jetzt ist mein "neuer" Wagen dran. Es ist ein FORD FUSION, Bj 2007, 100 PS, Benziner, Schaltgetriebe, zur Zeit knapp 59.000 km- Seit etwa 2 Monaten bemerke ich ein nagelndes Geräusch, wenn ich mit dem kalten Wagen - im Leerlauf- an einer roten Ampel hielt. Sowie ich das Kupplungspedal trat, war es ruhig. Wenn ich den Fuß vom Kupplungspedal nahm, war das Nageln direkt da. Wenn der Motor dann nach einigen Kilometern Stadtautobahn warm war, trat das Problem nicht mehr auf. Was kann die Ursache sein ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kathrin, das dürfte die Torsionsfeder der Kupplungsdruckplatte sein. Wenn die ausgeschlagen ist, klappert die Druckplatte im entlasteten Zustand hörbar in der Kupplungsglocke herum. Abhilfe schafft nur eine neue Kupplung.

Joachim Schmerler fragt:

Hallo Herr Autopapst, ich fahre einen Rover 75, 2 l Schaltwagen, Zulassung 18.4.2000, FG Nr.: SARRJS LKRYM148690 reeller Km Stand 123 000. Nächster TüV/ASU Mai 2011. Frage: Kann ich mit Zahnriemenwechsel bis 150 000 km warten? Was kostet dies in etwa? MfG, Joachim Schmerler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nein, das sollten Sie nicht! 10 Jahre sind für den ersten Zahnriemen ganz sicher zu lang, der Motorschaden steht sozusagen vor der Tür! Ein Wechsel des Zahnriemens und der Spann-/Umlenkrollen kostet beim Rover 75 (je nach Höhe der Stundensätze) zwischen 450 und 700 Euro.

Andreas Lippold fragt:

Hallo, lieber Autopapst! Ich habe ein Problem mit meinem Plymouth Belvedere 1959. Wenn das Auto ein paar Tage steht und ich das erste Mal auf die Bremse trete, blockiert hinten ein Rad, nachdem ich einen kurzen Ruck rückwärts fahre, ist die Bremse wieder frei und beim ersten Bremsvorgang blockiert das Rad wieder. Das muss manchmal mehrere Male wiederholt werden und dann ist das Rad frei und ich kann mit dem Auto egal wie weit fahren, es passiert nichts mehr. Steht das Auto dann wieder in der Garage, steige ich schon wieder mit ungutem Gefühl ein. Im Auto wurden die Bremsbacken, RBZ und HBZ erneuert und die Trommeln sehen aus wie neu, haben keinen Rand. (das Auto hat erst eine Laufleistung von 40000 Meilen). Woran kann das liegen, ich weiß mir keinen Rat mehr. Vielen Dank im Voraus für die Hilfe. Mit frdl Gruß A.Lippold

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wie alt sind denn die Bremsschläuche des Autos? Wenn die auch 50 Jahre alt sind (da reichen auch 6-10 Jahre!), sind die wahrscheinlich so zugequollen, dass sich der Druck kaum noch abbaut. Das erklärt aber nicht, warum das nur kurz nach dem Start auftritt und dann nicht mehr. Ich würde die Bremsbacken, deren Auflagepunkte und die Rückholfedern noch einmal checken und ggf. nacharbeiten / ersetzen, damit in der Bremstrommel wirklich alles "flutscht" (auch wenn sich Flugrost gebildet haben sollte!). Und die Bremsschläuche sollten erneuert werden! Hilfreich kann auch ein Anschrägen der auflaufenden Bremsbacke (mit der Feile) sein, damit sich der Selbstverstärkungseffekt der auflaufenden Backe des zum blockierenden Rades nicht so stark verstärkt, daß es zum Blockieren kommt.

Anja Heinecke fragt:

Hallo, ich habe seit vielen Monaten ein Problem mit meinen Bremsen. Sie verhaken sich manchmal, so dass sich das Auto nur schwer fahren lässt, ein Schleifgeräusch ist manchmal auch dabei. Obwohl im Mai vorigen Jahres die Bremsen neu gemacht wurden (Bremsscheiben, -backen usw. nicht der Bremssattel) war das Problem dennoch da. In der letzten Zeit stinkt das Auto extrem nach verkohltes Metall, Eisen oder Ähnlichem... Aber die Bremsen sind nicht heiß. Ich traue mich nicht mehr mit dem Auto zu fahren. Bitte helfen Sie mir.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Bremsen nicht heiß sind, kann der Geruch nur vom Reibbelag der Kupplung stammen. Wenn man nicht täglich mit diesen Dingen umgehen muß, können die Begleiterscheinungen einer verschlissenen Kupplung auf wie ein Bremsklotz auf den Wagen wirken: Man gibt Gas und Gas und Gas, und trotzdem fährt der Wagen nicht los! Als wenn die Bremse nicht gelöst ist.... Dabei rutscht die Kupplung und löst sich dabei in Rauch und Gestank auf!

Astrid Zimmermann fragt:

Lieber Autopapst! An meiner MotoGuzzi California Stone tritt folgendes Problem auf: Wenn ich nach einer Fahrzeit von ca. 45 min. die Maschine ausstelle und dann nach kurzer Zeit wieder starten will (etwa nach dem Tanken oder nach kurzer Wartezeit an einem Bahnübergang), brennt die Zündschlosssicherung (15A) durch. Ich muss dann mindestens eine halbe Stunde warten, damit die Ersatzsicherung(en) nicht auch wieder durchbrennt. Danach kann ich erneut starten. Das Problem tritt nicht auf, wenn ich nur kurz unterwegs war oder wenn die Pause lang genug dauert. Der Kabelbaum wurde ohne Fehlerbefund bereits durchgemessen, und die Sicherungshaltung ist auch nicht korrodiert. Die Werkstatt ist der Meinung, dass es sich um ein "thermisches Problem" handelt, kann mir aber auch nicht weiterhelfen. Ich wäre sehr dankbar für einen hilfreichen Hinweis! Vielen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich ist das die Zündspule, deren Primärwicklung bei Erwärmung nicht mehr genügend gegen die Sekundärwicklung isoliert ist und dadurch einen zu hohen Strom ermöglicht. Ich würde beim nächsten Mal die Zündspule abklemmen, die Sicherung tauschen und sehen, was passiert. Wenn die Sicherung dann heile bleibt, dürfte es so sein, wie ich vermute. Oder Sie bauen prophylaktisch eine neue Zündspule ein.... Ich bin gespannt!

Cerstin Lippold fragt:

Hallo, Herr Keßler, habe eine russische ZIL Limousine, die mir Probleme macht. Das Auto ist absolut original mit erst ca. 20000 km Laufleistung, hat einen großen V8 Motor mit Vergaser und elektrischer Benzinpumpe. Egal, wie lang das Auto stand und ich mit der Zündung die elektrische Benzinpumpe betätige, springt der Wagen auf den 1. Ruck an und läuft ordentlich, doch sobald das Auto warm ist und das erste Mal ausgeschalten wurde, ist es nur noch den 2 großen Batterien zu verdanken, dass er wieder anspringt, denn er dreht ewig, bis er irgendwann losgeht. Im Standgas läuft das Auto im warmen Zustand unruhig und ich habe immer Angst, dass er ausgeht und dann ist das Problem mit dem Anspringen wieder da.Ansonsten, wenn der Wagen einmal rollt und man nicht in einen Stau kommt oder anhalten muss,läuft er einwandfrei und man könnte größere Strecken ohne Bedenken fahren. Habe schon Meinungen gehört, dass es an der jetzigen Kraftstoffqualität liegt, oder was könnte es sonst noch sein? Viele Grüße Cerstin Lippold

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte das Schwimmernadelventil des Vergasers sein! Das ist wahrscheinlich nicht mehr ganz dicht und der Kraftstoff in der Schwimmerkammer "läuft über" (in den Ansaugtrakt / Brennraum). Man könnte auch sagen, der Motor ist ständig kurz vor dem "absaufen". Durch den großen Hubraum und die allgemein großen Toleranzen bleibt er aber an, hat dabei aber wahrscheinlich Abgaswerte, die man auch ohne Meßgerät auf mehrere Zehnerpotenzen genau ansagen kann... Also: Rep-Satz Vergaser heißt die nächste Bestellung beim Teileonkel!

Frage von Susann Walther:

Lieber Herr Kessler, mein Hyundai Accent, BJ. 1997, hat keine Servolenkung. Wieso hat man beim Fahren mit Winterreifen das Gefühl, dass man eine Servolenkung hat und mit Sommerbereifung nicht? Reifengröße Sommer wie Winter 175er. Woran liegt es?! - Schöne Grüße von meinem Dad - im Sommer ist das ein willkommenes oder auch nicht willkommenes Muckitraining :-)

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Susann, das liegt am höheren "Negativanteil" des Winterprofils (zum geringeren Teil) und an der auf niedrige Temperaturen abgestimmte Gummimischung (zum größeren Teil) und - das wird in Ihrem Fall so sein - an einer anderen Reifenbreite (trotz gleicher Größenangabe!). Winterreifen sind oft schmaler als Sommerreifen (was technisch nicht sinnvoll ist!!) und benötigen daher wesentlich geringere Lenkkräfte als die breiteren Sommerschlappen. Ich hoffe, ich konnte zur Klärung des Rätsels beitragen! Mit Grüßen in die Muckibude vom AUTOPAPST

Frage von Edgar Pfeil:

Hallo Herr Kessler, es geht um die Sichtbarkeitmachung ( tolles Wort) des Cockpits speziell Tacho. Bei Sonne von vorn nicht erkennbar. Tachonadel rot , nicht zu sehen. Habe schon etliche Fotos kaufen müssen!!! Frage: Kann ich den Tacho durch Leds o.ä. heller machen. Wie komme ich an den Tacho ran? Viele Grüße Edgar Pfeil

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Pfeil, was fahren Sie denn für ein Auto? Das von Ihnen gepostete Problem ist leider sehr häufig und hängt unter anderem mit dem Design der modernen Fahrzeuge, aber auch mit Ihrer individuellen Disposition zusammen. Mir geht es häufig sehr ähnlich, weil meine Augen aufgrund meines Alters auch recht blendempfindlich sind. Bei Sonne von vorn ziehen sich die Pupillen so weit zusammen, dass ich in der "Dunkelheit" der Tachohöhle auch fast nichts mehr erkenne. Das ist aber in der Praxis fast nicht zu ändern, weil eine Tachobeleuchtung, die helles Frontallicht "überstrahlen" könnte, bei Nacht dann zu einer Blendquelle würde. Ich habe allerdings mit anklemmbaren LED-Leuchten zum Kartenlesen gute Erfahrungen gemacht (Notbehelf bei ausgefallener Tachobeleuchtung). Grundsätzlich ändern können das Problem aber wohl nur Ergonomen bei der Konstruktion und beim Design eines Autos.

Kerstin Beckmann fragt:

Leider ist es mir bisher nicht gelungen, Sie telefonisch zu kontaktieren, deshalb auf diesem Wege: Im November 2008 erwarb ich einen Lancer Instyle von Mitsubishi - beworben wurde dieser vor allem mit dem Multi-Kommunikationssystem (Radio, Festplatte, Navi, Telefon usw. alles in einem) Nun musste ich leider feststellen, dass der Radioempfang (auch der stärksten Sender in meinem Umfeld - z.B. Radio Brocken) immer wieder nur gestört zu empfangen ist. Seit meinem Erwerb des Autos gab es deswegen schon mehrfache Updates - leider ohne Erfolg. Nun bekam ich im Frühjahr ein komplett neues System installiert - aber auch ohne Erfolg. Auf meiner letzten Fahrt auf der Autobahn war der Empfang der dortigen Regionalsender total gestört - ich musste mehrfach immer wieder manuell neue Suchläufe nach anderen Sendern starten. Meine Werkstatt meint nun folgendes zum Problem: Es handelt sich bei diesem Radiosystem um ein Digitalradio und der Empfang ist hier in Deutschland nur begrenzt möglich - dieses solle erst schrittweise in den nächsten Jahren infrastrukturell verbessert werden. Ich kann dieser Begründung schwer glauben; meines Erachtens ist die Werkstatt mit dem "Latein" am Ende. Was könnte Ihres Erachtens das Problem sein? Oder ist die Entwicklung dieses Multi-Kommunikationssystems gar ein Flop von Mitsubishi, den sie sich nicht eingestehen wollen? Denn komisch erscheint schon, dass in den letzten fast zwei Jahren ja mehrfach Updates entwickelt wurden, die eben allesamt nicht halfen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüßen Kerstin Beckmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kerstin, in Ihrem Lancer ist wahrscheinlich das MMCS-System eingebaut, was schon im Neuzustand Murks ist (jedenfalls war das nicht der aktuelle Stand der Technik des Jahres 2008...). Ich würde mich hartnäckig immer wieder an die Jungs von Mitsubishi wenden, immerhin war das System ja mal sehr teuer! Als Lösung würde ich den Tausch der ganzen Einheit gegen ein anderes System eines fremden Herstellers anstreben. Das wird zwar sicher ein ziemlicher Krampf werden, aber mit dem jetzt eingebauten Produkt wird das ganz sicher nichts.... Und noch eins: Das ist kein DAB -- Radio! Das Modell hat einfach Schwächen im UKW-Empfang, und in Thüringen gibt es nun mal Berge und schlechte Empfangslagen. MMCS ist sein Geld jedenfalls nicht wert....

Frage von Reinhard Meyer:

Ich fahre seit ca. acht Jahren einen Alfa 156 2,0 JTS. Bin bisher eigentlich sehr zufrieden damit gewesen. Das Fahrzeug hat ca. 100.000 km auf dem Tacho. Leider habe ich seit einiger Zeit ständig mit der Fehlermeldung: "Fehler Motorsteuerung, Werkstatt aufsuchen" zu tun. Das Problem trat zum ersten mal vor ca. drei Jahren nach einer längeren Autobahnfahrt von fünf Stunden nach der Abfahrt auf die Landstrasse im Teillastbereich auf. Vorausgegangen war in der Werkstatt eine große Durchsicht (80.000 Kilometer) mit Wechsel des Zahnriemens. Eine Werkstatt dort vor Ort hat dann den Fehlercode ausgelesen. Der Fehlercode verwies in Richtung Lambda-Sonde / Katalysator. Bei der Rückfahrt nach einer Woche ist dann die Fehlermeldung wieder erschienen. Wieder zurück, sagte die Werkstatt, dass es laut Fehlercode die Lambda- Sonde bzw. der Kat. ist. Ab jetzt wurden in verschieden Zeitabständen ziemlich kostenaufwändig verschiedene Maßnahmen durchgeführt: Lambda-Sonden überprüft /getauscht, Befestigungsflansche Kat. geplant (um Nebenluft auszuschließen), System mit Überdruck belastet und mit Leckspray geprüft (um Nebenluft zu erkennen), Befestigung der Lambda- Sonden neu abgedichtet, Fehlercode wieder ausgelesen. Alles ohne Erfolg. Ich bin nun ziemlich ratlos und die Werkstatt offensichtlich auch und ich möchte nicht weiter ständig viel Geld hinzulegen, um am Ende doch wieder das Lämpchen leuchten zu sehen. Ich habe bisher immer nur die Anzeige resetten lassen, was auch unterschiedlich lange hielt, zuerst nur zwei Wochen, beim nächten Mal ein halbes Jahr, dann wieder nur zwei Wochen. Bin mit dem "Fehler" auch durch die AU gekommen und weder Verbrauch noch Anzug/Durchzugskraft lassen auf irgendeinen Defekt schließen, nur das Checksystem läßt sich davon nicht abbringen. Mich nervt diese grelle Leuchte langsam. Vielleicht haben Sie noch eine Idee für eine Lösung. Mit freundlichen Grüßen Reinhard Meyer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Meyer, auffällig ist der zeitliche Zusammenhang des erstmaligen Auftretens des Problems mit dem Zahnriemenwechsel. Ich würde vor weiteren Reparaturen unbedingt noch mal die Steuerzeiten (also die Positionen der vom Zahnriemen getrieben Räder) sehr genau (!!) überprüfen lassen. Wenn die Steuerzeiten nicht stimmen, verändert sich unter Umständen die Qualität des Rohabgases, was bis zu einem bestimmten Punkt durch die Lambdaregelung kompensiert werden kann. Aber eben nur bis zu diesem Punkt, und dann geht die Lampe an. Vielleicht hilft "Feintuning" der Zahnriemeneinstellung, das Problem zu lösen....

Frage von Gerd Grahn:

Hallo Andreas Kessler, ich trage mich mit dem Gedanken , an meinem Auto Tageslichtleuchten nachrüsten zu lassen. Ist das sinnvoll oder nur eine Modeerscheinung? Gleich noch die zweite Frage: Mein Fahrzeug hat eine nachgerüstete Autogasanlage. Bei der automatischen Umschaltung Benzin - Gas ruckt es kurz. Ist das normal? Danke Gerd Grahn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Grahn, Tageslicht-Zusatzleuchten sind durchaus sinnvoll, gerade im Sommer. In der warmen Jahreszeit herrschen an schönen Tagen mit viel Sonne teilweise recht erhebliche Kontraste zwischen stark besonnten und im Schatten liegenden Teilen der Straße. Wenn ein (möglichst noch dunkel lackiertes) Auto aus einer schattigen Baumallee auf ein entgegenkommendes Auto im hellen Sonnenlicht zu kommt, ist es fast unsichtbar. Wenn das gleiche Auto Tageslicht-beleuchtet ist, kann der entgegenkommende Fahrer früher darauf reagieren, weil er es früher wahr nimmt. Also: Daumen hoch, lassen Sie sich Tageslichtleuchten einbauen! Der Ruckler beim Umschalten von Benzin auf Gas ist leider (!) normal, obwohl eigentlich nicht nötig. Um ruckfrei umschalten zu können, müßte allerdings die Autogasanlage wesentlich besser auf Ihren Motor abgestimmt sein, was offenbar nicht der Fall ist. Ob das zu ändern ist, wissen nur Spezialisten, die die in Ihrem Auto verbaute Anlage genau kennen. Es gibt inzwischen "ruckfreie" Lösungen am Markt.

Jürgen Spindler fragt:

Lieber Autopapst , erstens finde ich die Seite hervorragend!!! Und zweitens eine Frage: Audi A4, Bj. Sept. 2004, 96 KW, 220000 km. Seit ein paar Tagen schleift / quietscht es vorn (hört sich wie an den Rädern an) beim Kurven fahren. Quietscht auch ,wenn das Auto steht, der Motor im Leerlauf läuft und man am Lenkrad etwas nach rechts oder links dreht. Bei geöffneter Motorhaube kommt das Quietschen aus Richtung Lichtmaschine. Die Werkstatt meint, das sei die Laufrolle am Keilriemen. Kann ich aber fast nicht glauben, denn wo soll der Zusammenhang zwischen Lenkung und Keilriemen sein? Haben sie einen Vorschlag? Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit vielen Grüßen und Danke, Jürgen Spindler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Jürgen, das kann schon sein, dass eine Umlenk- bzw. Spannrolle quietscht. Die sollte so schnell wie möglich getauscht werden, weil sie sonst den Multiriemen frisst! Die Ursache des Quietschens beim leichten Lenken ist der Druck durch die Servopumpe, die die Riemenlast auf die Rolle erhöht. Bei der Gelegenheit würde ich gleich noch das Öl der Servolenkung erneuern; danach flutscht das ganze gleich wieder völlig quietschfrei (hoffentlich...)!

Christina fragt:

Fahre einen VW Polo, Bj 98 (Benziner) springt bei feuchten Wetter nicht an! Immer im Frühjahr spinnt mein Kleiner! Er springt kurz an, aber geht dann gleich wieder aus! Gehe ich auf das Gaspedal, um ihn auf Touren zu bringen, erreiche ich das Gegenteil, er geht auch gleich aus! Ist es nicht feucht bzw. wärmer, dann springt und fährt er ohne Probleme! Was kann das sein? Bin für Ratschläge sehr dankbar! Vielen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Christina, ich würde vor teuren Reparaturversuchen mit Diagnosecomputer und Updates erst mal die 3-K-Lösung verwenden! Zündkerzen, Zündkabel und die Verteilerkappe (falls der Polo so etwas noch hat...) müssen dazu erneuert werden. 12 Jahre und vielleicht ein Marderbesuch gehen nicht spurlos am Wolfsburger Kleinwagen vorbei....

Joachim Schulze-Bahr fragt:

Lieber Herr Keßler, kann ich Bio-Sprit E 85 in meinen Pkw Nissan Almera und Opel Corsa im Mischungsverhältnis 50:50 bedenkenlos fahren?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

E85 besteht zu 85% aus Bioethanol. Wenn man E85 mit Super mischt (das ja eigentlich schon E8 ist...), hat man ungefähr E50. Das ist schon eine recht "scharfe" Mischung und wird die Fahrbarkeit der Autos (deren Einspritzung ja nicht auf diesen Kraftstoff abgestimmt ist...) sicher nicht verbessern. Außerdem verbraucht man mehr Kraftstoff, wenn die Bioethanolgemische im Tank sind. Ein weiteres Problem könnten Unverträglichkeiten der im Kraftstoffsystem verwendeten Komponenten sein. Unter dem Strich: Man kann damit schon irgendwie fahren; eine Empfehlung dazu gebe ich aber nicht. Ob der Hersteller so ein Gemisch frei gibt, müßte man erfragen. Ich glaube es nicht....

Jörg Nahlik fragt:

Hallo, bei meinem New Beetle muss ich den Wärmetauscher wechseln. Weil der wahrscheinlich defekt ist. Wenn ich auf Wärme stelle, kommt Dampf aus dem Lüftungsschlitzen. Muss das Lenkrad dazu ausgebaut werden? Danke, Mit freundlichen Grüßen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da bei dieser Operation das Armaturenbrett zumindest gelöst / angehoben werden muss, muss vorher das Lenkrad raus. Eine Arbeit, die ich nicht mal meinem ärgsten Feind wünschen würde....

Klaus Mergel fragt:

Lieber Herr Keßler, ich fahre einen Citroen Xantia 1.8 SX mit einer Tastaturwegfahrsperre. Die macht in letzter Zeit Ärger, sie geht nämlich nicht.Wurde schon 2 mal überprüft: Technisch alles einwandfrei.Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hi Maus1, die Tastatur altert leider und beginnt irgendwann zu "prellen". Das System erkennt dann den korekten Code nicht und gibt das Steuergerät nicht frei. Ich würde versuchen, die Tastaturmatte von der Kontaktfolie zu lösen und mit Kontaktspray Besserung zu erreichen. Leider ist das recht langwierig und fummelig....

Jörg K. fragt:

Lieber Herr Keßler, folgendes Problem: Seat Ibiza 1.4,60 PS,Baujahr 2000 Kühlmitteltemperaturanzeige bleibt auf Null,Thermostat wurde gestern gewechselt Wenn ich Motorhaube öffne und wieder schließe erfolgt Anzeige fällt aber nach einiger Zeit wieder auf Null. Was kann es noch sein? VG Jörg K.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich ein Wackelkontakt am Leiterplattenstecker der Instrumenteneinheit. Oder eine kalte Lötstelle auf der Leiterfolie hinter den Instrumenten, was aber im Endeffekt auch nur ein Wackelkontakt ist. Entweder findet man den Kontakt, oder man muß das Gerät zur Überprüfung / Reparatur an z.B. www.hitzpaetz.de schicken. Es grüßt Der Autopapst

Christian Gaertner fragt:

Lieber Herr Keßler, seit ungefähr zwei Jahren ärgere ich mich über die Lichtanlage meines VW New Beetle Cabrios (Baujahr 2003). Das ist sonst ein famoses Auto, aber spätestens alle zwei Monate, oft auch alle paar Wochen, geht irgendeine Lampe kaputt. Scheinwerfer, Blinkleuchten, Bremslichter... In meiner VW-Werkstatt hieß es, das sei eine Schwäche dieser Baureihe. Probleme mit der Spannung könnten nicht die Ursache sein, sonst würden alle Lampen noch häufiger kaputt gehen. Ich weiß nicht weiter und bin die ewigen Werkstattbesuche leid. Können Sie mit einem Rat helfen?
Beste Grüße, Christian Gaertner,

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christian, das sind Spannungsspitzen aus dem Bordnetz / der Lichtmaschine. Oft hilft ein etwas anders abgestimmter Regler (wenn der einzeln tauschbar ist...) oder eine andere Lichtmaschine (möglichst eine passende aus deutscher Produktion! Der Beetle ist ja "hecho in Mexico"...). Bei den Frontscheinwerfern könnte auch die Verwendung von "Long-Life-Lampen" von Osram, Phillips oder Hella helfen. Die sind da etwas unempfindlicher.... Viele Grüße vom AUTOPAPST

Mathias Braesel fragt:

Hallo Andreas, vor einiger Zeit bat ich um Rat wegen meines VW Passat´(0600/829), der ab und an mal plötzlich während der Fahrt ausging. Du hast mir den Wechsel der Relais für die Benzinpumpe und Spannungsversorgung des Motorsteuerteils empfohlen, meine Werkstatt war bis heute nicht in der Lage, die Relais zu besorgen, die seien wohl nicht lieferbar, hast du einen Tipp für mich, wo ich die bekommen kann? Bei Kfz-Teile 24 haben sie gesagt, die Relais seien keine Verschleißteile und man bräuchte zum Bestellen das Original, auf der anderen Seite habe ich aber im Netz das 109er Relais bei ebay gefunden, kann ich das nehmen und mir vom Mechaniker stecken lassen? Danke für deine Antwort und alles Gute, Mathias Braesel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Mathias, lass Dir von der Werkstatt die Geräte ausbauen bzw. die Ersatzteilnummern aufschreiben (die zum Auto passenden...). Die Relais sind neu bei VW nicht so teuer. Allerdings handelte es sich ja nur um eine Ferndiagnose; bestimmte Modelle des Passat haben die Relais gar nicht. Eine weitere Möglichkeit ist der Lenk-/Anlassschalter, die sind oft die Ursache. Kostet auch nur ca. 35 Euro, ist aber sch.... einzubauen.

Kirsten Haubold fragt:

Hallo Andreas, ich fahre einen Nissan Primera Benziner 1.8 fast 10 Jahre alt. Nach längerer Standzeit rollte das Auto schwerer im Leergang und generell beim Beschleunigen. Nach kurzer Autobahnfahrt rollte es dann wieder normaler. Als ich das Auto abstellte habe ich die Bremsscheiben mal angefaßt und 3 der 4 Scheiben waren heiß. Vor 3 Jahren wurde der Bremssattel des nicht heißen Rades getauscht, da er fast war. Aber können nun drei auf einmal aussteigen? Womit muss ich rechnen, wenn ich in eine Werkstatt fahre? Die Handbremse betätige ich so gut wie gar nicht - ich parke immer mit Gang. Könnte es ein Fehler der Bremsanlage sein? Kann ich noch ohne Bedenken mit dem Auto fahren? Viele Grüße und vielen Dank für deine Meinung! Kirsten

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kirsten, wahrscheinlich sind nicht die Bremssättel fest, sondern eher die Bremsschläuche zu gequollen (die lassen den Bremsdruck dann nicht mehr aus der Bremszange abfließen...). Ich würde baldmöglichst zu einer Reparatur raten, weil das Problem im Sommer auch zum sieden der Bremsflüssigkeit führen kann. Die Folge ist dann ein Ausfall der Bremse. Auftragsumfang für die Werkstatt: Wechsel der Bremsflüssigkeit, Erneuerung der Bremsschläuche an den Bremszangen, Prüfung und ggf. Reparatur der Bremssättel. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Norma Kulpok fragt:

Hallo, ich bin immer absolut begeistert,wenn ich sonntags(auf dem weg zum flohmarkt) die Sendung höre, wie gut Sie sich mit Auto's auskennen, deshalb hoffe ich, Sie können mir eventuell bei meiner Entscheidung behilflich sein! Ich bin ein großer Oldtimer-Fan und habe die Möglichkeit, preisgünstig an einen derzeit ohne Mängel sehr gut erhaltenen Fiat 1500, Bauj. 64 zu kommen. Höhe der Steuern u Versicherung sind mir bekannt, aber wie sieht es mit dem Benzinverbrauch aus bei diesem alten Auto?? Der Fiat hat 49 kw (67PS) und einen Hubraum von 1500 ccm³, originale 83000km. Ich müßte das Auto jeden Tag zw. 20-30 km fahren. Ich fahre zur Zeit noch einen Twingo, was ja nicht vergleichbar ist, aber ich habe Angst, dass ich mich mit dem Fiat übernehme o. nicht? Bei kleineren Reparaturen belaufen sich die Kosten etwa im gleichen rahmen? Ich hab wirklich Bauchschmerzen und will mich da nicht in eine Sache verrennen, die anschließend nicht zu bewältigen ist, aber ich möchte dieses Auto wirklich gern haben. Aus meiner Familie kann ich leider keinen Rat bekommen, da wird wohl eher ein "Oh Gott, bloß kein Oldtimer" kommen. Vielleicht kann ich es mit einer frage auf den Punkt bringen: kann man als Durchschnittsverdiener sich solch ein Auto leisten? Vielleicht können Sie mir ja irgendwie helfen. Vielen lieben Dank, Norma Kulpok

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Norma, so eine Auto-Liebe steht und fällt mit der Werkstatt, die den Wagen betreut! Wenn man nicht (wie ich...) viel oder alles selbst machen kann, sollte man in der Tat die Finger von Oldies lassen. Der Fiat wird im Stadtverkehr etwa 10-11 Liter / 100 km verbrauchen, zusätzlich etwa 1 Liter Öl / 1000 km. Die Ersatzteile sind (wenn sie denn erhältlich sind...) nicht so sehr teuer, die Arbeitszeit in der Werkstatt ist relativ besser bezahlbar, weil alles leicht und schnell reparabel ist. Mit einer am Auto interessierten Werkstatt würde ich zum Kauf und zur Freude mit dem Fiat raten! Außerdem wirst Du mit der Zeit selbst Kompetenz erwerben und vielleicht irgendwann selbst am Auto arbeiten können. Es grüßt Der Autopapst

Bettina Bodem fragt:

Lieber Herr Keßler, ich bin keine Autoexpertin (sonst müsste ich Sie wahrscheinlich auch nicht um Rat bitten), lese aber immer wieder fasziniert Ihre Rubrik; vielleicht können Sie mir mit einem Tipp helfen. Ich fahre z. Zt. einen VW Lupo (11 Jahre alt,37 kw Leistung), der als Zweitwagen für die Stadt gedacht war. Durch veränderte Lebensumstände suche ich nun für mich und meinen Sohn einen "vollwertigen Mini-Familien-Wagen" , der folgende Ansprüche erfüllen sollte: vermutlich wieder ein Benziner?! (ich fahre tgl.eine kürzere Strecke zur Arbeit und Schule), mit einem umweltfreundlichen, möglichst spritsparenden Motor; genügend Kofferraum für eine 3-köpfige Urlaubsreise, und einer "vernünftigen" Motorleistung (bin kein Rennfahrer, möchte aber auch auf der Autobahn von der Stelle kommen und nicht dauernd hinter`m LKW kleben). Einen Golf fände ich toll, aber vermutlich zu teuer?! . Der Wagen sollte solide und höchstens 2 Jahre alt sein. Testberichte erscheinen mir oft nicht wirklich objektiv u. neutral und in den Autohäusern lobt natürlich jeder seine Modelle und so hoffe ich, dass Sie mir einen Rat geben können! Herzliche Grüße und Dank im Voraus von Bettina Bodem

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hallo Bettina, wenn der Wagen höchstens 2 Jahre alt sein soll, kommt eigentlich nur ein Koreaner in Frage (der hat dann nämlich noch ein Jahr Werksgarantie!!). Die Autos sind seit einiger Zeit ganz ansehnlich (weil ein deutscher Designer die Formen entwirft....) und technisch betrachtet "gute Hausmannskost". Suchen Sie doch mal nach einem Hyundai i20 mit 55kW. Vielleicht trifft der das, was Sie suchen... Es grüßt Der Autopapst

Marco Herde fragt:

Hallo Herr Keßler, ich habe eine Frage zum Thema Autogas. Ich möchte mir wahrscheinlich Ende des Jahres oder Anfang nächstem Jahres ein Auto kaufen. Momentan fahre ich einen Honda Accord (1999), der auf Autogas umgerüstet ist, leider sind aufgrund des Autogasbetriebs vor einem halben Jahr die Ventile kaputt gegangen. Es hieß, sie setzen wegen der anderen Temperatur beim Autogasbetrieb eine Kruste an und schleißen nicht mehr richtig. Da ich beim nächsten Auto nicht auf Autogas fahren verzichten möchte, dachte ich, Sie hätten eine Empfehlung für mich, bei welchen Automarken diese Ventil-Probleme nicht auftreten. Oder welcher Autohersteller ab Werk Autogas-Modelle liefert, bei denen diese Probleme nicht auftreten. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Mfg Marco Herde

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Marco, das Grundproblem bei den LPG-Gasautos ist immer die fehlende Kommunikation zwischen den beiden Steuergeräten und (was schlimmer ist....) die mangelhafte Abstimmung der LPG-Steuerung. Als ständig forschender und neugieriger Motorjournalist habe ich eine Meldung gelesen, das Twintec demnächst ein völlig neues LPG-System für die 1,4 / 1,6-Liter Motoren aus dem VW-Konzern, für die Opel-Motoren in Zafira und Astra und für 2 Focus-Motoren perfekt abgestimmte "Plug&Play" LPG-Systeme auf den Markt bringen will. Da wird ein auf den speziellen Motor-Kennbuchstaben abgestimmtes Steuergerät mit perfekt passenden Steckern und Kabeln direkt in den Serienkabelbaum gesteckt und sogar die Schadstoffklasse bzw. deren Grenzwerte werden erreicht (was durch fehlerhafte Gemischbildung im LPG-Betrieb bisher fast nie geschah und außerdem der Grund für die vielen Motor-/Ventilschäden ist....). Leider kommt das "Twin-Fuel" genannte System erst im Spätsommer / Herbst auf den Markt, und dann zunächst auch nur für die genannten 6 Motoren. Wenn Du also ein anderes Auto kaufen willst, würde ich zu einem der genannten Fabrikate raten und später "Twin-Fuel" einbauen lassen. Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Alexandra Hunold:

Sehr geehrter Herr Kessler, an meinem 3 Jahre alten Golf 5 lässt sich die hintere Tür auf der Fahrerseite(5-Türer) nicht mehr öffnen, weder mit Fernbedienung noch mit Schlüssel noch von innen. Es macht aber beim Öffnungsversuch deutlich "Klack" in der Tür. Die Werkstatt sagt, das Schloss ist defekt und will die Tür mit Gewalt öffnen, evtl sogar von außen durchs Blech gehen, weil von innen nicht ran zu kommen ist. Kennen Sie eine einfachere Methode? Das Schloss selbst kostet 140 €. , die Folgekosten durch den rabiaten Austausch wären ungleich höher. Bitte helfen Sie mir!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Alexandra, versuchen Sie Ihr Glück mal bei anderen Werkstätten! Die jetzige scheint mir etwas phantasielos zu sein. Ohne das Auto gesehen zu haben, würde ich mit Hilfe eines speziell gebogenen Hakens versuchen, das Schloss durch den Fensterschacht (bei herunter gelassener Scheibe) zu öffnen. Ggf. muss der Servo durch den Ausbau der richtigen Sicherung daran gehindert werden, das Schloss nach dem Entriegeln immer gleich wieder zu verriegeln. Die Tür sollte dabei unbeschädigt bleiben.....

Anton Schaffer fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, leider habe ich auf meine Anfrage zur Motor-Keramik- Beschichtung keine Antwort erhalten, den Grund dafür kann ich mir nicht erklären, vielleicht ist meine Anfrage gar nicht bei ihnen angekommen? Mich würde schon ihre Meinung interessieren, ob es tatsächlich möglich ist, durch diese angepriesene Beschichtung so eine große Leistungssteigerung Kraftstoffersparnis und Lebensdauer bei allen Motoren zu erreichen? Mit freundlichen Gruß, Anton Schaffer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schaffer, der Grund für verzögerte Antworten ist zum einen der nicht beherrschbare Anfall von Fragen (viel zu viele für einen Menschen....) und zum anderen die stete Wiederkehr gerade Ihres Anliegens. Die Werbung mit den zahllosen Wundermitteln, die dem Kraftstoff oder dem Motoröl zugegeben werden sollen, um anschließend den Verschleiß und den Verbrauch zu halbieren und die Leistung zu verdreifachen geht mir (offen gestanden....) allmählich auf den Nerv! Sehr viele Autofahrer haben sich durch den Kauf und die Verwendung dieser Mittelchen schon die Beziehung zu ihrem Autohändler verdorben (weil der nach einem Schaden keine Garantie mehr gewähren konnte....) oder schlicht den Motor / das Getriebe / die Einspritzung ruiniert. Wenn es tatsächlich so leicht wäre, mit einigen Tropfen Zaubertrank die römischen Legionen zu vertreiben, warum machen dann die großen Marken damit keine Geschäfte? Ich rate Ihnen: Lassen Sie die Finger von solchen Additiven und gehen Sie mit dem gesparten Geld lieber mit Ihrer Frau essen.
Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.