Fragen an den Autopapst im Januar 2010

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit dem Auto? Der Autopapst hilft. Ihre Anfragen aus dem Januar 2010.

Denis W. fragt:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Passat Variant TDI PD (74 KW) Automatik 4-Gang, BJ 2002,Laufleistung 170000 km und habe seit ca. 140000! km folgendes Problem: wenn ich im Drehzahlbereich 1400 bis 2000 (bzw. zw. 65 und 90 Km/h) sachte beschleunige, rattert und wackelt mein Motor so, dass mein ganzes Auto vibriert. Ich war schon in 4 verschiedenen VW-Werkstätten und 2 freien Werkstätten. Jedoch konnte keiner das Problem identifizieren/lösen. Mal sollte ein Unterdruckschlauch schuld sein, mal wurde das Getriebeöl gewechselt - nichts jedoch brachte Erfolg. Wenn ich mit einem Anhänger fahre, setzt das vibrieren noch etwas früher ein. Während des Ruckelns bzw. Vibrierens ändert sich die Drehzahl um ca. 100-300 Umdrehungen nach oben, um dann wieder in die Ausgangsposition zurück zu fallen. Das Vibrieren dauert immer nur ein paar Sekunden an, ist dafür aber recht periodisch, bis bei ca. 100 Km/h dann Schluss ist. Bei stärkerem Gas geben tritt dieses Problem nicht auf. Der Wagen zieht auch normal durch. Vielleicht gibt es ja eine Ferndiagnose für mich! Ich bedanke mich jedenfalls schon mal im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortetet:

Hi Denis, bei der Laufleistung würde ich mir mal die Antriebswellen bzw. deren Gleichlaufgelenke ansehen. Vielleicht ist die Fettfüllung verhärtet und ist dadurch die Ursache für Unwuchten in den Antriebswellen. Nach 170tkm könntest Du den Gelenken ruhig mal eine neue Packung Fett gönnen. Sollte sich dabei heraus stellen, das die Gleichlaufgelenke schon Fresspuren haben, tritt Plan B in Kraft (neue Gelenke / Antriebswellen...). Es grüßt DER AUTOPAPST

Lars Andrich fragt:

Mein Vater hat mit seinem Daewoo Lanos 1,5 ein Problem, wo auch ich etwas ratlos bin. Und zwar habe ich dieses Jahr im April, bei ihm das vordere rechte Achskopfgelenk radseitig gewechselt, da der ABS-Ring gebrochen und locker war, zusätzlich habe ich noch den ABS-Sensorgewechselt, da dieser defekt war, und die Aufnahme des Sensors, da mir die beim Ausbau gebrochen war. Danach war alles wieder wie neu, sprich alle Kontrollleuchten aus.Nun hat er seit heute, wieder ein Problem mit der Bremsanlage, und zwar leuchtet sowohl die ABS-Kontrollleuchte, als auch die Handbremskontrolle dauerhaft auf. Zieht er die Handbremse an, Bekommt er Bremskraft auf die Hinterachse, und die Handbremmskontrollleuchte wird heller, löst er die Handbremse wieder, Bremskraft weg, logisch und die Leuchte wird wieder dunkler, leuchtet jedoch weiter. Was kann das sein, und was muss gewechselt werden??? irgendein ABS-Sensor, ist klar, aber warum leuchtet die Handbremskontrolleuchte mit???

Autopapst Andreas Kessler antwortetet:

Wahrscheinlich ist zu wenig Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter! Die Handbremskontrolle ist nämlich doppelt belegt: Einmal als Warnung vor der vergessenen Handbremse, und zusätzlich als Warnung bei einem zu weit abgesunkenem Bremsflüssigkeitsstand. Einfaches Auffüllen reicht übrigens in der Regel nicht, Du musst auch die Ursache des Absinkens ergründen (Leck in einer Bremsleitung, abgenutzte Bremsklötze, etc.). Die ABS-Leuchte leuchtet nur als «Begleitung»: Wenn zu wenig Bremsflüssigkeit im System ist, geht das ABS auch nicht! So sieht es jedenfalls das Steuergerät.....

Rudolf Emmerich fragt:

Hallo, bei meinem VW Passat TDI, Bj. 2001, wurde aufgrund Kühlwasserverlust der Zylinderkopf samt einem Zylinder ausgetauscht. Der Motor läuft seither nach dem Anlassen «unrund», d.h., dass Fahrzeug vibriert spürbar, bei einer bestimmten Drehzahl und beim Herunterschalten ruckelt das Fahrzeug ebenfalls. Darf ich damit überhaupt fahren oder muss die Werkstatt die Ursache möglichst zügig beheben? MFG, Rudi Emmerich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Rudi, einen einzelnen Zylinder kann man leider beim VW-TDI nicht austauschen. Wenn ein Zylinder defekt ist, muss entweder der ganze Block getauscht werden oder der Kolben des betroffenen Zylinders. Ich nehme an, das wird auch der Fall sein. Wenn allerdings ein Kolben nach einem Kühlwasserverlust defekt war, dürfte der Zylinder auch ein Ding weg bekommen haben. Also: siehe oben! Die Werkstatt wollte sicher billig reparieren, was in dem Fall aber offenbar nicht «preiswert» war. Ich würde das Auto in die Werkstatt zurück bringen und um Abstellung des Mangels bitten. Wahrscheinlich werden die Jungs danach noch mal die Hand aufhalten....

H.Koehler fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, beim Audi A4, 2,7 tdi meines Bekannten leuchtet nach ca. 6 km die Kontroll-Lampe für das Abgaskontrollsystem! Trotz mehrfacher Audi-Werkstattbesuche und Rückfragen der Werkstatt direkt bei Audi konnte das Problem nicht behoben werden. Mit der Bitte um ihren Rat verbleibt H.Koehler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Lieber Herr Köhler, hoffentlich hat der A4 Ihres Bekannten nicht das bekannte Problem des «Filter-Clogging», also einen verstopften Partikel-Filter! Wenn er dann noch ein Kurzstreckenfahrer ist, reißt der Ärger wahrscheinlich so schnell nicht ab! Audi sagt, dass der Wagen nicht im Kurzstreckenverkehr eingesetzt werden kann und bekam damit sogar höchstrichterlich Recht! Abhilfe könnte eine manuelle Reinigung des Filters und ein Software-Update schaffen. Aber das wissen die Jungs im Audi-Zentrum auch selbst....

Arnim Pundrich fragt:

Hallo, ich fahre einen Ford Galaxy TDI, 116 PS. Die Zusatzwasserpumpe funktioniert seit dem Sommer nicht mehr. Ich war schon in verschiedenen Werkstätten. Die Pumpe wurde schon getauscht. Fünf Werkstätten haben sich daran schon versucht. Drei mal davon Ford und ein mal VW. Leider konnte mir niemand helfen. Ohne diese Pumpe funktioniert leider meine Standheizung nicht. Sie bringt immer einen Überhitzungsfehler. Können Sie mir weiterhelfen? Ich wäre ihnen sehr verbunden. Danke, Arnim Pundrich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Arnim, bist Du sicher, dass die Pumpe auch funktioniert? Hat Dir jemand die ausgebaute Pumpe vorgeführt? Eigentlich kann nach Deiner Beschreibung nur die Pumpe defekt sein oder der stromzuführende Kabelweg eine Macke haben. Ich würde das mal mit einem Autoelektriker besprechen,der nicht immer nur erst zum Diagnosecomputer und dann ins Ersatzteilregal greift, sondern erst mal zum Multimeter mit Durchgangsprüfer.

Katharina Boros fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Nissan Almero Tino V10. Erstzulassung 09.11.2001. Nachdem ich am Montag, 7.12.09, die Wartung hatte, mit Ölwechsel , bin ich am Freitag, den 11.12.09, nach ca. 500km mit einem Motorenschaden auf der Autobahn liegengeblieben. Die Werkstatt, die mich abschleppte, meinte, dass ich ca. 1 Liter zu wenig Öl drin habe und angeblich ein nicht für diesen Motor geeignetes Öl. Normalerweise hatte ich ein 10W40 Öl, und diesmal hatte mir meine Nissan-Werkstatt ein 0W30 Öl eingefüllt. Kann dies zum «Lager Schaden» geführt haben? Der Motor hat ca 180000km runter. Da meine Vertragswerkstatt jegliche Schuld von sich weist, wäre ich über eine Auskunft ihrerseits sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen, Katharina Boros.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Katharina, das ist leider im Nachhinein fast nicht mehr zu lösen! Wenn sich ganz sicher nachweisen lässt, dass die Werkstatt ein Öl in den Motor gegossen hat, das keine Herstellerfreigabe hat, hat die Werkstatt den schwarzen Peter. Steht in Deiner Bedienungsanleitung (bzw. sagt Nissan-Deutschland...), dass der Almera Tino 0W30-Öle verträgt? Wenn ja, würde ich die Sache unter «Pech» abhaken. Wenn diese Viskosität nicht erwähnt ist, macht ein Anwalt den Rest.

Frage von Gerd Schaeftlein:

Hallo Herr Keßler, ich fahre einen Renault Safrane, Baujahr 1997. Steht das Fahrzeug längere Zeit in großer Hitze, erscheint das Airbagzeichen im Display. Wenn ich das Fahrzeug kurzfristig abstelle und neu starte, erlischt die Anzeige in der Regel wieder. Das Problem wiederholt sich aber in unregelmäßigen Abständen erneut. Gibt es dazu einen Rat? Besten Dank !

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Eigentlich kann man nur empfehlen, das Auto zu verkaufen! Das ist wirtschaftlich betrachtet kein Scherz, weil die Suche nach der Ursache dieses Problems (mit der möglicherweise gefundenen Lösung....) durch die prohibitiv teuren Ersatzteile für diese Modellreihe sehr schnell teurer wird als der Zeitwert des Autos! Außerdem könnte eine nicht verlöschende Airbag-Leuchte die nächste Hauptuntersuchung zu einer nicht umschiffbaren Klippe machen.... Wenn der Safrane mir gehören würde, würde ich mich mit einer Dose Kontaktspray bewaffnen, die Batterie abklemmen und sämtliche Steckverbindungen zu allen verbauten Airbags lösen, einsprühen und wieder zusammen stecken. Das dauert zwar einen ganzen Tag, ist aber die einzige «Kur», die mir einfällt. Etwas Licht ins Dunkel könnte die Befragung des Fehlerspeichers bringen: Vielleicht nennt er den Airbag, den das Steuergerät nicht findet...

Frage von Doreen Weber:

Hallo, habe seit ca. drei Monaten Probleme mit meinem Peugeot 307 SW, Baujahr 2004, 100 kW, Diesel. Er läuft im Standgas zeitweilig unruhig. Die Drehzahl fällt ab und er regelt selbst nach. Es hört sich an, als ob jemand in kurzen Intervallen aufs Gas tritt. Der Motor rappelt. Während der Fahrt nimmt er plötzlich immer im Wechsel Gas an oder nicht. Habe schon Aditiv in den Tank gegeben, hat nichts gebracht. Der Bordcomputer zeigt keinen Fehler an. Da der Fehler spontan auftritt, konnte die Fachwerkstatt bisher keine Ursache diagnostizieren. Ich hoffe Sie können mir helfen. Vielen Dank im Voraus. Doreen Weber

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Doreen, ich tippe auf die Abgasrückführung! Lasse die mal für eine Weile abgeklemmt (nur zu Testzwecken....). Wenn das Auto nach einer kurzen Zeit der Besinnung wieder normal fährt, dürfte das Problem beim AGR (Abgasregelventil) liegen. Das kann man tauschen, ein neues hält dann wieder fünf Jahre.

Frage von Silke Barufke:

Hallo Herr Autopapst, Mein Vater hat einen Peugeot 405, 14 Jahre alt, erster Motor. Seit einer Durchsicht im Juli 2009 braucht der Motor beim Starten 5-10 Sekunden, bis er anspringt. Dann läuft er ganz normal. Gibt es für Sie dafür eine Erklärung? Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen. Silke Barufke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Silke, wenn bei der Durchsicht der Luftfilter und die Zündkerzen gewechselt wurden, könnte allein der andere Kerzentyp und vielleicht ein nicht perfekt geschlossener / aufgesetzter Luftfilterkasten für diese kleine Schwäche verantwortlich sein. Vielleicht ist auch ein Kabel (z.B.
vom Motortemperaturfühler) abgerutscht. Wenn die Sache Ihren Vater nicht zu stark beunruhigt, würde ich fast sagen: «Schönheitsfehler».....


Frage von Marco Zeddel:

Hallo Herr Kessler! Folgendes Problem: Ich fahre eine E34 535iA, eigentlich ein sehr zuverlässiges Auto ohne größere Macken, welches ich regelmäßig warten lasse. Nun habe ich vor einiger Zeit ein Sperrdifferenzial, welches es auch ab werk gab, nachrüsten lassen. Seit diesem Zeitpunkt habe ich jedoch Verwindungsgeräusche beim Lenken und bei langsamer Fahrt. Meine Werkstatt kann leider keine Ursache finden. Wann und wo könnten Sie sich das Fahrzeug einmal anschauen. Eine Ferndiagnose ist wohl schwer möglich oder? Gruß Marco Zeddel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Marco, in der Tat: Ohne Probefahrt ist da nichts zu machen! Ich könnte mir nur vorstellen, dass die Kardanwelle etwas verspannt eingebaut worden ist und sich bei langsamer Fahrt zu Wort meldet (bei schneller sicher auch, das geht aber im allgemeinen Geschüttel unter...). Einen Probefahrtermin kann ich aber trotzdem nicht anbieten, weil der Rest meines Tagwerkes die zur Verfügung stehende Zeit völlig «aufbraucht», sorry! Vielleicht hilft ja tatsächlich ein erneutes Lösen aller Schraubverbindungen des Antriebs, anschließendes Durchdrehen und -federn und dann (im hoffentlich spannungslosen Zustand) erneutes Festschrauben. Und zum Schluss: Die Hardyscheiben, was machen die (neu, richtig montiert, spannungsfrei...)?

Frage von Wolfgang Stephan:

Hallo Herr Kessler, mein Golf V wird nicht warm. Nach sechs Kilometern hat er erst 55 Grad, nach 15 km ca. 75 Grad. Wenn dann eine Bergabfahrt kommt, dann fällt die Temperatur auf 55 Grad zurück, es wurde schon das Thermostat und das Thermostatgehäuse ausgetauscht, keine Besserung, der kleine und große Wasserkreislauf ist ok., laut Werkstatt, zeigt auch das Testgerät keinen Fehler an. Fazit: der Pkw erreicht fast nie seine Betriebstemperatur, Werkstatt weiß nicht mehr weiter, meine letzte Rettung sind Sie, über eine Nachricht würde ich mich sehr freuen, vielen Dank im Voraus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Stephan, stimmt denn die im Anzeigeninstrument gezeigte Temperatur mit der tatsächlichen Kühlmitteltemperatur überein? Gerade beim Golf V wird die Anzeige im Kühlwasserthermometer ja «computergeneriert», um extreme Schwankungen (die ab und zu mal auftreten können...) nicht zur Beunruhigung des Fahrers beitragen zu lassen. Das heißt: Was Sie ablesen, muss nicht mit der tatsächlichen Wassertemperatur überein stimmen! Besorgen Sie sich doch erst mal ein elektronisches Thermometer und messen Sie damit die Temperatur im Kühlmittelvorratsbehälter (nach einer längeren Fahrt). Wenn deutliche Abweichungen zum Anzeigewert des Instrumentes auftreten, ist entweder das neue Thermostat wieder defekt (oder falsch!!), oder das Instrument mit seinem Thermofühler. Solange die Heizung vernünftig funktioniert, ist aber kein direkter Handlungsbedarf zu erkennen.

Frage von Sattler:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Ford Fiesta Viva B257, BJ 2004. Ab einer Geschwindigkeit von ca. 170/180 km/h ist an der Windschutzscheibe links ein starkes Fiepen/Pfeifen hörbar. Klingt nach einem Frequenzpfeifen. Sobald ich die Geschwindigkeit verringere, hört es auf. Woran könnte das liegen? Freue mich auf Ihre hilfreiche Antwort. Vielen Dank im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Sattler, das ist ein Strömungsgeräusch. Der Luftdruck des Fahrtwindes sorgt entweder für Turbolenzen an einem nicht richtig befestigten Teil des Autos und / oder regt dieses Teil zu Schwingungen an (die Sie als Fiepen / Pfeifen hören...). Als Ursache kommt eine nicht richtig verklebte Frontscheibe, ein loses oder verschobenes Verkleidungsteil oder auch ein mangelhaft reparierter Unfallschaden (der letztlich wieder auf die genannten Möglichkeiten hinaus läuft) in Frage. Entweder lassen Sie das Auto auf diese Möglichkeiten hin überprüfen (was teuer werden kann...), oder Sie rasen nicht mehr so gotteslästerlich durch die Gegend! Was soll das Klima dazu sagen??

Frage von Rene Staub:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen Ford Escort XR3i, Baujahr 94. Wenn ich den Wagen anlasse und losfahre nimmt er sehr gut Gas an und entwickelt auch sehr gut Kraft. Sobald er aber warm wird und aus der Kaltlaufdrehzahl heraus kommt, habe ich das Gefühl, dass der Motor Kraft verliert. Er fährt dann auch etwas träger an, braucht meines Erachtens auch mehr Gas und Kraft entwickelt er erst ab ca. 2000 Umdrehungen. Unterhalb dessen beschleunigt er sehr träg. Woran könnte die Ursache liegen? Mit freundlichen Grüßen Rene Staub

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rene, das ist offenbar ein Temperaturproblem. Ich tippe auf ein defektes Kaltstartventil der K-Jetronic. Dadurch ist das Benzin-Luft-Gemisch unter Umständen zu fett und führt zu den genannten Problemen. Dafür spricht auch, dass erst die weiter geöffnete Drosselklappe bei höheren Drehzahlen das fettere Gemisch überkompensiert. Das Kaltstartventil ist aber nur eine denkbare Ursache. Eine weitere könnte ein verdreckter Mengenteiler sein. Vielleicht hilft ja ein Einspritzsystem-Reiniger, der dem Benzin beigemischt wird. Ich habe mit dem «Fuel-System-Cleaner» von Motul gute Erfahrungen gemacht.....

Frage von Uwe Pichowski:

Sehr geehrter Herr Keßler, ein Bekannter hat ein Problem mit seinem Toyota Corolla, Baujahr 1997. Seit einiger Zeit lassen sich die Gänge des Schaltgetriebes manchmal nicht einlegen. Bei ausgeschalteter Zündung lässt sich der Gang wieder einlegen. Da das Problem unregelmäßig auftritt, hat eine Werkstatt nach Probefahrt lediglich empfohlen, das Problem zu beobachten. Haben Sie eine Idee? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen Uwe Pichowski

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Uwe, das hört sich so an, als ob die Kupplung manchmal nicht sauber trennt. Das kann an einer verschlissenen Kupplungsscheibe liegen, oder an Luft in der hydraulischen Betätigung der Kupplung. Oft reicht z.B. eine Entlüftung der Kupplungshydraulik, um dieses Problem zu lösen.

Frage von Rene Staub:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen Ford Escort XR3i, Baujahr 94. Wenn ich den Wagen anlasse und losfahre nimmt er sehr gut Gas an und entwickelt auch sehr gut Kraft. Sobald er aber warm wird und aus der Kaltlaufdrehzahl heraus kommt, habe ich das Gefühl, dass der Motor Kraft verliert. Er fährt dann auch etwas träger an, braucht meines Erachtens auch mehr Gas und Kraft entwickelt er erst ab ca. 2000 Umdrehungen. Unterhalb dessen beschleunigt er sehr träg. Woran könnte die Ursache liegen? Mit freundlichen Grüßen Rene Staub

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo René, das ist offenbar ein Temperaturproblem. Ich tippe auf ein defektes Kaltstartventil der K-Jetronic. Dadurch ist das Benzin-Luft-Gemisch unter Umständen zu fett und führt zu den genannten Problemen. Dafür spricht auch, dass erst die weiter geöffnete Drosselklappe bei höheren Drehzahlen das fettere Gemisch überkompensiert. Das Kaltstartventil ist aber nur eine denkbare Ursache. Eine weitere könnte ein verdreckter Mengenteiler sein. Vielleicht hilft ja ein Einspritzsystem-Reiniger, der dem Benzin beigemischt wird. Ich habe mit dem «Fuel-System-Cleaner» von Motul gute Erfahrungen gemacht.

Frage von Uwe Pichowski:

Sehr geehrter Herr Keßler, ein Bekannter hat ein Problem mit seinem Toyota Corolla, Baujahr 1997. Seit einiger Zeit lassen sich die Gänge des Schaltgetriebes manchmal nicht einlegen. Bei ausgeschalteter Zündung lässt sich der Gang wieder einlegen. Da das Problem unregelmäßig auftritt, hat eine Werkstatt nach Probefahrt lediglich empfohlen, das Problem zu beobachten. Haben Sie eine Idee? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen Uwe Pichowski

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Uwe, das hört sich so an, als ob die Kupplung manchmal nicht sauber trennt. Das kann an einer verschlissenen Kupplungsscheibe liegen, oder an Luft in der hydraulischen Betätigung der Kupplung. Oft reicht z.B. eine Entlüftung der Kupplungshydraulik, um dieses Problem zu lösen.

Frage von Marcus Thiel:

Hallo Andreas, ich fahre einen 190 E 2.3, Bj. 90, ca. 160.000 km. Der Wagen ist sehr zuverlässig, der Motor geht jedoch seit kurzer Zeit bei laufender Fahrt plötzlich aus. Danach springt er entweder sofort oder nach wenigen Anlassversuchen wieder problemlos an. Der Fehler taucht in unregelmäßigen Abständen, temperaturunabhängig und in unterschiedlichen Situationen (kurz nach Start, aber auch wenn der Motor bereits länger läuft) auf. Außerdem verbraucht er (witterungsunabhängig) inzwischen deutlich mehr (12-14 l) als bis vor einigen Monaten (9-10 l) und nach längerer Fahrt riecht es beim Aussteigen benzinähnlich (nicht nach frischem Benzin, aber auch nicht der typ. Kat-Geruch; evtl. unvollständig verbrannt?). Hast Du einen Rat, welche Ursache die Fehler haben kann? Vielen Dank im Voraus und viele Grüße Marcus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marcus, nach Deiner Beschreibung würde ich zuerst mal das Relais der Benzinpumpe erneuern. Das sitzt hinter der Batterie und ist das Relais ohne die Sicherung obendrauf. Im Laufe der Jahre kriegt das Kraftstoffpumpenrelais «kalte» Lötstellen und stellt dann den Strom nicht mehr zur Pumpe durch. In diesen Fällen geht der Motor aus, weil der Spritnachschub ausbleibt. Diese Diagnose erklärt allerdings nicht den angestiegenen Verbrauch und den Geruch. Ich würde auf einen abgerutschten Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung tippen, wodurch der Motor Nebenluft zieht und von der Lambdaregelung ein fetteres Gemisch verabreicht kriegt. Ob das zutrifft, müsste eine Werkstatt überprüfen.

Frage von Christine Rost:

Hallo, ich habe öfter von Akku-Scheibenenteisern gelesen, bei welchen man sogar mit Zeitschaltuhr versehen auf das Kratzen verzichten kann. Was halten Sie davon und ist so ein Teil eine gute Lösung sozusagen als «Standheizung»? Auf was sollte man achten? Mit freundlichen Grüßen Ch. Rost

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christine, das dürfte nichts werden.... Wenn es so kalt ist, dass die Scheiben vereisen, macht der Akku des Enteisers auch schnell wieder schlapp. Sparen Sie sich das Geld für eine «richtige» Standheizung, da haben Sie selbst wenigstens auch etwas davon (warme Füße!!).

Frage von Christina:

Ich habe ein Problem mit meinem Jetta 2, Bj. 1991, 1,6 Liter mit einen Vergaser 2E2 Pierburg. Wenn er kalt ist, läuft er ganz normal. Doch sobald er warm ist, fängt er an, im Standgas extrem hoch zu touren bis zu 6000 Umdrehungen und denn wieder fast auf null zurück. Dies passiert 3-4 vier Mal, dann geht er beim Abtouren einfach aus. Werkstätten haben mir drei neue Vergaser eingebaut, zwei neue Pulldowndosen und einen neuen Vergaserflansch, es war also bis jetzt sehr kostenintensiv, rund 500 Euro. Und das Problem taucht immer wieder auf. Ich hoffe, Sie können mir helfen. Mfg Christina

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christina, das Problem liegt wahrscheinlich gar nicht am Vergaser (der 2E2 ist wirklich mein Angstgegner: Ein elektronisch geregelter Vergaser! Was für ein Mist....). Ich tippe eher auf ein Problem mit der Kurbelgehäuseentlüftung! Bitte die Werkstatt, den Schlauch zwischen Kurbelgehäuse und Saugrohr / Luftfiltergehäuse abzuziehen und das Loch im Saugrohr zu schließen. Der Schlauch muss dann in einen «Catcher»
(bessere Blechdose) entlüften. Wahrscheinlich regelt der warme / heiße Motor so merkwürdig, weil die Gase aus dem Kurbelgehäuse vom Motor teilweise verbrannt werden und die ganze Gemischregelung durcheinander bringen. Aber so ist das eben bei älteren Motoren.... Ein echter Defekt ist das aber m. M. nicht.

Frage von Sandra Elsner:

Hallo Herr Kessler, ich wäre hocherfreut, wenn Sie mir helfen könnten. Ich habe einen Opel Astra G, Bj. 98, 1,2 Motor, Schaltgetriebe, Benziner. Wenn das Auto Betriebstemperatur erreicht hat und ich mich im Drehzahlbereich von 2500 bis 3000 befinde, kommt meistens die Motorlampe. In der Zeit wo die Motorlampe leuchtet (nicht blinkt), nimmt er kein Gas an. Wenn ich dann kurz ein paar Sekunden vom Gas gehe, geht die Lampe aus und er nimmt wieder Gas an. Im kalten Zustand passiert dies nicht. Die Werkstatt meinte, es sei die Lambdasonde. Also hab ich sie austauschen lassen, aber das Problem besteht bis heute und scheint auch so nicht weg zu gehen. Ich flehe Sie an, bitte bitte helfen Sie mir. Ich weiß kein Rat mehr. Ich bitte um Antwort. Ich weiß, Sie haben viel zu lesen und trotzdem bitte ich Sie, helfen Sie mir!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sandra, hat die Werkstatt den Fehlerspeicher ausgelesen? Oder hat sie die Lambdasonde nur «auf Verdacht» gewechselt? Ursächlich könnte nämlich auch der Luftmassenmesser, oder der Gaspedalgeber (wenn er den schon hat...), oder das Drosselklappenpotentiometer, oder die Abgasrückführung, etc. etc. Bei modernen Autos muss man fast schon froh sein, wenn die gelbe Leuchte an geht: Dann gibt es nämlich einen Eintrag im Fehlerspeicher. Und wenn der ausgelesen worden ist, ist die Reparatur meist nur noch eine Kleinigkeit (die aber bezahlt sein will!).

Wieland Helbig fragt:

Wo ist beim Fiat Ducato Maxi, 160 PS mit Klimaautomatik der Außentemperatursensor eingebaut? Der zeigt bei mir in den jetzt kalten Tagen zwischen 18 - 20 Grad an. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wieland, der Fühler sitzt hinter/unter der vorderen Stoßstange. Wahrscheinlich ist er verrutscht und sitzt jetzt zu nahe am Kühler. Dort soll es ja auch im Winter schön warm sein.

Silke Gappa fragt:

Hallo, ich besitze einen Kia Rio, Bj. Juni 2006, in dem ich mir vor 4 Wochen eine Standheizung von Webasto habe einbauen lassen. Mein Problem: Wenn ich alle nötigen Einstellungen vorgenommen habe (Temp., Lüfterstellungen, Frontscheibe und unter anderem auch den Umluftschalter), stellt sich beim Einschalten der Standhzg. der Schalter von Umluft auf Frischluft-Zufuhr. Der Lüfter zieht sich die ganzen Abgase in das Auto rein. In meiner Betriebsbeschreibung steht es auch so drin, das nach wieder Einschalten der Zündung von Um- auf Frischluft geschaltet wird. Warum? Ist doch 1. unökonomisch ständig die kalte Luft zu erwärmen und 2. nicht sehr angenehm und gesund in ein Abgas-Auto einzusteigen. Mein Mann fährt einen Mazda 6 und mein Kollege einen Toyota Avensis jeweils mit Standhzg. und bei denen bleibt die Umluft geschaltet. Was kann ich tun, um Abhilfe zu schaffen? Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüßen, Silke Gappa

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Silke, Sie haben zwar recht, dass es länger dauert, ständige «frische» Luft neu zu erwärmen, wenn die Umluftschaltung aus ist. Andererseits ist ungelüftete Warmluft sehr schnell sauerstoffarm und damit nicht zum atmen geeignet. Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass der Lüfter offenbar die Abgase der Standheizung ansaugt. Hier kann ein echtes Sicherheitsproblem vorliegen. Ich würde die Werkstatt bitten, das Abgasrohr der Standheizung so zu verlegen, dass der Lüfter keine Abgase einsaugen kann (das geht schnell und kostet fast nichts). Um die Steuerung der Umlufttaste zu ändern, müsste man tief in die Technik des Rio einsteigen, was möglicherweise zu anderen Problemen führt. Ich würde nur das Abgasproblem lösen und die Serieneinstellung der Umlufttaste so lassen, wie sie ist.

Johannes Hofmann fragt:

Hallo, ich hoffe, dies ist das richtige Fenster für «Fragen an den Autopapst». Problem: Mein Nissan 100NX (Vergasermotor) hat manchmal ein unruhiges Leerlaufverhalten, einen zu hohen Verbrauch und ab und zu kurze Leistungslöcher beim Beschleunigen. Ich habe schon oft gelesen, dass es am Gemischangleichventil im Vergaser liegen könnte. Was meinen Sie? In ganz seltenen Fällen geht die Leerlaufdrehzahl sogar so weit runter, dass der Motor ausgeht. Die Unterdruckschläuche wurden bereits erneuert. Wenn ich beim Beschleunigen das Gaspedal komplett runter drücke ist es, als würde ganz kurz die Antriebsleistung fehlen. Ab 3000/min tritt das nicht mehr auf. Wenn ich mit 50 im 4. Gang fahre, bin ich so bei 2000/min. Da fährt er die ganze Zeit leicht rucklig. Vielen Dank, Gruß vom Johannes

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Johannes, was Du beschreibst, ist ordinäres Magerruckeln!
Wahrscheinlich ist entweder irgendein Leck in einem Unterdruckschlauch oder ein Riss im Vergaserflansch (Gummiteil zwischen Saugrohr und Vergaser). Wackel mal bei laufendem Motor am Vergaser. Wenn der Motor dabei fast in die Knie geht, liege ich richtig....

Roland Nadig fragt

Hallo, ich habe einen Range Rover p 38, Baujahr Dezember 1999. Der Motor springt nicht mehr an. Anlasser dreht, alles wie sonst auch, jedoch er zündet nicht. Es kommt kein Zündfunke. Der ADAC konnte den Fehler nicht finden. Meine Werkstatt hat ihr Diagnosegerät zur Reparatur. Es kam einmal die Meldung « Alarm ausgelöst». Ich habe das Fahrzeug mehrfach verriegelt und entriegelt , jedoch ohne Erfolg. Können Sie mir einen Tipp geben, woran es liegen könnte? Gruß, Roland Nadig

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Roland, das könnte ein schwieriger Fall werden.... Ich vermute eine Fehlfunktion der kombinierten Alarmanlage / Wegfahrsperre. Um genaueres darüber sagen zu können, müsste das Auto an ein Rover-Diagnosegerät angeschlossen werden (ein «Universal-Tester» reicht leider nicht....). Durch die Rover-Pleite ist das jetzt nicht mehr ganz leicht. Ich kenne eine Werkstatt, die so ein Ding hat. Aber die ist in Berlin und nicht in Hilden. Vielleicht hilft ein Blick in die gelben Seiten oder ins Internet: Suchwort Rover-Vertragswerkstatt...