Smart Forstars: Fahrender Kino-Saal

Weltpremiere in Paris

Das Konzeptfahrzeug Smart Forstars wird in Paris präsentiert.
Das Konzeptfahrzeug Smart Forstars. © Daimler

Smart stellt auf dem Autosalon Paris das Konzeptfahrzeug Forstars vor. Mittels eines in die Motorhaube integrierten Beamers lassen sich damit helle Wände als Kinoleinwand nutzen.

Konzeptfahrzeuge sind sehr häufig ein Ort verrückter Ideen. Jüngstes Beispiel ist Smart mit einem integrierten Beamer. Der strahlt beim Smart Forstars Konzeptfahrzeuge allerdings nicht nach innen, sondern ist in die Motorhaube integriert und kann damit helle Wände zum Kinosaal umfunktionieren, die Bedienung erfolgt zeitgemäß über ein iPhone. Lautsprecher in den Türen und Lüftungsöffnungen sollen beim Filmgenuss die Ohren verwöhnen. Falls mal keine Lust auf einen Film besteht, können sich die beiden Passagiere auch durch die Glaskuppel am Sternenbild erfreuen.

Präsentiert wird das SUC (Sports Utility Coupé) mit Platz für zwei Personen und großem Stauraum auf dem Pariser Autosalon (27. September bis 14. Oktober). Allerdings wurde das Fahrzeug schon in Grundzügen als Studie for-us Anfang des Jahres auf der Detroit Motor Show gezeigt.

E-Motor dient Smart als Antrieb

Als Antrieb des 3,50 Meter langen und 1,71 Meter breiten Smart dient ein Elektromotor mit 60 kW/81 PS. Auch dank einem Drehmoment von 135 Newtonmetern beschleunigt der Smart flott und soll bis zu 130 km/h schnell sein. Die Lithium-Ionen Batterie besitzt eine Kapazität von 17,6 kWh. Kurze Überhänge vorne und hinten sowie 21-Zoll große Räder lassen den Smart äußerst kompakt erscheinen. Die Studie überragt das Serienmodell um 1,13 Meter, was vor allem einem jetzt vorhandenen Kofferraum zu Gute kommt. Die gläserne Haube über dem Laderaum öffnet sich elektrisch.

Konzeptfahrzeug Smart Forstars.
Das Heck des Smart Forstar Daimler

Die technischen Spielereien in dem Konzeptfahrzeug haben aber noch einen durchaus seriösen Hintergrund. Das Design gibt einen Ausblick auf die künftige Formensprache von Smart. Besonders auffällig sind die Scheinwerfer und Rückleuchten, die durch ein LED-Band umgeben werden. Abdeckungen oberhalb der Leuchten und eine farbige Sonnenblende über der Frontscheibe lassen den Kleinstwagen gedrungener auftreten. In der hinteren rechten Rückleuchte verbirgt sich einen Ladesteckdose, in der linken ist Platz für eine Getränkedose, was in der Serie aber eher keinen Einzug finden wird.

Im Innenraum dominieren glatte Oberflächen in perlmuttweiß und rot sowie gebürstetes Aluminium. Hinzu kommt perforiertes Leder. Die durchbrochenen Sitzschalen sind mit abnehmbaren Stoffen überzogen. Das Cockpit ist fahrerorientiert und ein Smart-Phone in Verbindung mit einer Heckkamera ersetzt einen klassischen Innenspiegel. Willkommen in der digitalen (Film-) Welt. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.