Gabriel rechnet mit Festlegung auf C02-Grenzwert

Gabriel rechnet mit Festlegung auf C02-Grenzwert
Sigmar Gabriel © Foto: dpa

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel geht davon aus, dass die EU-Kommission für neue Autos Grenzwerte beim C02-Ausstoß festlegen wird. Die EU will den Ausstoß bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer reduzieren.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) rechnet trotz des Streits um Kohlendioxid-Grenzwerte für neue Autos mit einer Festlegung der Europäischen Union auf verbindliche Ziele. Er sei zuversichtlich, dass die Umweltminister zum Ende der deutschen Ratspräsidentschaft im Juni Schlussfolgerungen verabschieden, «die eine sichere Erreichung der Ziele einfordern», schrieb er für das Internetportal des Auto Club Europa (ACE). Die EU-Kommission will den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer senken. Die Anrechnung der Biosprit-Beimischung sei kein Entgegenkommen für die Autoindustrie, betonte Gabriel.

Verbrauch von 5,2 Liter auf 100 km

Das Ziel des Grenzwerts von 120 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht laut Gabriel einem durchschnittlichen Verbrauch von 5,2 Liter auf 100 Kilometer bei Benzinern und 4,5 Liter bei Diesel-Autos. Die deutsche Automobilindustrie macht sich für eine differenzierte Regelung nach Fahrzeugklassen stark, während Frankreich und Italien auf gleiche Grenzwerte für alle Produzenten dringen. Die EU-Umweltminister treffen sich an diesem Freitag und Samstag in Essen.

Die EU-Staaten forderte er dazu auf, mehr für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes nach dem Kyoto-Protokoll zu tun. «Der Emissionshandel muss transparenter und einheitlicher gestaltet, die Verschmutzungs-Zertifikate müssen zumindest teilweise versteigert werden. Dadurch bekommen wir mehr Geld für Klimaschutzmaßnahmen», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Freitag). In der Handelsperiode 2013 bis 2020 könne er sich vorstellen, dass nicht zehn Prozent der Verschmutzungszertifikate, sondern die Hälfte oder alle versteigert würden. (dpa)

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