Zuwachs für die Kleinfamilie von VW

Der VW Space Up © Foto: AG/Mertens

Der VW-Konzern hat auf der Tokio Motorshow die Weltpremiere des «Space Up» gefeiert. Der Mini-Van ist nach dem «Up» das zweite Kind der «New Small Family» des Wolfsburger Autobauers.

Von Frank Mertens

Sechs Wochen nach der Vorstellung seiner Kleinwagen-Studie «Up» auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main hat der VW-Konzern auf der Tokio Motorshow das zweite Mitglied seiner «New Small Family»-Baureihe vorgestellt: den «Space Up».

23 Zentimeter länger als der «Up»

Obwohl der «Space Up» später das Licht der Welt erblickt hat, ist er sozusagen der große Bruder des «Up». Im Vergleich zu ihm ist der 3,68 Meter lange «Space Up» um stattliche 23 Zentimeter gewachsen und bietet statt zwei nun Platz für vier Personen.

Der VW Up Foto: Volkswagen

In der Höhe bringt es die jüngste Studie der Wolfsburger auf 1,54 Meter (plus vier Zentimeter) und in der Breite auf 1,63 Meter. Im Vergleich zum Fox, dem bislang kleinsten VW, ist der «Space Up» um 15 Zentimeter kürzer. Dafür bietet er eine ausgesprochen große Variabiltät. So lassen sich wie beim «Up» auch beim neuen Wolfsburger Mini-Van alle Sitze bis auf den des Fahrers herausnehmen und im Kofferraum verstauen. Und der bietet Platz für 220 Liter Gepäck, bei herausgenommenen Rücksitzbänken werden es sogar 1005 Liter. Das ist für ein Auto dieser Klasse ein hervorragender Wert.

Aufblasbare Sitze

Die Sitze im VW Space Up Foto: AG/Mertens

Ein nettes Feature sind auch die aufblasbaren Sitze, die sich so den unterschiedlichen Körperformen der Passagiere anpassen lassen. Durchdacht sind auch die auf den beiden Rücksitzen integrierten Kindersitze, die sich mit einem Handgriff herausfahren lassen. Der Innenraum des Neuen bietet ansonsten all das, was bereits der «Up» offeriert, beispielsweise zwei Displays. Auf dem einen sind Informationen zu Geschwindigkeit, Verbrauch und C02-Ausstoß abzulesen, auf dem anderen lassen sich Klimaanlage, Telefon, Radio und andere Multimediafunktionen mittels eines Touchscreens steuern.

Das Heck des VW Space Up Foto: AG/Mertens

Im Gegensatz zum «Up» verfügt der «Space Up» über vier Türen, von denen sich die beiden hinteren gegenläufig öffnen lassen. Konkrete Angaben zu den Motoren des Mini-Vans machte VW auf der Tokio Motorshow nicht. Wie der «Up» wird aber auch der «Space Up» über einen Heckantrieb verfügen und von Zwei- und Dreizylinder-Motoren angetrieben.

Testlauf in Los Angeles

Die Seitenansicht des VW Space Up Foto: AG/Mertens

Seinen nächsten Testlauf wird der «Space Up» auf der Los Angeles Motorshow in drei Wochen feiern. Dort sind die VW-Verantwortlichen besonders auf die Reaktionen der Kundschaft gespannt. Denn Amerika gilt insbesondere auch für die «New Small Family» als wichtiger Absatzmarkt. Wann der «Space Up» kommt, steht noch nicht fest. Zunächst bleibt der Marktstart des kleinen Bruders abzuwarten. Zwar gilt es als sicher, dass er gebaut wird, doch eine offizielle Entscheidung der Konzernspitze gibt es hierzu nicht.

Der New Space Up Foto: AG/Mertens

«Doch nach den positiven Reaktionen zum Up auf der IAA kommen wir aus dieser Nummer nicht mehr raus», sagte ein VW-Sprecher. Als Startdatum für den «Up» erscheint das Jahr 2009/2010 realistisch zu sein. Der Preis für den «UP» soll sich auf dem deutschen Markt deutlich unter 10.00 Euro bewegen, auf den Wachstumsmärkten in abgespeckter Ausstattung um die 6000 Euro. Dass nach dem «Up» und dem «Space Up» noch weiterer Nachwuchs zur «New Small Family»-Baureihe hinzukommen wird, steht fest. Auf der IAA hatte VW-Chef Martin Winterkorn bereits angekündigt, dass vom «Up» die verschiedensten Varianten vorstellbar seien.