Hyundai Trajet: Günstige Familienkutsche

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Hyundai hat den Familienvan Trajet leicht überarbeitet. Der bei den Käufern populäre Zweiliter-Benzinmotor verbraucht jetzt deutlich weniger als zuvor. Geblieben ist der Economy-Preis.

Stefan Grundhoff

In der Klasse der Familienvans liefern sich die Fahrzeughersteller einen harten Konkurrenzkampf. Das Angebot an Fahrzeugen ist daher nahezu unüberschaubar. Die einen chic, die anderen edel - variabel und vielfältig sind sie alle. Hyundai möchte die potentiellen Kunden des Trajet insbesondere mit einem günstigen Preis und einer kompletten Serienausstattung locken. Zum Modelljahr 2004 wurde der vor vier Jahren vorgestellte Trajet leicht überarbeitet. Besonders das Volumenmodell 2,0 wurde optisch und technisch aufgefrischt.

Leichte optische Retouschen

Die optischen Modifikationen sind allenfalls auf den zweiten Blick zu erkennen. Veränderte Front- und Heckscheinwerfer, dazu Seitenblinker und ein Armaturenbrett in Zwei-Ton-Optik - das war es auch schon. Die Serienausstattung des Familienvans wurde mit Details wie Klimaautomatik und Bordcomputer aufgewertet. Ab sofort verfügt auch der mittlere Sitz in der zweiten Reihe über einen zeitgemäßen Dreipunkt-Gurt.

Viel Platz im Inneren

Nichts geändert hat sich am guten Raumangebot im Trajet. Sieben Einzelsitze sind Serie. Die Sitze im Fond geben zumindest drei Erwachsenen und zwei Kindern ausreichend Platz. Die dritte Reihe ist nur für Kinder geeignet. Die Sitze lassen sich umklappen, als Tisch nutzen oder mit wenigen Handgriffen entfernen. So wächst das Ladevolumen des Koreaners von 304 auf bis zu 2716 Liter. Einziges Manko: Jeder Sitz wiegt 22 Kilogramm - da heißt es kräftig anpacken beim Ausbauen der Stühle. Die niedrige Ladekante macht das Be- und Entladen dagegen leicht.

Für Komfort im Fond sorgen zahlreiche Ablagen, Klapptische und eine getrennte Klimaregelung. Die Sicherheitsausstattung umfasst ABS, Front- sowie Seiten-Kopfairbags. ESP und Kopfairbags für die Hinterbänkler werden erst bei der nächsten Trajet-Generation verfügbar sein.

Benziner mit mehr Kraft

Das Cockpit ist übersichtlich angeordnet.

Die meisten Trajet-Käufer entscheiden sich nicht wie klassenüblich für einen Diesel, sondern den Zweiliter-Benziner. Dank variabler Ventilsteuerung hat der an Kraft etwas zugelegt. 103 KW / 140 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h stehen nun zu Buche. Neben leicht verbesserten Fahrleistungen wurde so der Durchschnittsverbrauch um mehr als einen halben Liter auf 8,7 Liter auf 100 Kilometer gesenkt. Die Schadstoffeinstufung Euro 3/D 4 ist dagegen wenig zeitgemäß.

Gewicht macht sich bemerkbar

Trotz der leichten Leistungsspritze macht der Trajet besonders auf Autobahnen und Landstraßen einen etwas trägen Eindruck. Immerhin wiegt der 4,70 Meter lange Fronttriebler knapp zwei Tonnen. Wer zügig unterwegs sein möchte, muss die Gänge schon ausdrehen. Da ist der drehmomentstarke Trajet 2.0 CDRi die bessere Lösung. Lenkung und Schaltung könnten präziser sein, verrichten jedoch einen soliden Job. Das Fahrwerk legt großen Wert auf Komfort. Die Passagiere wird das gerade auf langen Strecken freuen. Doch in schnellen Kurven neigt der Hyundai zu deutlichem Untersteuern und spürbaren Wankbewegungen. Zudem könnten die Bremsen kräftiger zufassen.

Günstiger Preis

Der Preis für den gut ausgestatteten Hyundai Trajet 2.0 GLS liegt bei günstigen 23.050 Euro. Für Frischluft sorgt das elektrische Panoramadach (750 Euro), für angenehme Atmosphäre das Lederpaket mit beheizten Ledersitzen und abgedunkelten Scheiben (1.650 Euro). Der Trajet 2,0 CRDi kostet 25.250 Euro.