Elektroautos: Wo der Name zum Programm wird

Von Opel Ampera bis Mitsubishi i-MiEV

Der Opel Ampera kommt im November auf den Markt. © Opel

Langsam kommen die ersten Elektroautos auf den Markt. Neben Design, Preis und Technik entscheidet auch der Name über den Erfolg. Opel nennt sein Auto Ampera, Citroen seines C-Zero. Doch nicht alle Namen leuchten auf Anhieb ein.

Mit Elektroautos wollen die Fahrzeughersteller den Gedanken des emissionsfreien Fahrens in die Welt tragen. Damit das klappt, sind sie bei der Namensgebung besonders kreativ gewesen: Mal spielen die Stromer dem Namen nach auf ein Blatt im Wind, mal auf ein geladenes Atom oder einfach nur auf null Emissionen an. Die Botschaften verstehen aber nur diejenigen, die die mitunter kryptischen Modellbezeichnungen auch entschlüsselt können.

Citroen, Peugeot und Mitsubishi rollen an

Die Schwestermodelle Citroen C-Zero, Peugeot Ion und Mitsubishi i-MiEV rollen dieser Tage auf den Markt. Bei der Namensgebung haben sich die drei Hersteller jedoch von unterschiedlichen Quellen inspirieren lassen. Gleich mit Netz und doppeltem Boden spielt Citroen. Der französische Autobauer bleibt seinen bisherigen Modellbezeichnungen treu und beginnt auch den Namen des E-Mobils mit C.

Es folgt Zero (französisch für "Null") - passt also auch, denn bei Citroen wachsen die Modelle mit den Zahlen und größenmäßig gehört der Stromer eher zu den kleineren Fahrzeugen. Doch der Name ist noch tiefgründiger: Das C steht gleichzeitig auch für CO2, Zero bezeichnet in diesem Fall die fehlenden Emissionen.

Peugeot iOn Peugeot

Der Peugeot Ion verweist dagegen mit seinem Namen auf die gleichnamigen elektrisch geladenen Atome, die für das Tanken an der Steckdose stehen. Dass es nochmals anders geht, zeigt Mitsubishi mit dem kleinen Stromer i-MiEV. Im Deutschen klingt das Wort wie schlechter Geruch, allerdings verbirgt sich dahinter eine Abkürzung: "Mitsubishi innovative Electric Vehicle". Das Kürzel suggeriert also, um was für ein Fahrzeug es sich handelt, Mitsubishis innovatives Elektroauto. Das "i" vor dem MiEV steht hierbei für einen in Japan erhältlichen Kleinwagen, auf dem das Fahrzeug zumindest größenmäßig basiert.

Wie ein Blatt im Wind bewegt sich der Nissan Leaf. Während der Fahrt wäre er wie alle Elektroautos überhaupt nicht hörbar, wenn er nicht zur Sicherheit der vorbeigehenden Fußgänger ein Surren oder Rauschen von sich geben würde. Vielleicht haben sich die Entwickler deshalb für den Namen "Leaf" entschieden. Das englische Wort bedeutet auf Deutsch "Blatt" und beschreibt gleichzeitig den Ökogedanken. Denn durch Stromer soll schließlich auch die Umwelt geschützt werden, weil sie derzeit zumindest lokal völlig emissionsfrei fahren.