Bosch und Daimler vertiefen Elektro-Allianz

Entwicklung von Motoren

Der neue Elektro-Smart kommt im Spätsommer auf den Markt.
Li-Tec produzierte die Batteriezellen für den Elektro-Smart. © Daimler

Bosch und Daimler arbeiten zukünftig noch stärker bei der Entwicklung von Elektromotoren zusammen Bis Ende des Jahres soll die Produktion im Hildesheimer Bosch-Werk voll anlaufen.

Bosch und Daimler vertiefen ihre Zusammenarbeit bei Elektromotoren. Das Gemeinschaftsunternehmen EM-motive in Hildesheim habe sein Geschäft auf Antriebe für Hybridfahrzeuge ausgeweitet, sagten die Geschäftsführer Arwed Niestroj und Axel Humpert der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Kartellbehörden hätten dem bereits zugestimmt. Bis zum Jahresende soll die Produktion im Hildesheimer Bosch-Werk voll angelaufen sein.


Absatzziel verdoppelt

Das Absatzziel von ursprünglich einer Million E-Motoren bis 2020 haben die Partner deshalb bereits verdoppelt. Bislang sollte EM-motive lediglich Motoren für reine Elektroautos entwickeln und bauen. Deren Stückzahlen sind aber noch überschaubar. Die Branche setzt deshalb zumindest mittelfristig auf Hybridantriebe aus Elektro- und Verbrennungsmotor, mit denen Autos über kurze Strecken rein elektrisch fahren können. Bislang stattet EM-motive die Daimler-Marken Mercedes und Smart sowie mehrere Modelle von Porsche und PSA Peugeot -Citroën mit Elektroantrieben aus.

Daimler und Bosch hatten im vergangenen Jahr eine Elektroauto-Allianz geschmiedet. Um die immensen Kosten für die Entwicklung alternativer Antriebe auf mehrere Schultern zu verteilen, waren in der Branche diverse Kooperationen entstanden. Die Bundesregierung plant bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu haben.

Ein Ziel, das selbst von der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) nicht mehr als realistisch angesehen wird, sollten sich die Rahmenbedingungen nicht ändern. Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber geht unter den jetzigen Rahmenbedingungen wie die die NPE nur noch von 600.000 Fahrzeugen aus, wie er unlängst im Interview mit der Autogazette gesagt hatt. (AG/dpa)