Car2go: 300 Elektro-Smarts in Stuttgart unterwegs

Carsharing

Für E-Autos gibt es Sonderkennzeichen.
Für E-Autos gibt es Sonderkennzeichen. © Daimler

Daimler hat am Donnerstag in Stuttgart im Rahmen seines Carsharing-Angebots „car2go“ die größte Elektroauto-Flotte Deutschlands auf die Straße geschickt. Insgesamt kommen 300 Elektro-Smarts zum Einsatz.

In Stuttgart ist die größte Elektroflotte Deutschlands unterwegs. Der Daimler-Konzern schickte am Stammsitz des Unternehmens am Donnerstag im Rahmen seiner Mobilitätskonzepts „car2go“ 300 Elektro-Smarts an den Start. Aufgeladen werden sollen die E-Autos dabei ausschließlich mit regenerativem Strom. Dazu sollen bis Ende des kommenden Jahres im Stadtgebiet und in der Region Stuttgart insgesamt 500 Ladesäulen des Energieversorgers EnBW errichtet werden, wie Daimler am Donnerstag mitteilte. Derart viele Elektro-Smarts wie derzeit in Stuttgart hat "car2go" in Europa bislang nur in Amsterdam im Einsatz. In den USA ist eine gleichgroße E-Flotte noch in San Diego unterwegs.

„Car2go bietet bezahlbare Elektromobilität für alle. Dank car2go kann sich jedermann in Stuttgart von der Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe überzeugen“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche beim Startschuss für die Elektroflotte. Der Start von „car2go“ ist Bestandteil der Schaufensterregion Elektromobilität in Baden-Württemberg. Die Elektroautos können von allen bei „car2go“ registrierten Nutzern unproblematisch genutzt werden. Neben einer einmaligen Anmeldegebühr entfallen pro Kilometer 29 Cent für die Nutzung eines E-Smarts an. Für die stunden- und tageweise Nutzung gelten vergünstigte Raten von 12,90 Euro beziehungsweise 39 Euro.

Nutzung der Mobilitätsplattform Moovel

Das Auto kann im gesamten 75 Quadratkilometer großen Geschäftsgebiet auf jedem öffentlichen Parkplatz abgestellt werden. Damit ist der Kunde unabhängig bei der Nutzung seines Carsharing-Fahrzeugs. Den Standort des nächsten freien „car2go“-Fahrzeugs erfährt der Kunde über sein Smartphone. Die Elektroflotte in Stuttgart kann übrigens auch von den Kunden aus den übrigen deutschen Standorten Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und Ulm können mit ihrer Mitgliedskarte genutzt werden .

„Die Elektromobilität nimmt mit neuen Konzepten und einer öffentlichen Infrastruktur genau dort Fahrt auf, wo das Automobil erfunden wurde. Die mit Unterstützung des Landes aufgebauten Ladestationen können jetzt von allen Elektro-Fahrzeugen genutzt werden“, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Im Rahmen der Schaufensterregion Elektromobilität soll das Angebot von „car2go“ auch mit dem Öffentlichen Personen-Nahverkehr verknüpft werden.

Zur Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern können Kunden in Stuttgart auf die Mobilitätsplattform „Moovel“ zurückgreifen. Die App ermöglicht es den Kunden sich auf einer Oberfläche verschiedene Mobilitätsanbieter wie neben „car2go“ auch Busse und Bahnen als auch eine Mitfahrgelegenheit anzeigen zu lassen. (AG/FM)