Blitzeis provozierte viele Unfälle

Unfallbilanz

Blitzeis kann zur tödlichen Falle werden © Foto: dpa

Die Mitte und der Osten Deutschlands hatten in der letzten Nacht mit heftiger Straßenglätte zu kämpfen, die ihre Opfer forderte. Auch wenn es jetzt wärmer wird, die Wetterkapriolen sind noch nicht vorbei.

Knochenbrüche, Autounfälle und Tote: Blitzeis und Eisregen haben in der Nacht zum Donnerstag vielerorts für spiegelglatte Straßen und Unfälle gesorgt. Vor allem in Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz gefror der Sprühregen rasch auf dem noch kalten Boden und bildete eine gefährliche Eisschicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

Frost ist in den nächsten Tagen kaum noch ein Thema, am Wochenende erwarten die Meteorologen zweistellige Plusgrade. Dafür wird es turbulent: Sturmtief «Lukas» macht sich auf den Weg nach Deutschland. Am Freitag und Samstag gibt es heftigen Wind mit Böen in Sturm- bis Orkanstärke, vor allem an der Nordseeküste und auf den Bergen.

Vorläufige Unfallbilanz

In Sachsen kam auf den Autobahnen der Verkehr stellenweise zum Erliegen. Auf der A 4 (Chemnitz-Erfurt) gab es zwischen den Anschlussstellen Wüstenbrand und Schmölln im Osten Thüringens nach Unfällen in beiden Richtungen Stau. In Dresden war die A 17 Richtung Prag zwischen den Tunneln Altfranken und Coschütz gesperrt. Bis zum Mittag verbuchte allein die Polizeidirektion Oberes Elbtal/Osterzgebirge 84 Unfälle. Die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge zählte mehr als 150 Unfälle.

In Brandenburg krachte es laut Polizei es in der Nacht zu Donnerstag mindestens 113 Mal. Ein 57-Jähriger kam als Beifahrer auf eisglatter Straße bei Golßen ums Leben. Auf der Autobahn 13 kam es nach einem Unfall zwischen Teupitz und Groß Köris zu einem kilometerlangen Stau. Ein Lastwagen war gegen die Leitplanke geprallt.

In Rheinland-Pfalz verunglückte in der Nähe von Nastätten ein 78 Jahre alter Autofahrer tödlich. Sein Wagen war wegen überfrierender Nässe in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt.

In Thüringen meldete allein die Polizeidirektion Gera 67 Zusammenstöße. Meist sei es bei Blechschäden geblieben, ein Mensch wurde leicht verletzt. Massive Probleme gab es auch in und um Rudolstadt, Eisenach und im Wartburgkreis. Auf der B87 im Weimarer Land rutschte ein Bus von der glatten Straße (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified (Print und Online).