Skoda Fabia: Klein, praktisch, agil

1.2 TSI mit 90 PS

Der Skoda Fabia ist ein agiler Kleinwagen.
Der Skoda Fabia ist ein agiler Kleinwagen. © Skoda

Der neue Skoda Fabia bietet nicht nur ein ansprechendes Design, sondern vor allem auch überzeugende Fahrleistungen für einen Kleinwagen. Was der Fabia als 1.2 TSI mit 90 PS zu bieten hat, zeigt unser Fahrbericht.

Von Frank Mertens

Das Kleinwagensegment ist hart umkämpft: Hier buhlen Autos wie beispielsweise der Hyundai i20, der VW Polo oder auch der Opel Corsa um die Kundschaft. Wer sich gegen diese Konkurrenz durchsetzen will, der muss schon überzeugende Argumente haben - so wie der neue Skoda Fabia.

Das Modell der Tschechen sieht nach der umfangreichen Modellüberarbeitung nicht nur deutlich moderner als sein in die Jahre gekommener Vorgänger aus, sondern basiert auch auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des VW-Konzerns. Damit kann der Kleine auf alle technischen Schmankerl aus dem Wolfsburger Konzernregal zurückgreifen - und das merkt man bereits nach den ersten Testkilometern mit dem 1.2 TSI mit 90 PS.

1.2 TSI agiles Aggregat

Gut, 90 PS hören sich jetzt nicht nach wirklich viel Leistung an. Doch nicht nur für die Stadt reicht das vollkommen. Der kleine Turbobenziner erweist sich nämlich als ausgesprochen agiles und durchzugstarkes Aggregat. So liegt sein maximales Drehmoment von 160 Nm zwischen 1400 und 3500 Umdrehungen in der Minute an. Um so richtig auf Touren zu kommen, muss man aber schalten, schalten, schalten - was letztlich auch auf den Verbrauch drückt. 4,7 Liter werden im Drittelmix in Aussicht gestellt, bei den Testfahrten waren es trotz eines gut funktionierenden Start-Stopp-Systems 1,2 Liter mehr - ein noch akzeptabler Wert, vor allem auch angesichts einer teils etwas flotteren Fahrweise.

Der Skoda Fabia Combi wurde markanter gestaltet.
Der Innenraum des Fabia Skoda

Das Fahrwerk des Fabia ist dabei gut abgestimmt; findet einen guten Kompromiss zwischen straffer, aber dennoch komfortabler Abstimmung. Nichts zu beanstanden gab es auch bei der Lenkung, die direkt reagiert, dem Fahrer eine gute Rückmeldung zur Straße vermittelt. So muss es sein. Das manuelle Fünfganggetriebe lässt sich zwar knackig bedienen, doch leider fehlt ein sechster Gang, den man insbesondere bei Autobahnfahrten vermisst. Wer Wert auf einen sechsten Gang legt, der muss sich für den 1.2 TSI mit 110 PS entscheiden. Warum das dem kleineren Benziner vorenthalten bleibt, ist unverständlich. Ein sechster Gang hätte dem Kleinen wirklich gut zu Gesicht gestanden.

Aufgehübschter Innenraum

So wie sich das Exterieur-Design moderner und frischer präsentiert, zeigt sich auch der Innenraum aufgehübscht. Die Instrumente sind klar strukturiert, lassen sich intuitiv bedienen und sind ebenso gut ablesbar. Da gibt es ebenso nichts zu meckern, wie an den straff gepolsterten Sitzen, die Fahrer und Beifahrer einen guten Seitenhalt bieten. Das Schöne und die Stärke des neuen Skoda Fabia ist sein Unaufgeregtheit. Man setzt sich rein, fährt los und fühlt sich wohl - und das trifft selbst für Mitreisende im Fond zu. Hier können selbst zwei Erwachsene ohne große Verrenkungen bequem Platz nehmen - ohne dass das zu Lasten des Kofferraumvolumens geht. Er bietet satte 300 Liter - das ist sehr anständig in diesem Segment.

Der Skoda Fabia legte im Juni kräftig zu.
Das Heck des Fabia Skoda

Dass Kleinwagen immer sicherer werden, dafür ist der Fabia ein gutes Beispiel. Er ergatterte nicht nur fünf Sterne im EuroNCAP-Crashtest, sondern bietet seinem Käufer auch eine Vielzahl von Fahrassistenzsystemen wie eine serienmäßige Multikollisionsbremse, einen Müdigkeitswarner (Aufpreis 50 Euro) oder ab der Ausstattungsvariante Ambiente auch einen Frontradar mit City-Notbremsfunktion. Leider nicht im Angebot ist ein Spurhalteassistent, dann würde Skoda für seinen Kleinen ein Rundum-Sorglos-Paket haben.

Da es nach wie vor genügend Fahrzeuge gibt, bei denen das Herstellen einer Bluetooth-Verbindung eine aufwendige Recherche im Bordhandbuch voraussetzt und durchaus nervenaufreibend werden kann, sei die intuitive Handhabung beim Fabia ausdrücklich gelobt. Ein paar Tastendrücke reichen, schon ist das Smartphone verbunden. Dass der neu Fabia sich im hartumkämpften Kleinwagensegment durchsetzen wird, steht nach den zweiwöchigen Testfahrten außer Frage. Der Skoda Fabia kann ohne Wenn und Aber empfohlen werden. Der Einstiegspreis für den von uns getesteten 1.2 TSI beginnt übrigens bei 13.740 Euro.