29. Mai 2013

Fahrbericht 1.8 TSI mit 180 PS Seat Leon SC: Mit Leidenschaft zum Erfolg

Der Seat Leon SC bietet überzeugende Fahrleistungen. Fotos ▶
Der Seat Leon SC bietet überzeugende Fahrleistungen. © Seat

Seat führt vom Leon am 8. Juni das Sportcoupé auf den Markt ein. Der Dreitürer bringt alles mit, um den Absatzerfolg der Spanier auf dem deutschen Automarkt fortzuschreiben, wie unser Fahrbericht zeigt.




Von Frank Mertens

Die VW-Tochter Seat befindet sich derzeit auf Erfolgskurs – zumindest in Deutschland. Hier konnte der Autobauer in den ersten vier Monaten des Jahres seinen Absatz mit 25.795 Einheiten um 32,4 Prozent steigern. Dabei profitierten die Spanier von einer Vielzahl von Neuheiten wie dem Mii, Ibiza, Leon und Toledo. Vor allem Modelle wie der Ibiza und Leon beflügelten das Wachstum der Marke nachhaltig.

Nun schickt Seat nach dem im November auf den Markt gekommenen Fünftürer den dreitürigen Leon hinterher, der den Zusatz SC (Sportcoupé) in der Modellbezeichnung trägt. Ab dem 8. Juni wird er zu einem Preis von 14.890 Euro zu den Händlern rollen. Dafür erhält man den dynamisch gezeichneten SC mit einem 1.2 Liter großen TSI-Motor mit 86 PS. Im Vergleich zum Fünftürer ist der SC damit 500 Euro günstiger. Neben den fehlenden zwei Türen unterscheidet sich der Dreitürer noch durch einen um 3,5 Zentimeter verkürzten Radstand, eine um 19,5 Grad flachere Heckscheibe, ein um 1,3 Zentimeter tieferes Dach und eine Gewichtsreduktion von immerhin 20 Kilogramm für das Einstiegsmodell.


Leon mit effizienterem Verbrauch

In der Folge konnte der Verbrauch des auf dem Modularen Querbaukastens (MQB) des VW-Konzerns basierenden Leons um 15 Prozent reduziert werden. So kommt der Einstiegsbenziner auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,2 Litern (CO2-Ausstoß 119 g/km), der 1.6 TDI mit 105 PS und Start-Stopp-System begnügt sich mit 3,8 Litern (CO2-Wert: 99 g/km).

Das Cockpit im Seat Leon SC
Das Cockpit im Seat Leon SC © Seat

Doch der SC, der im bisherigen Mix mit dem Fünftürer ein Drittel der Verkäufe ausmachen soll, kann auch anders. Ganz anders sogar. Vor allem dann, wenn man sich für den 1.8 TSI entscheidet. Dann ist man mit satten 180 PS unterwegs und darf sich zudem auch noch über den Zusatz FR (Formula Racing) im Modellnamen freuen.

Dann kann man sich beispielsweise serienmäßig über 17 Zoll Leichtmetallfelgen, ein Doppelrohrauspuff, ein Sportlenkrad und ein sportlicheres Fahrwerk freuen. Zudem bekommt der Fahrer beim FR auch gleich das Seat Drive Profil mitgeliefert, mit dem sich über das Touchscreen des Navigationsgerätes die drei Fahrmodi Sport, Comfort und Eco auswählen lassen. Entscheidet man sich für Sport, wird der Hintergrund der klar strukturieren Instrumententafel in Rot unterlegt. Das soll dann besonders dynamisch wirken.

Gute Fahrdynamik

Ein nettes Feature, doch diese Dynamik legt der neue Leon SC auch ohne derartige Spielereien an den Tag. Denn den Sprint auf Tempo 100 absolviert der spanische Golfableger mit dem Siebengang-DSG nicht nur in flotten 7,1 Sekunden, sondern bietet auch eine Spitzengeschwindigkeit von 224 km/h an. Doch seine Stärken offenbart der SC nicht auf der Autobahn, sondern auf kurvenreichen Strecken, wo er seine ganze Agilität – auch dank des kürzeren Radstandes – voll ausspielen kann.

Hier avanciert das jüngste Familien-Mitglied der Leon-Familie zu einem temperamentvollen Kompaktklassemodell. Dass das natürlich auch auf den Verbrauch Einfluss nimmt, liegt auf der Hand; daran ändert auch das gut funktionierende Start-Stopp-System nichts. Statt des in Aussicht gestellten Durchschnittsverbrauchs von 5,7 Litern (CO2-Wert 132 g/km) muss man mit rund 7,5 Litern auf 100 Kilometern rechnen. Für ein Auto mit diesen Leistungsdaten ein dennoch guter Wert.

Das Heck des Seat Leon
Das Heck des Seat Leon © Seat

Wer Lust darauf hat, einen Seat Leon SC 1.8 TSI mit DSG zu fahren, muss dafür 25.540 Euro auf den Tisch des Händlers legen. Dafür bekommt er dann jedoch auch ein rundherum überzeugendes und gut ausgestattetes Auto. Vor allem eines, dem man im Gegensatz zum Konzernbruder aus Wolfsburg nicht vorwerfen kann, zu bieder daher zu kommen. Angesichts solcher Autos wie dem Leon überrascht es nicht, dass Seat auf dem rückläufigen deutschen Automarkt derart so steile Wachstumsraten zu verzeichnen hat.






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