21. Januar 2015

Fahrbericht Facelift für Kompakt-SUV Honda CR-V: Effizient unterwegs mit neuem Diesel

Der Honda CR-V erhielt ein Facelift.
Der Honda CR-V erhielt ein Facelift. © Honda

Weltweit gehört der Honda CR-V zu den meisterverkauften Modellen im Segment der kompakten SUV. Nun hat der japanische Hersteller seinen Bestseller aufgefrischt, für den sich in Deutschland ein Drittel aller Honda-Kunden entscheiden.




Der Honda CR-V gehört weltweit zu den meistverkauften Kompakt-SUV. Auch wenn er sich in Deutschland den heimischen Herstellern geschlagen geben muss, ist das mittlerweile in der vierten Generation erhältliche Fahrzeug der Besteller im Portfolio der Japaner. Hierzulande entscheiden sich mehr als ein Drittel der Honda-Kunden für das SUV-Urgestein. Jetzt wurde es aufgefrischt.

Ein sparsamer Diesel mit 118 kW/160 PS sowie eine Neungang-Automatik halten Einzug. Außerdem sind nun moderne Infotainment- sowie Assistenzsysteme verfügbar. Das neue Triebwerk kostet in Verbindung mit Allradantrieb ab 32.590 Euro in der bereits umfangreich ausgestatteten Elegance-Version.


Diesel mit Allradantrieb

Für die Allradfans der Marke ganz wichtig: Nun ist ein neuer Diesel in Verbindung mit 4x4-Antrieb erhältlich. Der bisherige 2,2 Liter-Selbstzünder mit 110 kW/150 PS war doch sehr in die Jahre gekommen und wurde nun in den Ruhestand verabschiedet. Das neue 118 kW/160 PS starke 1,6-Liter-Aggregat mobilisiert 350 Nm, die bereits ab 2000 Umdrehungen zur Verfügung stehen. Der Bi-Turbo hängt gut am Gas, von einer Anfahrschwäche ist nichts zu spüren. Man sollte aber nicht vergessen, dass das Fahrzeug rund 1,7 Tonnen auf die Waage bringt. Ein Bruder Leichtfuß ist der CR-V also nicht, soll schnell überholt werden, ist es ratsam, diesen Vorgang mit dem gezieltem Runterschalten zu unterstützen.

Serienmäßig ist das Triebwerk an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Der Verbrauchsnormwert liegt bei 4,9 Litern (CO2-Ausstoß: 129 g/km), bei ersten Testfahrten zeigte der Bordcomputer realistischere 6,3 Liter an. Wer lieber schalten lässt, kann auf die optional angebotene Neungang-Automatik zurückgreifen. Für das von ZF gefertigte Getriebe werden allerdings 2100 Euro zusätzlich fällig. Doch der Aufpreis lohnt sich: Motor und Getriebe passen gut zusammen. Außerdem haben die Honda-Ingenieure im Zuge des Facelifts die Lenkung sowie das Fahrwerk leicht modifiziert. Ein wenig straffer und direkter geht es nun zu, ohne dass der CR-V zum harten Sportler mutiert wäre.

An Komfort zugelegt

Neue Assistenzsysteme erhielt der Honda CR-V
Neue Assistenzsysteme erhielt der Honda CR-V © Honda

Überhaupt setzen die Honda-Techniker auf Komfort. Die Dämmung wurde verbessert, auf dass es im Innerraum nun leiser zugeht. So lässt sich doch besser der Musik lauschen oder ein Telefonat führen. Damit diese Tätigkeiten zeitgemäß ausgeführt werden können, bietet Honda nun erstmals ein modernes Infotainmentsystem an. Das neue, ab der Ausstattungsvariante Elegance serienmäßige „Honda-Connect“-System basiert auf Android. Die Bedienung erfolgt über einen sieben Zoll großen Touchscreen. Neben den klassischen Bedienoptionen via Smartphone gibt es auch die Möglichkeit, ein Navigationssystem zu integrieren.

Beim Thema Assistenzsysteme legt Honda ebenfalls nach. Ganz neu ist das vorausschauende Geschwindigkeitsregelungssystem i-ACC. Der adaptive Abstandstempomat nutzt Kamera und Radar, um bei Fahrten auf mehrspurigen Straßen die Position anderer Fahrzeuge in der Umgebung wahrzunehmen. Ein spezieller Algorithmus berechnet, ob ein vorausfahrendes Fahrzeug ausscheren könnte und leitet bei einem positiven Ergebnis vorsorglich einen leichten Bremsvorgang ein. Das System funktioniert ab Tempo 80. In Verbindung mit weiteren elektronischen Helfern wie Spurhalte-, Auspark-, Fernlicht- oder Toter-Winkel-Assistent sowie Kollisionswarnsystem und Verkehrszeichenerkennung kostet das i-ACC knapp 2000 Euro Aufpreis.

Neue Frontpartie

Die Frontpartie des Honda CR-V wurde auch neu gestaltet
Die Frontpartie des Honda CR-V wurde auch neu gestaltet © Honda

Wie es bei einem Facelift üblich dürfen Änderungen an Front- und Heckpartie nicht fehlen. Kühlergrill, Scheinwerfer und Unterfahrschutz wurden neu gestaltet. Für das Heck gibt es eine geänderte Klappe sowie neue LED-Rückleuchten. Außerdem stehen schickere 17- und 18-Zoll-Räder zur Wahl. Im Interieur sorgen ein paar Chrom-Applikationen für Glanz.

Geblieben sind das gute Platzangebot des Kompakt-SUV und natürlich der großzügigen Kofferraum. Der fasst in der Grundstellung schon fast 600 Liter und kann durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1669 Liter erweitert werden. Damit kann sich der CR-V auf jeden Fall weiterhin sehen und beladen lassen. (SP-X)






Mehr zur Marke Honda

Premiere in TokioHonda GL 1800: Neuauflage der kultigen Goldwing

Die Honda Goldwing gehört zu den Luxus-Tourern im Segment. Auf der Tokio Motorshow haben die Japaner nun die neue GL 1800 präsentiert.


Premiere auf der IAAHonda Jazz auf der Spur des Civic

Honda frischt den Jazz auf. Der Kleinwagen wird dabei nicht nur optisch verfeinert, sondern erhält zudem noch ein neues Top-Aggregat samt neuer Ausstattungslinie.


Hohe Ziele bis 2025Honda setzt bei E-Mobilität auf Europa

Honda setzt bei der Elektromobilität auf Europa als Wachstumstreiber. Die Japaner planen, dass bis 2025 jedes dritte hier verkaufte Fahrzeug über einen Elektroantrieb verfügen soll.



Mehr aus dem Ressort

Marktstart im Frühjahr 2018Volvo XC40: Cool sein hat seinen Preis

Volvo will wachsen – und dazu beitragen soll insbesondere das Kompakt-SUV XC40. Er wird im März auf den Markt kommen. Das Auto bringt alles mit, um ein Erfolg zu werden. Wenn da nur nicht der Preis wäre.


Der VW Golf GTI TCR darf nur auf Rennkursen bewegt werden
Bei Seat gebautVW Golf GTI TCR: Nur für die Rennstrecke

65 Prozent aller Bauteile sind identisch mit einem normalen Serienmodell. Trotzdem darf der VW Golf GTI TCR nicht am Alltagsverkehr teilnehmen – und das ist auch gut so.


Porsche hat auch den Panamera Kombi hybridisiert
Turbo S E-Hybrid Sport Turismo mit 680 PSHybrider Porsche Panamera Kombi: Teilzeit-Stromer der Superlative

Porsche hat die Kombivariante des Panamera an den Stecker gepackt. Die hybride Zufuhr dient dem Turbo S E-Hybrid Sport Turismo dabei sowohl der Leistungssteigerung als auch der emissionsfreien Fahrt durch urbane Umweltzonen.