31. Juli 2017

Fahrbericht Facelift fürZweitürer BMW 2er Cabrio: Ein wenig mehr Glamour

Das BMW 2er Cabrio ist optisch aufgewertet.
Das BMW 2er Cabrio ist optisch aufgewertet. © BMW

Das BMW 2er Cabrio sah bereits vor dem Facelift gut aus. Nun hat es nach der Modellüberarbeitung noch etwas mehr Glamour mit auf den Weg bekommen.




Eigentlich gehört BMWs 2er Cabriolet zu den zeitlosen Grazien, die auf Schönheits-OPs durchaus verzichten könnten. Dennoch hat BMW dem mit eleganten Stoffdach gesegneten Zweitürer ein wenig mehr Glamour ins Gesicht gezaubert und gleich noch den Innenraum renoviert. Das sieht in der Tat etwas besser aus, ändert allerdings nichts am Fahrerlebnis, das schon wie zuvor vor allem eines ist: herrlich.

Etwas aufgepeppt hat der Autobauer BMW unter anderem die Front. Neu sind serienmäßige LED-Scheinwerfer mit nun sechseckigen Tagfahrlicht-Ringen und optionaler Adaptiv-Funktion. Darüber hinaus wurden Nierengrill und Luftöffnungen in der unteren Frontschürze modifiziert. Schließlich gibt es optionale LED-Nebelleuchten, drei neue Außenfarben und vier neue Aluräder-Designs.


Änderungen im Innenraum des BMW 2er Cabrios

Den Innenraum des 2er Cabriolets hat BMW ebenfalls in vielen Details modernisiert, wobei sich die Änderungen vor allem aufs Cockpit konzentrieren. Die auffälligste Neuerung betrifft den zentralen Bedienbereich in der Armaturenbrettmitte. Dieser Bedienkomplex ist jetzt stärker dem Fahrer zugeneigt. Auch die Anzeigen im Kombiinstrument wurden überarbeitet. In einigen Details hat BMW zudem für einen besseren Qualitätseindruck gesorgt.

Eine besonders wichtige Neuerung betrifft das 8,8 Zoll große Display des Infotainment-Systems, dem sich künftig auch per Fingerspitze Befehle erteilen lassen. Optional können Kunden zudem eine induktive Ladestation für Smartphones sowie einen WLAN-Hotspot zum Anschluss von bis zu 10 Geräten bekommen.
Unberührt von der Modellpflege blieben die Motoren. Upgrades haben dem 2er Cabriolet bereits in den Jahren 2015 (Diesel) und 2016 (Benziner) Leistungssteigerungen und Verbrauchsminderungen beschert. Weiterhin gibt es vier Benziner (136 bis 340 PS) sowie drei Diesel (150 bis 224 PS).

Optionale Achtgangautomatik

Zur Testfahrt hat BMW den 140 kW/190 PS starken 220d in Kombination mit der über jeden Zweifel erhabenen, optionalen Achtgang-Automatik zur Verfügung gestellt. Üppige 400 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert der Zweiliter-Vierzylinder, die im Fall des offenen 2ers allein über die Hinterachse herfallen, denn die beim Coupé angebotene Allradversion des 220d ist für das Cabrio nicht erhältlich. Diesel und Cabrio?

Die Mischung ist gewiss nicht jedermanns Sache, doch in diesem Fall ist der Selbstzünder nur bei höheren Drehzahlen akustisch als solcher vernehmbar. Vor allem im Offen-Modus – per Knopfdruck verschwindet die Stoffpelle in 20 Sekunden im Kofferraum – nimmt man während der Fahrt kaum mehr Motorgeräusche wahr, wenngleich man im Innenraum gut vor Fahrtwind geschützt ist.

Das Heck des 2er Cabrios von BMW
Das Heck des 2er Cabrios von BMW © BMW

Auch wenn das Triebwerk angenehm ruhig ist, bietet es durchaus Temperament. Die Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 beträgt rund siebeneinhalb Sekunden, maximal sind 225 km/h drin. Die Dieselversion lässt sich fraglos flott bewegen, allerdings merkt man auch das etwas hohe Gewicht, denn Karosserieversteifungen und Diesel machen den kleinen Open-Air-BMW über 1,6 Tonnen schwer. In mancher Situation fühlt sich der 2er entsprechend mopsig an, wenngleich auch dieser 2er in flott angegangenen Kurven dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern kann. Untern Strich empfiehlt sich der Frischluft-BMW mit 20d eher als entspannter Cruiser denn als heißblütiges Kurvensuchgerät.

Wer sich zurückhält, wird an der Zapfsäule entsprechend belohnt, denn statt etwas über vier Liter, wie der Normverbrauch verspricht, wird man dann praktisch bei etwas über fünf Liter landen. Damit sind Spritkosten bei diesem Genussmobil eine eher vernachlässigbare Größe. Ganz anders sieht das allerdings beim Kaufpreis aus, der im Fall des Diesels in Kombination mit Automatik erst bei gut 43.000 Euro losgeht. Der Markt der Möglichkeiten beim Zubehör ist BMW-typisch groß und kann leichthin ein fünfstelliger Betrag zusätzlich fällig werden. (SP-X)






Mehr zur Marke BMW

Premiere auf IAABMW X7 iPerformance: Noch eine Nummer größer

Bislang ist bei BMW der X6 das größte SUV-Modell. Auf der IAA zeigen die Münchner ab Dienstag nun auch den X7 iPerformance.


25 Elektroautos bis 2025BMW-Chef Krüger kündigt Elektro-Offensive an

Harald Krüger schiebt die Elektromobilität an. Der BMW-Chef will jedes Modell der Gruppe mit jedem beliebigen Antrieb ausstatten und auch auf diesem Wege, Fahrverbote verhindern.


Facelift hat Premiere auf IAABMW i3: Elektroauto auf sportlich getrimmt

BMW hat sein Elektroauto i3 einem Facelift unterzogen. Neben optischen und technischen Neuerungen wird es auch eine Sportversion geben.



Mehr aus dem Ressort

Neues SUV der RüsselsheimerOpel Grandland X: Der Aufsteiger

Das SUV-Segment wächst und wächst. Daran will auch Opel teilhaben. Deshalb setzen die Rüsselsheimer ihre SUV-Offensive fort und bringen nach dem Mokka X, dem Crossland X nun den Grandland X auf dem Markt.


Kia steigt mit dem Stonic in das Segment der Mini-SUV ein
Neues Mini-SUVKia Stonic: Tonangebend durch die trendige Harmonielehre

Kia steigt mit dem Stonic in das Segment der kleinen SUV ein. Auf dem optisch geländefähigen Ableger des Rio setzen die Koreaner ganz hohe Erwartungen.


VW vergrößert das Einsatzgebiet des Crafter
69 verschiedene Kombinationen des NutzfahrzeugsVW Crafter: Den Mount Everest ausgetrickst

Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen hat dem Crafter neue Derivate zukommen lassen. Der im vergangenen Jahr zum Van of the Year gewählte Transporter wird beim Angebot trotzdem weiter nachlegen.