26. September 2016

Urteil Verwaltungsgericht Neustadt Harte Drogen führen zum Führerschein-Entzug

Harter Drogenkonsum führt zum Führerscheinentzug.
Harter Drogenkonsum führt zum Führerscheinentzug. © dpa

Wer harte Drogen einnimmt und trotzdem Auto fährt, der riskiert seinen Führerschein. Ein entsprechendes Urteilfällt jetzt das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße.




Wer mit harten Drogen hinter dem Autosteuer erwischt wird, riskiert seinen Führerschein. Auch Schutzbehauptungen wie etwa eine versehentliche Einnahme helfen dann nicht weiter. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße (Az.: 1 L 405/16.NW) hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist. Bei einer Verkehrskontrolle zeigte ein Autofahrer Auffälligkeiten. Eine Blutprobe wies Amphetamin nach. Ihm wurde der Führerschein entzogen.


Einmaliger Konsum reicht

Denn bereits durch den einmaligen Konsum dieser harten Droge sei man nicht fürs Autofahren geeignet. Dagegen wollte der Mann vorgehen. Er gab vor, nie Drogen zu nehmen. Bis zum Tod seines an Krebs erkrankten Bruders hätte er mit diesem zusammengelebt. Angeblich hatte der Bruder zur Schmerzlinderung Getränke mit Amphetamin gemixt. Unbewusst und aus Versehen habe er davon getrunken.

Das Gericht indes bestätigte den Führerscheinentzug und wertete die Ausführungen als Schutzbehauptung. Denn drei Monate nach dem Tod des Bruders noch so eine Flasche vorzufinden und davon zu trinken, sei schwer vorstellbar. (dpa/tmn)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Recht



Mehr aus dem Ressort

Polizei Kontrolle neu Aufmacher dpa
Gesetzentwurf wird diskutiertRichtervorbehalt für Blutprobe soll wegfallen

Bislang durfte die Polizei eine Blutprobe nur auf eine richterliche Anordnung durchführen. Doch das soll sich ändern. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde gerade im Rechtsausschuss des Bundestages diskutiert.


Marvin N. (Mitte) und seine Verteidiger.
Trotz angekündigter RevisionBerliner Raser bleiben in Untersuchungshaft

Die zwei wegen Mordes verurteilten Berliner Raser bleiben in Untersuchungshaft. Daran ändert auch die Ankündigung der Verteidigung nichts, gegen das Urteil des Landgerichts Berlin Revision einzulegen.


 Der Richter Willi Thoms (l) und der Vorsitzende Richter Ralph Ehestädt
Mord-Urteil gegen Raser begrüßtPolitik will bereits Teilnahme an Autorennen unter Strafe stellen

Die Raser in Berlin sind wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das aufsehenerregende Urteil wurde von der Politik begrüßt, die nun härtere Strafen allein schon für die Teilnahme an Autorennen fordert.