9. Juni 2017

Mineralölkonzern wartet ab Stromtankstellen sind für BP derzeit nicht wichtig

Ein CCS-Stecker für die Schnellladung von E-Autos.
Ein CCS-Stecker für die Schnellladung von E-Autos. © Audi

Der Mineralölkonzern BP räumt der Elektromobilität vorerst keine Bedeutung bei – zumindest in Bezug auf zu errichtende Stromtankstellen. In absehbarer Zeit werde es in Deutschland nur eine einstellige Zahl von Ladestationen geben.




Der Aral-Mutterkonzern BP will bei der Elektromobilität in Deutschland nichts überstürzen. Der Mineralölkonzern werde in absehbarer Zeit lediglich "an einer einstelligen Zahl" von Tankstellen neben Benzin und Diesel auch Strom für Elektroautos verkaufen, sagte der Chef von British Petrol Europa, Wolfgang Langhoff, am Donnerstagabend in Düsseldorf. Insgesamt betreibt Aral in Deutschland mehr als 2400 Tankstellen.


Kein wirtschaftlicher Druck

Ziel bei den Pilotprojekten sei es, den gesamten Prozess kennenzulernen. Bislang gibt es nach Unternehmensangaben an zwei Aral-Tankstellen derartige Ladestationen für Strom. Ein Problem sei der nach wie vor hohe Zeitbedarf für das Aufladen, sagte der Manager. Die Tankstellen dürften nicht zu Parkplätzen werden.

Der wirtschaftliche Druck auf BP, den Verkauf von Strom voranzutreiben, ist bisher allerdings gering. Im vergangenen Jahr steigerte der Mineralölkonzern in Deutschland den Absatz von Mineralölprodukten um 7,3 Prozent auf 30,7 Millionen Tonnen.

Dabei profitierte BP Langhoff zufolge von der guten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und den niedrigen Kraftstoffpreisen, die vielen Verbrauchern mehr Lust aufs Autofahren machten. Zudem hätten sich angesichts von politischen Krisen in einigen Urlaubsregionen mehr Menschen für einen Autourlaub in Deutschland oder Nachbarländern entschieden, sagte Langhoff. (dpa)



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