11. Juli 2011

Fahrbericht Bestseller bei den SUVs BMW X3: Platzhirsch ohne Schwächen

Der BMW X3 überzeugt rundum.
Der BMW X3 überzeugt rundum. © Mertens/AG

BMW ist auf Erfolgskurs. Die Modelle der Münchner kommen bei den Kunden gut an. Das trifft insbesondere auch auf die Geländewagen zu. Warum das so ist, zeigt unser Test mit dem BMW X3 xDrive 30d.




Von Frank Mertens

Der Autobauer BMW hat gerade für das erste Halbjahr einen neuen Rekordabsatz verkündet. Es läuft rund für die Münchner, und das nicht nur wegen der starken Nachfrage nach dem Premium-Kleinwagen Mini.

Einer der Bestseller im Modellportfolio von BMW ist dabei der Geländewagen X3. Er profitiert wie die Konkurrenz von der unvermindert hohen Nachfrage der Kunden nach SUVs. Das Segment boomt – und der X3 gehört dabei zu den Platzhirschen im Segment. Doch warum kommt dieses Auto bei den Kunden nur so gut an? Die Antwort ist einfach: Er liefert sich einfach keine Schwächen, er bietet ein stimmiges Gesamtpaket, wie unser Test mit dem BMW X3 xDrive 30d zeigt.


8,2 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer

Wer sich für die 258 PS starke Dieselvariante des X3 entscheidet, ist nicht nur auf der Suche nach einem starken Allradler, sondern er hat auch den Verbrauch im Blick. Hier versprechen die Münchnerden Kunden auch dank ihrer Efficient-Dynamic-Maßnahmen einen Durchschnittsverbrauch von glatt sechs Litern auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 159 g/km bedeuten würde.

Das Cockpit im BMW X3
Das Cockpit im BMW X3 © BMW

Ein Wert, der für ein 1875 Kilogramm schweres Fahrzeug aufhorchen lässt. Denn der X3 muss nicht nur viel Eigengewicht bewegen, sondern mit seiner Karosserieform bietet er bei einer Höhe von 1,67 Metern dem Wind eine gute Angriffsfläche. Entsprechend konnte der X3 bei den ausgiebigen Testfahrten auch das Versprechen von sechs Litern nicht halten. Am Ende standen 8,2 Liter auf dem Bordcomputer, bei normaler Fahrweise wohl gemerkt. Doch dieser Wert ist für ein Fahrzeug mit 258 PS und Allradantrieb dennoch mehr als akzeptabel.

Überzeugende Achtgangautomatik

Die Seitenlinie des BMW X3
Die Seitenlinie des BMW X3 © Mertens/AG

Dass der X3 hier sein Verbrauchsversprechen nicht hält, sieht man ihm schnell nach. Denn sein Sechs-Zylinder-Motor bietet in Kombination mit der überzeugenden Achtgangautomatik souveräne Fahrleistungen. Wer mit dem X3 unterwegs ist, lernt schnell zu schätzen, wie unaufgeregt dieser Geländewagen seine Kraft entfaltet und in Vortrieb umsetzt. Ein maximales Drehmoment von 560 Newtonmeter, das zwischen 2000 und 2750 Touren zur Verfügung steht, sind eine Ansage. Das trifft auch auf seine Sprintfähigkeiten zu: in 6,2 Sekunden erreicht er Tempo 100, damit kommt dieses Dickschiff schon ziemlich nahe an die Beschleunigungswerte eines Sportwagens heran. Sportlich abgestimmt ist auch die Lenkung, die direkt anspricht.

In Kurven dynamisch unterwegs, der BMW X3
In Kurven dynamisch unterwegs, der BMW X3 © Mertens/AG

Dabei bietet der X3 trotz seiner Länge von 4,65 Meter und seines Gewichts ein glänzendes Handling. Dank des Allradantriebs liegt er satt auf der Straße, sein Fahrwerk ist so glänzend abgestimmt, dass man ihn auch unbesorgt schnell durch Kurven jagen kann. Wankbewegungen sind so gut wie keine feststellbar. Wie man es für ein Auto dieser Preisklasse erwarten kann, der BMW X3 xDrive30d beginnt in der Basisversion bei 49.250 Euro, bietet der Innenraum keinen Anlass zur Kritik. Die Materialien schauen gut aus und fühlen sich auch so an.

So, wie man es von den Münchnern kennt, ist alles auf die Bedürfnisse des Fahrers abgestimmt. Er hat die klar strukturierten Instrumente gut im Blick, die Bedienung ist intuitiv. Für den Basispreis bekommt der Kunde dann bereits ein recht zufrieden zusammengestelltes Auto geliefert. So gehören ein 18 Zoll Leichtmetallfelgen mit einer 245/50er Bereifung und ein CD-Radio ebenso zur Serienausstattung wie eine Einzonen-Klimaanlage oder ein Lederlenkrad. Ein gut funktionierendes Start-Stopp-System ist ebenso serienmäßig an Bord.

Platzprobleme kein Thema

Das Heck des X3 von BMW
Das Heck des X3 von BMW © Mertens/AG

Natürlich bietet die Aufpreisliste Goodies, die das Fahren angenehmer, vor allem aber sicherer machen. Dazu gehören beispielsweise ein Head-up-Display (Aufpreis 1190 Euro), ein Navigationssystem (3390 Euro) mit dreijährigen kostenlosen Internetzugang oder eine Rückfahrkamera (420 Euro), die teure Parkrempler zu vermeiden hilft.
Wie man es von einem Geländewagen dieser Größenordnung erwarten kann, sind Platzprobleme kein Thema. Im Fond sitzen selbst Großgewachsene ausgesprochen bequem und können sich über ausreichend Knie- und Kopffreiheit freuen. In der Summe aller Leistungsdaten offenbart der BMW X3 keine wirkliche Schwäche. Kein Wunder, dass er bei den Kunden so hoch im Kurs steht. Dumm ist halt nur der Preis, der er es nur einem kleinen Kreis zahlungskräftiger Kunden ermöglicht, sich dieses Auto auch zu leisten.






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