VDA-Präsident für fairen Handel mit den USA

Nach Trump-Tweet

VDS-Präsident Bernhard Mattes
VDA-Präsident Bernhard Mattes © Ford

VDA-Präsident Bernhard Mattes befürchtet eine Eskalation im Handelsstreit mit den USA. Einen Einbruch des Geschäfts mit deutschen Autos in den Staaten sieht Mattes aber nicht.

Angesichts der jüngsten Andeutungen von US-Präsident Donald Trump zu möglichen Importzöllen auf Autos befürchtet die deutsche Autobranche eine Eskalation des Handelsstreits. «Ich bin über die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen sehr besorgt», sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, der «Süddeutschen Zeitung».


Die EU baue gerade eine Gegenposition zu US-Zöllen auf. Allerdings könnten Zölle auf US-Produkte auch neue Gegenreaktionen mit sich bringen. Seit Anfang Juni gelten auch für die EU sogenannte Strafzölle der USA auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren.

Mattes fordert fairen Handel

«Ich bin weiterhin für freien und fairen Handel und sehe die Lösung in der Fortsetzung der Verhandlungen. Schafft die Zölle ab und setzt dafür auf beiden Seiten des Atlantiks gegenseitige Standards», forderte Mattes. Trump hatte anlässlich seines Rückzugs von der geplanten G7-Abschlusserklärung erklärt, die USA prüften weiter Zölle auf «den US-Markt flutende Automobile». Trump hatte schon häufiger mit Importzöllen auf deutsche Autos von BMW und Daimler gedroht.

Deutsche Autos könnten mit Importzöllen in den USA zwar teurer werden, sagte Mattes. Dennoch sei nicht zu erwarten, dass den deutschen Autobauern das Geschäft komplett wegbreche: «Schon bisher haben sich deutsche Modelle in den USA nicht in erster Linie über den Preis verkauft.» (dpa)