ZF präsentiert flexiblen Supercomputer

ZF fprciert das automatisierte Fahren. Foto: ZF
ZF stellt das Steuergerät für automatisierte People-Mover zur Verfügung © ZF

ZF hat auf der CES in Las Vegas den ProAI Robo Think vorgestellt. Der Supercomputer passt sich den Anforderungen der jeweiligen Level beim autonomen Fahren an.

Die Serienproduktion des ProAI soll innerhalb der nächsten zwölf Monate starten. Insgesamt kann der Superrechner in vier Modellen der Produktfamilie eingesetzt werden. „Unsere offene, flexible, modulare und skalierbare ZF ProAI-Produktfamilie ermöglicht die individuell passende Konfiguration für eine Vielzahl von Anwendungen und über alle Stufen des automatisierten Fahrens hinweg“, der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider.


In Zusammenarbeit mit NVIDIA wurde die ProAI-Plattform geführt und ist nun in der Lage, „Automobilherstellern fortschrittliche Lösungen für automatisiertes Fahren ab Level 2 für einen Serienstart ab 2020 zu liefern“, sagte Rob Csongor, Vice President of Autonomous Machines bei NVIDIA.

ProAI Robo Think für Level 4 und höher

Als Krönung präsentiert der Zulieferer den ProAI Robo Think kreiert, der autonome Fahrfunktionen ab Level 4 steuert. Das neueste Modell der ProAI-Produktfamilie besitzt einen eigenen Grafikprozessor. Zudem bietet er eine Rechenleistung von mehr als 150 Tera-OPS (entspricht 150 Billionen Rechenschritten pro Sekunde). Der Rechner ist modular mit bis zu vier Einheiten kombinierbar, was einer Gesamtperformance von 600 Tera-OPS entspricht, wie ZF mitteilte.

„Das Alleinstellungsmerkmal des KI-fähigen Zentralrechners ZF ProAI ist das modulare Hardwarekonzept und die offene Softwarearchitektur. Damit wollen wir einen größtmöglichen Funktionsumfang im Bereich des autonomen Fahrens ermöglichen“, sagt Torsten Gollewski, Leiter der ZF-Vorentwicklung und Geschäftsführer der Zukunft Ventures GmbH.

ZF bringt People-Mover noch 2019

Mit dem Superrechner sollen Robo-Taxis und autonome People- oder Cargo Mover Fahrgäste aufnehmen und an die gewünschten Orte bringen. Aber auch die Integration von so genannten User-Daten sowie Bezahlsystemen und optimale Routenplanung laufen über das zentrale Gerät.

„Die Nachfrage nach noch mehr Rechenleistung durch Ride-Hailing-Anbieter entsteht deutlich früher als bisher prognostiziert. Der Markt für das autonome Fahren wird durch die neuen Mobilitätsanbieter stärker getrieben, als durch die etablierten Fahrzeughersteller“, so Gollewski weiter. Bereits in diesem Jahr wird der Rechner im People- und Cargo Mover zum Einsatz kommen. ZF produziert das Fahrzeug in einem Joint Venture mit der e.GO Mobile AG in Serie.

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