Aktiver Gurtstraffer von ZF im Mercedes CLS im Einsatz

Mercedes CLS. Foto: Daimler
Der neue Mercedes CLS ist mit seinem überarbeitetem Design ein Hingucker. © Daimler

Der Zulieferer ZF hat die Serienproduktion der neusten Generation seines aktiven Gurtstraffers gestartet. Der ACR8 kommt im neuen Mercedes CLS zum Einsatz.

Der ACR8 (Active Control Reactro) trage zu einer Steigerung der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit bei, teilte der Zulieferer am Dienstag am Firmensitz in Friedrichshafen mit.  So warnt das System den Fahrer vor dem drohenden Unfall, in dem es vor dem Aufprall den Gurt straff zieht.


Möglich wird dies dadurch, dass der aktive Gurtstraffer von ZF mit den aktiven Fahrzeugsicherheits- und Fahrerassistenzsystemen verbunden ist und von diesen auch ausgelöst werden kann. ACR8 arbeitet mit der automatischen Notbremsfunktion (AEB) oder dem Notausweichassistenten (ESA) zusammen. Durch den aktiven Gurtstraffer wird es möglich, die Insassen in einer für den Aufprall möglichst günstigen Position zu halten, sodass in Verbindung mit weiteren Insassenrückhaltesystemen wie Airbags die Schwere des Unfall möglichst gering gehalten wird.

Gurtstraffer Beitrag zur Unfallfreiheit

Der aktive Gurtstraffer von ZF. Foto: ZF

„Die neue Generation kommt jetzt im Mercedes-Benz CLS auf den Markt und zeichnet sich durch ihre noch kompaktere Bauform, das verringerte Gewicht und neue Software-Funktionalitäten aus“, sagte Norbert Kagerer, Entwicklungsleiter im ZF-Geschäftsfeld Insassenschutzsysteme. „Damit leistet ZF einen weiteren Beitrag auf dem Weg zur Vision Zero – einem Straßenverkehr ohne Emissionen und Unfälle.“

Wie ZF mitteilte, würde der ACR8 sowohl über einen „reversiblen, elektromechanischen Gurtstraffer für die Pre-Crash-Aktivierung, Komfortfunktionen und haptisches Feedback als auch über einen nicht-reversiblen, pyrotechnischen Gurtstraffer für den verbesserten Schutz bei einem nicht mehr vermeidbaren Unfall“ verfügen.

Das System sei durch weitere Funktionen beispielsweise auf aktives Sperren in veränderten Sitzpositionen oder auch den Sportmodus für hochdynamische Fahrsituationen vorbereitet. Der aktive Gurtstraffer ermöglicht es mit Blick auf das autonome Fahren auch, den Fahrer darauf hinzuweisen, dass er wieder selbst das Steuer in die Hand nehmen soll. Dies geschieht durch ein Vibrieren des Gurtbandes.

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