ZF führt Fahrassistenzsystem «coAssist» ein

Teilautonomes Fahren

ZF führt Fahrassistenzsystem «coAssist» ein
ZF hat seinen coAssist mit Dongfeng Motors in China auf den Markt gebracht. © ZF

Der Zulieferer ZF hat das Fahrassistenzsystem «coAssist» in China auf den Markt gebracht. Es kommt seit Ende 2020 in der Kompakt-Limousine Dongfeng Aerolus Yixuan zum Einsatz.

Wie der Zulieferer aus Friedrichshafen mitteilte, bietet das System teilautomatisiertes Fahren auf Level 2+. Nach Unternehmensangaben soll es sich dabei um das preisgünstigste Level2+ System in der Branche handeln. „Der Preis liegt unter 1000 Euro“, so eine Sprecherin auf Anfrage.


Der ZF «coAssist» wurde in Zusammenarbeit mit Mobileye entwickelt. Das israelische Unternehmen hat die Kameratechnologie EyeQ beigesteuert. Daneben setzt ZF als Systemintegrator auch Nahbereichsradare von Hella in seinem System ein. Durch die Kombination dieser Kamera- und Radarsensoreinheiten mit einem zentralen Steuergerät werden Funktionen wie eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel- und Spurhalteassistent sowie Autobahn- und Stauassistent ermöglicht. Es sind alles Funktionen, die Bestandteil des autonomen Fahrens sind.

Teilautonomes Fahren wird erschwinglich

ZF bietet mit dem coAssist ein Level 2+-System. Foto: ZF

„Die Einführung von coAssist mit Dongfeng Motor ist ein wichtiger Schritt, die Vorteile von Level 2+ Systemen in erschwinglichen Pkw anzubieten. Bei ZF sind wir davon überzeugt, dass Level 2+ Systeme moderne Sicherheitstestprotokolle erfüllen und den Fahrer entlasten werden – ein wesentlicher Aspekt, der in Zukunft bei Pkw eine Rolle spielen wird“, sagte Christophe Marnat, der bei ZF als Vizepräsident die Division Electronics and Advanced Driver Assist Systems verantwortet.

Wie die Friedrichshafener erklärten, würde das System Fahrerinnen und Fahrern nicht nur Komfort- und Sicherheitsvorteile bieten, sondern auch beriets die Norm nach Euro NCAP 2025 erfüllen. Perspektivisch soll das System mit dem Gen21-Radar mittlerer Reichweite von ZF ausgestattet werden.

Mit der Markteinführung des «coAssist» löst ZF sein Anfang des vergangenen Jahres auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas gegebenes Versprechen ein, Sicherheits- und Komfortfunktionen aus der Oberklasse auch in günstigeren Fahrzeugklassen zum Einsatz zu bringen wie jetzt in der Kompakt-Limousine von Dongfeng. Bereits damals hatte ZF einen Preis von „unter 1000 Euro“ für dieses System kommuniziert.

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