ZF steigt bei großen Industriegetrieben ein

Übernahme der Bosch Rexroth AG

ZF steigt bei großen Industriegetrieben ein
Die Zentrale von ZF in Friedrichshafen © ZF

ZF erweitert das Geschäftsgebiet. Mit der Übernahme der Bosch Rexroth AG steigt der Technologiekonzern bei den großen Industriegetrieben ein und stärkt zudem das Windgetriebegeschäft.

ZF steigt in das Geschäft der großen Industriegetriebe ein. Das Kartellamt erteilte dem Technologie-Konzern aus Friedrichshafen nun grünes Licht zur Übernahme der Bosch Rexroth AG mit rund 1200 Mitarbeitern an den Standorten im Nordrhein-westfälischen Witten sowie in Peking.

Tunnelbohrmaschinen und Windkraft-Antriebstechnik

„Mit dem neu geschaffenen Geschäftsfeld Industriegetriebe werden wir buchstäblich Großes bewegen“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Stefan Sommer, wir erweitern unser Portfolio mit Großgetrieben für Industrieanwendungen und fahrbare Maschinen bis hin zu Tunnelbohrmaschinen und 600 Tonnen schwere Miningbagger. Auch die Produktpalette im Geschäftsfeld Windkraft-Antriebstechnik wird mit Getrieben für Anlagen bis acht Megawatt weiter ausgebaut.“

Witten ist Hauptsitz des Geschäftsfeldes Industriegetriebe, dessen Leitung Christoph Kainzbauer übertragen wurde, der zuvor die Großgetriebesparte bei Bosch Rexroth leitete. Dort sind neben Verwaltung und Produktion auch Entwicklung und Vertrieb der Großgetriebetechnik (Industrie- und Windgetriebe) angesiedelt, wie ZF mitteilte.

ZF erweitert Geschäft in China

Zudem ist Witten Produktionsstandort des bereits bestehenden ZF-Geschäftsfeldes Windkraft-Antriebstechnik, das seinen Hauptsitz im belgischen Lommel hat. In Peking werden Getriebe für die Windkraft-Sparte von ZF produziert. Auf dem wichtigen Windgetriebemarkt kann ZF seine Präsenz dadurch noch weiter ausbauen.

„Wir sehen für die Division Industrietechnik, insbesondere in der Windkraft-Antriebstechnik, beste Zukunftschancen“, sagt Wilhelm Rehm, im ZF-Vorstand zuständig für Materialwirtschaft und Industrietechnik. „Das Non-Automotive-Segment von ZF zu stärken, ist ein wichtiges Ziel unserer langfristigen Unternehmensstrategie.“

Über den Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. ZF hatte in diesem Jahr bereits den amerikanischen Autozulieferer TRW für 12,4 Milliarden Dollar erworben. (AG/TF)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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