ZF macht mit «coAssist» Sicherheit bezahlbar

Auftrag von asiatischem Autobauer

ZF bietet mit dem coAssist ein Level 2+-System. © ZF

ZF macht Sicherheits- und Komfortfunktionen mit dem «coAssist» auch für untere Fahrzeugklassen bezahlbar. Für unter 1000 Dollar bietet der Zulieferer eine Vielzahl von Assistenzfunktionen an.

Von den Fähigkeiten des «coAssist» ließ sich nun auch ein asiatischer Autobauer überzeugen. Von ihm erhielten die Friedrichshafener gerade einen Großauftrag, wie der Zulieferer auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mitteilte. Den Namen des Herstellers nannte ZF indes nicht.


ZF wird den Asiaten bis ab Ende des Jahres sein Level 2+-Einstiegssystem «coAssist» für Pkw liefern. Zum Lieferumfang gehören dabei die System- und Software-Entwicklung, die Umfeldsensorik und die zentrale elektronische Steuereinheit. Auf der Grundlage von Kamera- und Radardaten ermöglicht das Level 2+ System Funktionen wie etwa Abstandsregel-Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel-, Spurhalte- und Stauassistent.

Level 2 im Pkw-Bereich

«Für Pkw sehen wir bei Level 2+ Konzepten das größte Potenzial, automatisierte Fahrfunktionen umzusetzen und für alle Autofahrer erreichbar zu machen», sagte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider. Die oben genannten Assistenzfunktionen werden durch ein zusätzliches Steuergerät zu einem ganzheitlich agierenden Fahrerassistenzsystem zusammengeführt. Dadurch kommen Fahrer beziehungsweise Fahrerin zu einem höheren Sicherheits- und Komfortgewinn als es bei isolierten Fahrassistenzsystemen der Fall ist.

Aus Sicht von ZF sprechen im Pkw-Bereich derzeit die Kosten gegen ein höheres Automatisierungslevel. Neben dem «coAssist» bietet ZF mit dem «coDrive» und dem «coPilot» weitere Level 2+-Systeme.

Höhere Automatisierung bei Nutzfahrzeugen

ZF-Chef Wolf-Henning Scheider. Foto: ZF

Einen höheren Automatisierungsgrad sieht ZF indes im Nutzfahrzeugbereich. Hier sähe man «dagegen schon jetzt eine Nachfrage nach Systemen, die vollautomatisiertes Fahren nach Level 4 und höher in wenigen Jahren möglich machen», sagte Scheider. Der Vorteil bei Nutzfahrzeugen sei, dass sie schon heute auf geschlossenen Arealen oder abgegrenzten Fahrspuren vollautomatisiert fahren können.

Ein Nutzfahrzeughersteller habe ZF gerade den Auftrag für die Entwicklung des Zentralrechners ZF «ProAI RoboThink» erteilt, so der Zulieferer. Ab dem Jahr 2024/25 soll der in einem vollautomatisierten Level 4 System eines Lkws zum Einsatz kommen.