WeShare baut Carsharingangebot aus

Eine Elektro-Golf von WeShare unterwegs in Berlin. © VW

Die VW-Tochter WeShare weitet ihr Carsharingangebot auf andere Städte aus. Die vollelektrischen Leihwagen werden derzeit nur in Berlin angeboten.

Im Laufe des Jahres will WeShare sein Angebot auch in sieben weiteren europäischen Städten den Kunden anbieten: so kommt WeShare nach München, Budapest, Prag, Madrid, Paris und Mailand, wie WeShare-Chef Philipp Reth am Donnerstag in Berlin sagte.


Bereits bekannt war, dass der Anbieter im Frühjahr auch in Hamburg an den Start gehen will. Insgesamt soll die Elektro-Flotte des Unternehmens dann aus rund 8400 Fahrzeugen bestehen.

Im Juni in Berlin gestartet

WeShare hatte sein Angebot im Juni vergangenen Jahres in Berlin mit rund 1500 Autos begonnen. In den nächsten Monaten soll die Flotte in der Hauptstadt auf rund 2000 wachsen. Das Geschäftsgebiet sei ausgeweitet worden. In den Randbezirken Berlins steht das Angebot aber weiterhin nicht zur Verfügung. „Da wünschen wir uns auch ein Entgegenkommen der Stadt“, sagte Reth. Vorstellbar sei etwa, dass die Stadt bei den Parkgebühren in der Innenstadt Abstriche macht. So ließe sich der Service in den äußeren Gebieten besser finanzieren. In Berlin hätten sich bereits 50.000 Kunden für das Angebot registriert. Rund dreiviertel davon seien aktive Nutzer, so WeShare.

Ein Engpass sind zudem die Ladestationen. In Kooperation mit den zur Schwarz-Gruppe gehörenden Supermarktketten Lidl und Kaufland will WeShare insgesamt 140 eigene Ladepunkte in ganz Berlin aufbauen. In der Stadt selbst stehen 800 öffentliche Stationen zur Verfügung. Dennoch gilt die Ladeinfrastruktur nicht nur in Berlin als mangelhaft.

Bisher Zuschussgeschäft

Das WeShare-Angebot wird von der hundertprozentigen VW-Tochter Umi betrieben. Geld verdient VW mit dem Angebot bislang nicht. Das soll sich laut Reth in den kommenden Jahren aber ändern. „Das ist kein rein strategisches Angebot“, sagte er.

Der Wolfsburger Autokonzern ist vergleichsweise spät in den Carsharing-Markt eingestiegen. Sowohl Daimler als auch BMW sind dort schon länger aktiv und haben ihre zunächst getrennten Angebote inzwischen zum Anbieter ShareNow zusammengelegt. (dpa)